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Tourismus

Badesaison an Nord- und Ostsee beginnt

Trotz Wassertemperaturen von nur rund zehn Grad können Wasserratten in Schleswig-Holstein mancherorts bereits wieder bewacht in die Ostsee springen. Vor allem an den großen Strände sind bereits Rettungsschwimmer im Einsatz.
Mai Bartsch, DLRG-Einsatzleiterin in Mecklenburg-Vorpommern, zeigt die kostenlose Handy-App der DLRG. Verzeichnet ist hier die aktuelle Beflaggung an den norddeutschen Stränden.

Mai Bartsch, DLRG-Einsatzleiterin in Mecklenburg-Vorpommern, zeigt die kostenlose Handy-App der DLRG. Verzeichnet ist hier die aktuelle Beflaggung an den norddeutschen Stränden.

© Stefan Sauer

Eckernförde. "Wir haben schon einige Stationen, die jetzt schon mit Vormannschaften besetzt sind, wie zum Beispiel in Pelzerhaken oder auch in Grömitz", sagte der DLRG-Landesgeschäftsführer Thies Wolfshagen. Regulär startet die Saison am 15. Mai, es gebe aber auch Stationen, die erst im Juni oder Juli öffnen. "Das kommt immer darauf an, um welchen Strand es sich handelt. Die größeren Strände öffnen aber zum 15. Mai."

In der Hauptsaison ab Mitte, Ende Juni sollen pro Tag 450 Rettungsschwimmer in Schleswig-Holstein das Geschehen am Strand und im Wasser im Blick haben. Während der Vorsaison stehen nach Schätzungen der DLRG 250 Helfer bereit. An 50 Stränden an

Nord- und Ostseeküsten stehen Wachstationen des DLRG, zudem sind die Ehrenamtler auch an Binnengewässern aktiv.

 

Dieses Jahr seien sie schon jetzt vollständig für die Hauptsaison besetzt, sagte Wolfshagen. Für die Vorsaison sei es schwieriger, Rettungskräfte anzuwerben. "Derzeit ist nur der Einsatz kleiner Rumpfmannschaften für diesen Zeitraum vorgesehen", sagte Wolfshagen.

Das Personal für die aktuelle Saison steht parat, perspektivisch werde es über die nächsten Jahre aber immer schwieriger, die nötigen Rettungskräfte anzuwerben. Auch weil mehr Ehrenamtler benötigt werden: "Die Standzeiten sind kürzer geworden." Das hinge auch damit zusammen, dass potenzielle Helfer durch Schule, Studium und Beruf zunehmend fortblieben, sagte Wolfshagen. "Deshalb muss der Dienst an der Küste möglichst attraktiv sein, weil die jungen Menschen ihre Freizeit dort verbringen und ihren Urlaub opfern."

Um auch künftig genügend Rettungskräfte zu haben, betreibe der DLRG derzeit eine umfangreiche Marketingkampagne mit diversen Strandbetreibern in Schleswig-Holstein. "Über die kommenden Jahre müssen wir uns intensiver darum bemühen, ehrenamtliche Kräfte zu gewinnen und die Zahlen verlässlich zu halten", sagte Wolfshagen. "Für dieses Jahr sind wir glücklicherweise stark genug aufgestellt".

Die

Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) bereitet sich ebenfalls auf die Badesaison vor. Ihre Flaggen werden in der Sommersaison an Stränden unter anderem rund um die Kieler Förde, auf dem Priwall in Lübeck-Travemünde sowie auf Badestellen in Friedrichskoog-Spitze und auf der Hamburg-Hallig wehen. Neu hinzugekommen ist eine Wasserwacht am Strand von Westerland auf Sylt, sagte DRK-Sprecher Paul Herholz. Viele der ehrenamtlichen DRK-Rettungsschwimmer, die in der Saison die Strände bewachen, kommen aus Bayern. "Im bayerischen Roten Kreuz gibt es die größte Wasserwachtgruppe." Und die ziehe es an die Nord- und Ostsee, sagte Herholz.

dpa


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