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Tourismus

Ägypten, Griechenland und Digitales: Neue Sommerkataloge

Die großen Reiseveranstalter haben ihre Kataloge für den Sommer vorgelegt - und bereichern sie um digitale Inhalte. Der Urlauber der Zukunft möchte große Auswahl und Reisen individuell planen.
Bilder, Videos, Karten: Die können bei Thomas Cook jetzt durch die App «Travel Insight» abgerufen werden. Dafür scannt der Kunde den analogen Katalog.

Bilder, Videos, Karten: Die können bei Thomas Cook jetzt durch die App «Travel Insight» abgerufen werden. Dafür scannt der Kunde den analogen Katalog.

© Thomas Cook

Berlin. Und sonst? Griechenland und Ägypten sind die großen Stars.

Der Sommer ist gerade zu Ende, doch die großen Reiseveranstalter haben schon das kommende Jahr im Blick. Die wichtigsten Neuigkeiten im Überblick:

 

Digitalisierung: Das Smartphone ist vor allem für junge Reisende ein nicht mehr wegzudenkender Begleiter auf Reisen. Und so wird der klassische Reisekatalog um digitale Zusatzinfos erweitert: Thomas Cook hat dafür die App "Travel Insight" entwickelt: Der Kunde scannt Hotelbilder aus den Katalogen ein und bekommt zusätzliche Bilder, Videos oder Karten. Die Pauschalreise-Marke ITS von DER Touristik geht den gleichen Weg: Der Family-Katalog wird mit der App "ITS Interaktiv" um digitale Zusatzinfos erweitert.

 

Doch auch der Kunde selbst soll stärker eingebunden werden: Gäste bei Neckermann sollen unter einem Hashtag ihre schönsten Urlaubsaufnahmen teilen, damit der Veranstalter diese in Magazinen und Kampagnen nutzen kann. Und bei Tui sollen Hotelgäste in Zukunft vermehrt Bilder und Kommentare auf sogenannten Social Walls teilen können.

 

Griechenland: Alle Augen richten sich auf Hellas. "Die Deutschen haben es einfach vermisst", sagte René Herzog von der DER Touristik Köln. Bei den Marken des Konzerns - ITS, Jahn Reisen und Travelix - ist Griechenland eines der am stärksten gebuchten Ziele für den Sommer 2015. Auch der Veranstalter FTI baut sein Programm für die kommende Sonnensaison weiter aus. Tui bietet 10 Prozent mehr Flugsitze an.

 

 

Ägypten: Das Rote Meer läuft derzeit wieder richtig gut. Und für kommenden Sommer rechnen alle Veranstalter endgültig mit einem Comeback des Landes - und bereiten sich vor: Tui erhöht seine Flugkapazitäten um fast 50 Prozent. FTI reagiert mit zusätzlichen Flügen ab Hamburg und Berlin. "Die Touristen haben wieder Vertrauen", stellte FTI-Chef Dietmar Gunz fest. Der Veranstalter legt deshalb einen eigenen Katalog für Nilkreuzfahrten auf.

 

 

Individualität: Marktführer Tui ließ es sich bei der Vorstellung seiner Sommerkataloge für 2015 nicht nehmen, gleich eine neue Epoche des Tourismus auszurufen: "Die Masse wird individuell", lautet das Motto für die Zukunft des Urlaubs. Doch statt großer Revolution präsentierte der Veranstalter viele kleine Änderungen: das Konzept "Design Your Day" mit flexiblen Reisebausteinen in zunächst elf Ländern, mehr Wahlmöglichkeiten bei Mietwagen-Rundreisen, auf Wunsch ein Late-Check-Out, mehr eigene Konzepthotels.

 

 

Preise: Die grobe Tendenz sieht so aus: Die Fernstrecke wird oft günstiger, Europa dagegen etwas teurer. Für die USA sinken die Preise bei DER Touristik Frankfurt - den Marken Dertour, Meier's Weltreisen und ADAC Reisen - im Schnitt um 3 bis 5 Prozent. In Kanada sind es bis zu 10 Prozent. Günstiger werden bei den Veranstaltern auch Südafrika (minus 7 Prozent) sowie Ostafrika, Thailand, Bali und China (minus 5 Prozent). Die Karibik sowie Mittel- und Südamerika bleiben unverändert. Bei Tui werden Asien-Reisen günstiger. Bei Thomas Cook sind Kenia, Kuba und die Dominikanischen Republik (minus 1 Prozent) sowie die Malediven und Thailand (minus 2 Prozent) günstiger.

 

In Europa steigen die Preise im Sommer bei Thomas Cook dagegen überwiegend: in Deutschland, Österreich, Tschechien und Kroatien (plus 1 Prozent) sowie in Italien, Frankreich und Polen (plus 2 Prozent). Bei Tui wird Spanien etwas teurer (plus 2 Prozent). Bei Dertour, Meier's Weltreisen und ADAC Reisen steigen die Preise in Europa insgesamt um 2 Prozent.

Die Reisen der Marken ITS und Jahn Reisen werden über alle Ziele leicht günstiger. Bei FTI bleiben die Preise im Schnitt unverändert.

dpa


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