Navigation:
Ticket-Shop Anzeigen- und Abo-Service

Tourismus

Pantomime soll in Berliner Partybezirk für Ruhe sorgen

Sie sind jung, trinken und feiern gerne - und sind dabei meist nicht leise. Ein idealer Ort für partyfreudige Touristen ist etwa der Berliner Alternativbezirk Friedrichshain-Kreuzberg, wo sich Kneipen und Clubs ohne Sperrstunde drängen, die Spätkaufläden billiges Bier liefern und Drogen freizügig auf der Straße verkauft werden.
Der hippe Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg will mit Pantomime-Künstlern und Mediatoren die anstürmenden Partytouristen zu mehr Ruhe mahnen.

Der hippe Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg will mit Pantomime-Künstlern und Mediatoren die anstürmenden Partytouristen zu mehr Ruhe mahnen.

© Jens Kalaene

Berlin. Weil viele Bewohner aber seit längerem unter dem Ansturm des Partyvolks und dessen Krach und Müll leiden, will sich der Bezirk nun sanft wehren.

Nicht mit Hilfe des Ordnungsamtes oder gar der Polizei. Erstmal sollen Pantomime-Künstler die Feiernden auf den rechten Pfad führen. In 15 Wochenendnächten zwischen Mai und Juli ziehen sie durch die Straßen am Kreuzberger Spreeufer und dem gegenüberliegenden Friedrichshain. Hier drängeln sich im Sommer bis zum Morgengrauen Tausende junger Menschen aus Europa und den USA, aber auch aus Köln, München und den stilleren Berliner Ecken.

Pantomimisch und spielerisch bitten die Künstlergruppen dann um mehr Rücksichtnahme. Begleitet werden sie von geschulten Mediatoren, die zu fortgeschrittener Stunde auch verbal erklären können, worum es geht und dass manche Anwohner nachts schlafen wollen. Später wird dann ausgewertet, ob die Pantomime außer nächtlicher Unterhaltung etwas gebracht hat.

Initiatoren des 52 000 Euro teuren Pilotprojekts für "stadtverträglichen Tourismus" sind der Bezirk, die Tourismus-Gesellschaft Visit Berlin, der Hotel- und Gaststättenverband und die Clubbetreiber. 37 Maßnahmen aus 21 Städten, die sich vergleichbaren Problemen widmen, wurden ausgewertet. Die meisten taugten nicht für Berlin.

Denn eins ist bei der Vorstellung klar: "Repressiv" will man in Kreuzberg nicht sein. Die Maßnahmen zur Eindämmung der Partyfolgen sollen "positiv, kreativ und besucherfreundlich" sein. Und natürlich "das besondere Lebensgefühl der Stadt" zum Ausdruck bringen, ein "berlinerischer Lösungsweg" eben.

Aber der zuständige Kreuzberger Wirtschafts- und Ordnungsstadtrat Peter Beckers (SPD) und der Chef der Berlin-Marketinggesellschaft, Burkhard Kieker, sehen auch die Grenzen des Vorhabens: "Das ist ein Projekt, das sicherlich das Problem nicht lösen wird, es ist aber ein erster Ansatz", sagt Beckers. Glücklich sei er allein schon deswegen, weil die Probleme seines Bezirks mit den Touristengruppen endlich überhaupt von offiziellen Stellen wie dem Senat und dem Stadtmarketing akzeptiert würden.

Zur Lösung des Lärm- und Müllproblems seien wohl weitere und langfristigere Maßnahmen nötig, das geben dann doch alle Beteiligten zu. Immerhin klettern die Touristenzahlen in Berlin von Rekord zu Rekord. Im vergangenen Jahr kamen knapp zwölf Millionen Besucher.

dpa


Nächster Artikel
Nächster Artikel
Vorheriger Artikel
Voriger Artikel

Anzeige




Jubiläum




Wünsche




Terra-Tech




Lokschuppen-Sanierung

Lokschuppen-Sanierung: Sollten Marburger über die Umsetzung eingereichter Projektangebote abstimmen dürfen?

Sport-Tabellen




Spielerkader




zur Galerie

Fußballfotos vom Wochenende

Sonderveröffentlichungen




Spielplatz-Serie




LWL-Shop




Mit der OP durch das Gartenjahr




Blende 2016




Heimatprämie sichern!




Instagram

Meistgelesene Artikel

Schüler lesen die OP




Kommentare




OP kostenlos lesen




Der Online-Shop der OP




Städtewetter
Ihre Stadt/Ihr Ort
Tagestemperatur
°
Tiefsttemperatur
°
Regenprognose
%
Windstärke
km/h
Pollenflug
Ihre Wettervorschau
zur Galerie

Willkommen im Leben:

Die Transfers im Landkreis




Die OP-Serien

Mmmm, wie das duftet! Das Rezept für diesen saftigen Stollen finden Sie unten im Text. Foto: Hartmut Berge Besser Esser

Christstollen: Ein Gebäck fürs ganze Jahr

Als die OP Mike Schmidt in der Backstube besucht, riecht es nach Rosinen und Mandeln. Der 39-Jährige macht das, was seine Vorfahren schon vor rund 180 Jahren in der Vorweihnachtszeit praktizierten: Er backt Stollen. mehrKostenpflichtiger Inhalt

In 12 Schritten zum perfekten ChriststollenGalerie   



90 regionale Rezepte: Das Besser-Esser-Buch


Das Besser Esser Buch mit 70 regionalen Rezepten.

Die Grill-App der Oberhessischen Presse


Rostkost: Rezepte und Grilltechnik




  • Sie befinden sich hier: Tourismus – Pantomime soll in Berliner Partybezirk für Ruhe sorgen – op-marburg.de