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Tourismus

Terrorwarnung der USA - Wie gefährlich ist das Reisen?

Die jüngste Serie von Terroranschlägen hat die USA veranlasst, eine weltweite Warnung herauszugeben. Wenn viele Reiseziele nicht mehr als sicher gelten, betrifft das jedoch nicht nur US-Amerikaner. Auch Deutschen könnte die Reiselust vergehen.
Tunesien ist eines der Urlaubsziele, die in jüngster Zeit von Terror betroffen waren. Doch eine latente Terrorgefahr besteht in vielen Regionen weltweit.

Tunesien ist eines der Urlaubsziele, die in jüngster Zeit von Terror betroffen waren. Doch eine latente Terrorgefahr besteht in vielen Regionen weltweit.

© Hannibal Hanschke

Berlin (dpa/tmn) - Nicht nur Tunesien, Ägypten, Paris: Das US-Außenministerium weist seine Bürger auf die weltweite Gefahr von Terroranschlägen auf Reisen hin. Wie sicher und unbeschwert der Urlaub in diesen Zeiten sein kann, fragen sich auch viele Deutsche. Ein Erklärungsversuch.

Wie gefährlich ist das Reisen?

Nach Ansicht des Tourismusexperten Prof. Torsten Kirstges ist vor allem die gefühlte Unsicherheit gewachsen. "Dabei ist das Reisen in den meisten Destinationen nicht mit einem wesentlich höheren Risiko verbunden als in den letzten Jahren auch", sagt der Wissenschaftler von der Jade Hochschule in Wilhelmshaven. Die Terrorgefahr habe bereits seit den Anschlägen vom 11. September 2001 zugenommen, ergänzt Sibylle Zeuch, Sprecherin des Deutschen Reiseverbands (DRV). Zum aktuellen Bedrohungsgefühl trägt bei, dass die Anschläge von Paris mitten in Europa stattgefunden haben. "Die Terrorgefahr hat die Heimat erreicht", sagt Kirstges. Das verunsichert viele stärker.

Das

Auswärtige Amt warnt schon seit längerer Zeit vor der weltweiten Gefahr terroristischer Anschläge vor allem an symbolischen Orten: etwa an Bahnhöfen, in Hotels, auf Märkten und bei religiösen Stätten. Die Behörde betont aber auch: "Der Grad der terroristischen Bedrohung ist von Land zu Land unterschiedlich." Es gibt also eine abstrakte globale Bedrohung - letztlich kommt es aber auf das Reiseziel an.

Wo ist das Reisen gefährlich?

Eine Einschätzung dazu gibt das Auswärtige Amt mit seinen Reise- und Sicherheitshinweisen für jedes Land. Die Behörde kann eine klare Reisewarnung aussprechen, von Reisen in Länder und einzelne Regionen "dringend abraten" oder "abraten". Oder allgemein Sicherheitstipps etwa zum Verhalten vor Ort geben. Urlauber müssen also im Einzelfall prüfen, wie sicher ihr Reiseziel ist.

Wonach richten sich die Reiseveranstalter?

Für die Anbieter von Urlaubsreisen sind die Hinweise des Auswärtigen Amtes maßgeblich. Gibt es eine Reisewarnung, fliegen die Veranstalter ihre Gäste nach Deutschland aus. Reisewarnungen gibt es aktuell aber vor allem ohnehin nur für Länder und Regionen, die kaum von Touristen besucht werden wie Irak oder Somalia. Die allgemeine Angst vor der latenten weltweiten Terrorgefahr reicht nicht aus, um eine Reise kostenlos stornieren zu können, betont Prof. Kirstges.

Wo ist es noch wirklich sicher?

Auch wenn die Tourismusindustrie gerne betont, dass Terror heute überall möglich ist, können Urlauber nach wie vor ziemlich sicher verreisen. "Es gibt Reiseformen, die für terroristische Anschläge uninteressant sind, weil sie keine große Aufmerksamkeit mit sich bringen", erklärt Tourismusexperte Kirstges. Die Alm im Allgäu, das Ferienhaus an der Côte d'Azur, Wandern in Österreich. Für diese Reisen existiert dem Fachmann zufolge nahezu ein "Null-Risiko".

dpa


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