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Tourismus

Caracas ist gefährlichste Stadt der Welt

Eine Lateinamerikareise ist etwas für Abenteurer. Gerade wer sich in die Metropolen des südamerikanischen Kontinents begibt, betritt schnell gefährliches Pflaster. Am häufigsten bedroht ist das Leben allerdings in Caracas.
Die Kabinen-Seilbahn in Caracas, Venezuela, verbindet den Problem-Stadtteil San Agustin mit dem Stadtzentrum. Armut und Kriminalität beherrschen hier oft den Alltag. Foto: David Fernández

Die Kabinen-Seilbahn in Caracas, Venezuela, verbindet den Problem-Stadtteil San Agustin mit dem Stadtzentrum. Armut und Kriminalität beherrschen hier oft den Alltag. Foto: David Fernández

Caracas. Die venezolanische Hauptstadt Caracas ist laut einer neuen Statistik der gefährlichste Ort der Welt. Mit fast 120 Tötungsdelikten pro 100 000 Einwohner weist die südamerikanische Metropole die höchste Mordrate außerhalb von Kriegsgebieten auf.

Auf dem zweiten Platz folgt San Pedro Sula in Honduras, das zuvor vier Jahre in Folge an der Spitze lag. Den dritten Platz belegt San Salvador. In der Hauptstadt von El Salvador kommen 108 Morde auf jeweils 100 000 Einwohner, wie die mexikanische Nichtregierungsorganisation

Bürgerrat für öffentliche Sicherheit und Strafrecht mitteilte. "Die überwältigende Mehrheit der 50 gefährlichsten Städte der Welt liegt in Lateinamerika", hieß es in dem Bericht.

Positiv bewerteten die Experten die Entwicklung in Ciudad Juárez in

Mexiko und Medellín in

Kolumbien. Ciudad Juárez an der Grenze zu den USA führte die Rangliste von 2008 bis 2010 an. Die einstige Drogenhochburg Medellín galt in den 1990er Jahren als die gefährlichste Stadt der Welt. In der Liste für 2015 tauchen beide Städte nicht mehr unter den 50 gefährlichsten Orten auf.

Reisende in Mittel- und Südamerika sollten aber generell Sicherheitsmaßnahmen treffen. Darauf macht das Auswärtige Amt in seinen Reise- und Sicherheitshinweisen für die jeweiligen Staaten aufmerksam.

So sollte beim Straßenbummel auf auffällige Kleidung, Uhren und Schmuck verzichtet werden. Geld und Wertsachen wie Kameras und Smartphones sollten verdeckt getragen werden. Bei einem Überfall niemals Widerstand leisten! Viele Täter stehen unter Drogeneinfluss und sind bereit, auch aus nichtigem Anlass ihre Waffe zu benutzen, warnt das Auswärtige Amt. Ratsam ist es, wenn Reisende stets einen kleinen Geldbetrag dabei haben, den sie einem Räuber sofort widerstandslos herausgeben können.

Wichtige Dokumente wie der Reisepass sollten im Original im Hotel deponiert werden. Besondere Vorsicht gilt beim Abheben von Geld an Bankautomaten. Diese befinden sich möglichst in gesicherten Gebäuden. Es sollten in jedem Fall nur registrierte Taxis genutzt werden. Oft sind "falsche" Taxifahrer in Überfälle involviert. Entlegene Orte und einsame Straßen bei Dunkelheit werden besser gemieden.

Die Reise- und Sicherheitshinweise in Mittel- und Südamerika zur allgemeinen Kriminalität unterscheiden sich von Land zu Land eher geringfügig. Die genannten Maßnahmen gelten zum Beispiel in Mexiko, Guatemala, Kolumbien und Brasilien. Sie sind aber in allen Ländern Lateinamerikas ratsam. Touristen sollten sich vor ihrer Reise genau über die Sicherheitslage vor Ort informieren.

dpa


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