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Mode

Von filigran bis lässig: Die aktuellen Schmucktrends

Kann ich die dicke Statement-Kette aus der letzten Saison noch tragen? Und wie sieht es aus mit meinem Vintage-Lederarmband? Die aktuellen Schmucktrends im Überblick.
Eine lange Kette passt etwa zu einem weitem Hemd, hier ein Modell von Bijou Brigitte (Kette ca. 10 Euro, Ohrringe ca. 6 Euro, Armbänder je ca. 10 Euro, Ring-Sets ab ca. 5).

Eine lange Kette passt etwa zu einem weitem Hemd, hier ein Modell von Bijou Brigitte (Kette ca. 10 Euro, Ohrringe ca. 6 Euro, Armbänder je ca. 10 Euro, Ring-Sets ab ca. 5).

© Bijou Brigitte

München. Mal sind es filigrane Stücke. Und mal großer Klunker, der auffällt. Bei den Schmucktrends sollte eigentlich für jeden das Passende dabei sein.

Ein Überblick über die aktuelle Mode hat Julia Zirpel, Modechefin des Frauenmagazins "myself". Sie hält auch auf der Schmuckmesse

Inhorgenta in München (bis 15. Februar) einen Trendvortrag.

Ohrringe: "Der Ohrring ist wieder ganz präsent", sagt Zirpel. Auf den Modeschauen hat man ihn oft gesehen. Relativ neu dabei sind Ear Cuffs - also Schmuck, der zum Beispiel oben ins Ohr geklemmt wird oder in großer Variante sogar von oben bis unten den Ohrrand umschließt. Teils wird nun auch nur ein Ohrring getragen - oder ein kleiner und ein großer Ohrring. Insgesamt sind die längeren Modelle wieder gefragt. Bei den Materialien spielen die klassischen wie Silber und Gelb-Gold die Hauptrolle. "Was tatsächlich wieder da ist, sind Perlen." Sie werden nun moderner eingefasst.

Ketten: Hier sind lange und zarte Modelle gefragt. "Ich finde, dass ist eine Kette, die kann man abends und tagsüber gut tragen", sagt Zirpel. Sie passt etwa spielerisch zum Herrenhemd, aber auch zum Rollkragenpullover. Bei den Anhängern der Ketten spielen Motive eine Rolle, die Natürlichkeit ausstrahlen: etwa Blätter oder Flügel. Die Zeiten der dickeren Colliers sind erst einmal vorbei. Was man auf den Schauen hingegen wieder gesehen hat, sind sogenannte Choker, also Ketten, die ganz eng am Hals anliegen.

Ringe: Schmale Ringe - aber viele davon. So sieht die Entwicklung bei den Ringen aus. Gerne werden mehrere von diesen schmalen Modellen übereinander gesteckt - oder wahlweise auf mehrere Finger verteilt, beschreibt Zirpel. "Da kann man auch mischen" - etwa unterschiedliche Materialien wie Gelb-Gold und Weiß-Gold. Manche Hersteller bieten passende Modelle zum Variieren an. Aber: "Man kann sich das auch frei selber zusammensuchen." Wichtig ist dabei: Die Gewichtung muss ungefähr gleich sein. Das bedeutet, man kombiniert möglichst nicht filigrane Ringe mit breiteren Modellen.

Armbänder: "Das Spannende ist, dass man sehr stark mischt." Mehrere Bänder und Reifen kommen auf die gleiche Seite wie die Uhr, so entstehe eine unglaubliche Lässigkeit, sagt Zirpel. Dabei dürfen unterschiedliche Breiten kombiniert werden - und auch unterschiedliche Materialien wie Leder und Satin. "Je mehr man mischt, desto spannender wird es eigentlich." Eine wichtige Faustregel lautet aber, sich auf einen Bereich zu fokussieren: Wird das Handgelenk reich geschmückt, müssen es nicht auch noch auffällige Ohrringe sein.

Broschen: Die Brosche ist zurück. "Dieses Broschenthema wird uns in der nächsten Zeit noch begleiten", prognostiziert die Modeexpertin. Dabei geht es aber weg von den klassischen Broschenformen. Stattdessen werden sie häufig richtig groß und kommen zum Beispiel in Plastik daher. "Wichtig ist, dass es nicht zu konservativ aussieht." So kann die moderne Brosche etwa auch eine gemusterte Bluse zieren - "man darf etwas übertreiben". Auf dem klassischen Twin-Set würde die Expertin aber auf die Brosche verzichten. Und auch bei einem strengeren Rollkragenpullover würde sie keine einzelne Brosche wählen, sondern drei nebeneinander anstecken - "dass man den Bruch sieht."

dpa


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