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Tourismus

Lieber Finger weg: Was bei Souvenirs gar nicht geht

Eine Sonnenbrille für den Freund, eine Handtasche für die Mutter, ein kleines Andenken für die Oma: Wer reist, der möchte Freunden und Familie oft etwas aus dem Urlaub mitbringen.
Viele Urlauber greifen bei Schnäppchen gerne zu - Ärger droht manchmal gleich bei der Landung in Deutschland.

Viele Urlauber greifen bei Schnäppchen gerne zu - Ärger droht manchmal gleich bei der Landung in Deutschland.

© Andrea Warnecke

Düsseldorf. Doch dabei ist Vorsicht geboten, warnt Stefan Py vom Hauptzollamt in Düsseldorf.

Nicht alles, was auf den ersten Blick unbedenklich erscheint, ist es auch. Probleme können Reisende bekommen, wenn sie am Flughafen vom Zoll kontrolliert werden. Allgemein bekannt ist, dass gefährdete Arten wie Korallen nicht nach Deutschland eingeführt werden dürfen. Aber nicht jedem ist klar, dass das auch für am Strand zufällig gefundene Korallen gilt, die im Reisegepäck nichts zu suchen haben. Sie werden vom Zoll beschlagnahmt, sollten sie entdeckt werden. Und oft ist ein Strafverfahren die Folge. Und das kann dann ganz schön unangenehm werden, warnt Py. Von Lederwaren, die nach Krokodil oder Schlange aussehen, sollten Urlauber generell die Finger lassen: "Meist ist für Laien nicht erkennbar, ob es sich um Produkte geschützter Tiere handelt oder nicht."

Wer ein vermeintliches Markenprodukt im Ausland zu einem Schnäppchen-Preis kauft, muss damit rechnen, dass es eine Fälschung ist. Beim Zoll müssen sich Reisende über Produktpiraterie aber keine Gedanken machen. Das Fälschen ist zwar meistens illegal, der Besitz bei Einfuhr nach Deutschland wird jedoch nicht geahndet, sagt Stefan Py. "Bei Waren bis zu einem Wert von 430 Euro drücken die Beamten ein Auge zu." Dieser Betrag entspricht dem Steuerfreibetrag. Alles, was darüber hinausgeht, muss sowieso versteuert werden - egal ob Fälschung oder nicht.

Nicht nur die Zollkontrolle kann Reisenden den Urlaub vermiesen: Vorsicht ist auch bei Straßenhändlern geboten, die in nahezu allen Metropolen vor Sehenswürdigkeiten anzutreffen sind. Oft verkaufen sie Souvenirs völlig überteuert. "Mit den meisten Händlern können Touristen aber handeln", sagt Sabine Fischer-Volk von der Verbraucherzentrale Brandenburg. Und das sollten sie auch tun: "Oft können die Preise so heruntergeschraubt werden."

Doch das sei eben nicht jedermanns Sache. Straßenhändler würden genau erkennen, ob sie einer eher selbstbewussten oder schüchternen Person gegenüberstehen. "Viele Händler nutzen das aus", sagt die Expertin. Allen, die die Verhandlung scheuen, rät sie deswegen, lieber in einen niedergelassenen Souvenir-Laden zu gehen. Dort sind die Preise meistens fest angeschlagen.

dpa


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