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Tourismus

Im Sexten Himmel - Eine Wandertour zu den Drei Zinnen

"Heute gibt's schönes Wetter", ruft Frau Evi ihren Gästen im Hotel zu. "Am Nachmittag könnten Wärmegewitter kommen. Starten Sie nicht zu spät!" Nebelfetzen hängen an den Bergspitzen, doch dann reißt es auf.
Die Dolomiten glühen im Abendlicht - ein erbauender Anblick!

Die Dolomiten glühen im Abendlicht - ein erbauender Anblick!

© Südtirol Marketing/Valentin Pardeller

Sexten. Nichts wie raus! Die Drei Zinnen sind die wohl meistfotografierte Felstrilogie der Alpen.

Sexten und sein Ortsteil Bad Moos, seit jeher Heimat berühmter Bergführerfamilien, ist Ausgangspunkt für viele Ausflügler. Hier auf 1339 Metern Höhe startet auch der Wanderweg zur

Drei-Zinnen-Hütte. Ein Tourenklassiker. Kaum überquert der Wanderer den Dorfbach, steht er schon mitten im Nationalpark, umgeben von einem alten Lärchenwald.

 

Nach knapp zwei Kilometern folgt der Einstieg ins wildromantische Fischleintal. Durch das Tal führt der Wanderweg gemütlich zur Talschlusshütte auf 1548 Metern. Dort zeigt der Wegweiser Richtung Drei-Zinnen-Hütte, es geht weiter durch das Altensteintal. Der Wanderer fragt sich spätestens hier: Wo haben sich eigentlich die Drei Zinnen versteckt? Stets kommen neue Anhöhen und Kurven in Sicht. Aber nicht die berühmten Felszacken.

An der Baumgrenze wird die Vegetation spärlicher, die Alpenblumen scheinen dagegen kräftiger zu strahlen - doch das berühmte Bergtrio ist noch immer nicht in Sicht. Der Weg führt stetig aufwärts und steigt über ein paar Kurven auf 2300 Meter.

Nach drei Stunden eröffnet sich eine Hochfläche, auf der sich der Himmel in zwei Bergseen spiegelt. Eine letzte kleine Steigung liegt vor einem, und dann: Endlich! Das Dach der Drei-Zinnen-Hütte. Und dahinter erheben sich die mächtigen Türme. Je näher man kommt, umso eindrucksvoller wirken die Drei Zinnen, deren höchste Erhebung von 2999 Metern knapp an der Dreitausendermarke vorbeischrammt.

Auf der Hütte auf 2438 Metern offenbart sich ein gewaltiges Panorama. Wie drei riesige Zähne ragen die zerklüfteten Felsen aus schütterem Geröll. Vor einen Zahn schiebt sich Nebel. Bei diesem Ausblick kann der Wanderer auf der geräumigen Außenterrasse der Hütte Höhensonne tanken und Schnitzel essen. Wer am späten Nachmittag hinaufkommt, erlebt ein Alpenglühen wie gemalt.

dpa


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