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Tourismus

Achtung am Abgrund - 5 Tipps für unfallfreie Wandertouren

Im Spätsommer machen sich noch einmal viele Wanderlustige auf den Weg in die Berge. Doch allzu sorglos sollte man die Wanderung nicht angehen. Mit guter Planung können Überanstrengungen und Unfälle vermieden werden.
Die Wandersaison dauert noch bis in den September hinein. In diesem Jahr zählten die Bergwachten in den Alpen besonders viele Unfälle - manche wären eventuell zu vermeiden gewesen.

Die Wandersaison dauert noch bis in den September hinein. In diesem Jahr zählten die Bergwachten in den Alpen besonders viele Unfälle - manche wären eventuell zu vermeiden gewesen.

© Franziska Gabbert

München. Ein Stolperer - schon ist der Abgrund erschreckend nah. Wanderer müssen in den Bergen extrem vorsichtig sein. In den letzten Monaten haben die Bergrettungsstationen in den Alpen zahlreiche Unfälle gezählt, einige davon endeten tödlich. Fünf Tipps für eine

unfallfreie Wandertour:

Tipp 1: Gut vorbereiten. Wanderer sollten ihre Touren gut planen: Wie ist die Wetterlage, wie lang die Etappe, wie viele Höhenmeter sind zu überwinden und wie gut ist die Kondition? Anfänger sollten ausschließlich leichte bis mittelschwere Wanderrouten auswählen. Wolfgang Wabel vom Deutschen Alpenverein (DAV) rät: "Wer sich nicht sicher ist, kann immer auf den Hütten anrufen. Die Wirte kennen die Wege und können Auskunft über das Wetter in den Bergen geben."

Tipp 2: Die richtige Ausrüstung mitnehmen. Am wichtigsten sind gute Wanderschuhe, die schon ein wenig eingelaufen sind. "Man sollte auf keinen Fall eine lange Wandertour mit neuen Schuhen machen", sagt Thomas Griesbeck von der Bergwacht Bayern. In jeden Wanderrucksack gehören eine Wanderkarte oder ein GPS-Gerät, ein Handy für den Notfall, eine Erste-Hilfe-Tasche, Sonnenschutz, genügend Proviant und ausreichend Flüssigkeit. Griesbeck rät an heißen Wandertagen zu mindestens drei Litern. "Isotonische Getränke sind neben Wasser sinnvoll. Sie füllen den Salzhaushalt auf. Das Bier sollte man allerdings lieber nach der Tour trinken." In seinem Wanderrucksack ist außerdem immer ein Feuerzeug, ein Taschenmesser und eine Taschenlampe für den Notfall zu finden.

Tipp 3: Stolpern vermeiden. "Augen auf. Wanderwege sind nicht asphaltiert. Man sollte sehr genau gucken, wo man hintritt", rät Wolfgang Wabel. Sein Tipp: Nicht auf wackelnde Steine treten, sondern immer dazwischen. Wer müde ist, stolpert prinzipiell mehr. Wabel empfiehlt deshalb, kleinere Touren zu planen. Für den sicheren Halt können Wanderstöcke helfen. "Sie schonen die Gelenke und helfen beim Abstieg."

Tipp 4: Herz-Kreislauf-Problemen vorbeugen. Oft wird die Anstrengung beim Wandern unterschätzt: Herz-Kreislauf-Probleme gehören mit zu den häufigsten Unfallursachen. "Man sollte generell besser unter- als übertreiben", sagt Wabel. Vor allem ist es wichtig, schon vor der Wandertour seine Kondition zu trainieren. Längere Spaziergänge, die Treppe statt den Aufzug nutzen oder kleine Wanderungen querfeldein bereiten auf eine Tour in den Bergen vor.

Tipp 5: Klaren Kopf beim Unfall bewahren. Das ist die wichtigste Regel, wenn es beim Wandern zum Sturz kommt. "Man sollte direkt einen Notruf absetzten, die Mobilnetzabdeckung ist eigentlich gut in den Bergen", beruhigt Wabel. Bis die Rettungskräfte kommen, sollten die Begleiter den Verletzten warmhalten. "Währenddessen gut zureden."

dpa


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