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Kosmetik

Zweimal hält besser: Den perfekten Kussmund schminken

Sie können so verführerisch sein: Sinnliche Lippen wollen geküsst werden. Nicht immer sind Lippen aber wirklich einladend: Rau und aufgerissen wirken sie wenig attraktiv.
Für den perfekten Kussmund bekommt die Lippe zunächst mit einem Stift etwas Kontur.

Für den perfekten Kussmund bekommt die Lippe zunächst mit einem Stift etwas Kontur.

© Monique Wüstenhagen

Berlin. Für den perfekten Kussmund kommt es deshalb nicht nur auf das richtige Make-up an, sondern auch auf eine gute Pflege.

 

Pflegen: "Wichtig ist beim perfekten Kussmund, dass die Lippen nicht rau sind", sagt Visagist René Koch aus Berlin. Er rät, vor dem Schlafengehen Lippenpflegestifte für die Nacht aufzutragen. Sie enthalten Hyaluron und befeuchten die Lippen immer wieder. Außerdem gilt, sich beim Befeuchten mit der eigenen Zunge zurückzuhalten - denn das sei genau falsch, erklärt Koch. Dadurch entstehe eine Art Rückverdunstung.

 

Außerdem empfiehlt der Experte, regelmäßig ein Lippenpeeling zu machen. Das kann man sich leicht zu Hause selber mixen. Einfach einen halben Teelöffel Hefe mit einer Prise Salz und etwas Mineralwasser mischen, erläutert Koch. Der Brei kommt dann mit einer ausgedienten Zahnbürste auf die Lippen. Die Enzyme in der Hefe lösen abgestorbene Hautpartikel ab.

Der dritte Tipp in Sachen Pflege: Lippengymnastik. Dafür zieht man die Buchstaben "Uuu", "Eee", "Uuu" lang und formt dabei die Lippen extrem - sie müssen spannen. So werde die Durchblutung angeregt und der Wangenheber trainiert, erklärt Koch. Das ist gut gegen Hängebäckchen und hängende Mundwinkel.

 

Schminken: Zuerst malt man mit einem Konturenstift die Lippen nach. Wichtig ist, dabei das Lippenherz gut auszumalen, rät Koch. Denn je schöner es betont ist, desto attraktiver wirke das. Wer sehr dünne Lippen hat, kann beim Konturenzeichnen die Lippen etwas größer machen. Auch Unebenheiten lassen sich jetzt ausgleichen. "Man hat mit dem Konturenstift die Möglichkeit, eine Formveränderung vorzunehmen." Dafür sollte der Stift aber nicht zu weich sein, er schmiert dann. Eine Nacht im Gemüsefach des Kühlschranks, und er ist wieder fest.

 

Nach dem Aufmalen beißt man auf ein Tuch - so gelangt die Farbe auch in die feinen Hautritzen. "Die Lippe ist wie eine Raufasertapete", sagt Koch. "Sie hat Höhen und Tiefen."

Das Hereinpressen gilt auch für den Lippenstift. Diesen trägt man zweimal mit einem Pinsel auf - "zwei dünne Schichten halten besser als eine dicke." Also auftragen, aufs Tuch abküssen, auftragen, abküssen. Die Farbe wählt man je nach Outfit. Grundsätzlich gelte: "Je später der Abend, desto kräftiger kann der Lippenstift sein."

dpa


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