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Tourismus

Besuch in fünf Akten: Bei den Ruinen von Ephesos

Es ist früher Morgen in Kusadasi. Die Kreuzfahrtschiffe liegen im glasklaren Wasser der türkischen Ägäis. Noch sitzen die meisten Passagiere beim Frühstück.
Im Bouleuterion tagte einst der Rat der Stadt - heute nutzen die Touristen die Steinstufen, um sich kurz auszuruhen.

Im Bouleuterion tagte einst der Rat der Stadt - heute nutzen die Touristen die Steinstufen, um sich kurz auszuruhen.

© Lea Sibbel

Kusadasi. Doch schon bald werden sich die Busse in Bewegung setzen und sie ins nahe gelegene Ephesos bringen.

 

Erster Akt: Die Ankunft

 

Auf der Route von Kusadasi nach Ephesos blitzt es in der Ferne bereits einmal auf: Die Überdachung des Hanghauses reflektiert die Sonnenstrahlen. Dann verlieren die Busgäste die berühmte Ausgrabungsstätte wieder aus den Augen. Durch Selcuk nähern sie sich der antiken Stadt quasi von hinten. Zwischen den vielen Reisebussen erspähen sie die ersten Ruinenbrocken.

Necdet Akcali dirigiert seine Gruppe durch die Scharen an Reisenden bis hin zum Drehtor. Kurzer Stopp: Wer verloren geht, wartet bitte ganz unten auf den Rest der Truppe! Ein Wiederfinden im Touristengewirr ist nahezu aussichtslos. Dann geht es hinein ins antike Ephesos. Die Stadt ist mehrere tausend Jahre alt, erklärt Akcali. "Alle waren hier." Mal war Ephesos hellenistisch, mal römisch, mal byzantinisch. "Ein kulturreiches Land."

 

Zweiter Akt: Das Bouleuterion

 

Akcali führt die Gruppe zum Bouleuterion. Es gleicht einem Amphitheater. Hier tagte einst der Rat der Stadt. Heute sitzt man unter freiem Himmel - damals gab es ein Dach. Das Auditorium wurde etwa 100 nach Christus erbaut - es ist Teil des römischen Ephesos. Mehr als 200 000 Menschen haben damals hier gewohnt, erzählt Akcali.

 

Dritter Akt: Auf der Hauptstraße

 

"Ich bitte Sie, Ihre Fantasie zu bemühen", sagt Akcali. Das hier war quasi die Fußgängerzone von Ephesos: "Hier Burger King, Benetton, McDonalds", zeigt Akcali auf verschiedene Ruinen. So viel Fantasie braucht es gar nicht. Die antike Hauptstraße hat auch so Ähnlichkeit mit der Fußgängerzone an einem Samstagmittag: Ab dem Domitianstempel wird es immer voller.

Die Touristengruppen wälzen sich nun nebeneinander die leichte Steigung hinab, es wird immer enger. Regenschirme und Selfie-Stangen recken sich ab und zu aus der Masse. Pro Tag kommen manchmal 7000 Menschen nach Ephesos. "Neulich hatten wir drei Kreuzfahrtschiffe gleichzeitig hier", erzählt Akcali. "Man konnte sich kaum bewegen." Zwei Mitglieder der Gruppe hat es nun tatsächlich erwischt: Sie haben den Rest verloren.

 

Vierter Akt: Die Hanghäuser

 

Vor der Celsus-Bibliothek und dem großen Theater biegt Akcali ab. Ein paar Stufen hinauf geht es zu einem gesonderten Eingang, verborgen von den Blicken der Masse, die sich die Hauptstraße hinunterwälzt. In dem großen Gebäude, das schon aus der Ferne kurz die Blicke auf sich gezogen hatte, legt man die Hanghäuser frei. "Die Häuser wurden treppenartig nach oben gebaut", erklärt Akcali.

 

Fünfter Akt: Das Wiedersehen

 

Ein kleiner Pfad neben den Hanghäusern hinab führt zurück auf die Hauptstraße der antiken Stadt. Ihre vielen Überreste erstrecken sich von hier oben wie kleine weiße Bausteine über die Landschaft. Zurück am Fuß des Hangs angelangt sehen sie schon wieder gewaltiger aus. Allen voran die Überreste der Celsus-Bibliothek, die jetzt direkt vor den Besuchern liegt.

Von hier blicken die Besucher auf die große Prachtstraße, die von der Ausgrabungsstätte wegführt. Einst endete sie direkt am Meer. "Man konnte Ephesos mit Schiffen erreichen", erklärt Akcali. Heute liegt das alte

Ephesos ein Stück im Landesinneren - Versandungen haben es vom Meer getrennt.

 

Die Gruppe schlendert ein paar Meter über die alte Straße, bevor sie zum Parkplatz abbiegt. Dort warten schon die zwei Verlorenen.

dpa


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