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Mode

Trekkingsandale und Strohhut: Was anziehen bei 40 Grad?

Berlin (dpa) - Gefühlt ist es viel zu heiß, um überhaupt etwas anzuziehen. "Grundsätzlich ist den Menschen zu raten, dass sie sich eher bedecken als entblößen", sagt Gerd Müller-Thomkins, Geschäftsführer des Deutschen Mode-Instituts (DMI) in Köln.
Mit Flip-Flops, Sonnenbrille und Strohhut liegt man bei Hitze gut im Trend.

Mit Flip-Flops, Sonnenbrille und Strohhut liegt man bei Hitze gut im Trend.

© Uwe Zucchi

"Grundsätzlich ist den Menschen zu raten, dass sie sich eher bedecken als entblößen", sagt Gerd Müller-Thomkins, Geschäftsführer des Deutschen Mode-Instituts (DMI) in Köln. "Nicht nur aus ästhetischen Gründen, sondern auch aus Gründen des Sonnenschutzes." Die gute Nachricht: Die aktuellen Modetrends dieses Sommers spielen Hitzegeplagten sogar in die Hände. "Es geht um Funktionalität und Bequemlichkeit", sagt Müller-Thomkins. Konkret bedeutet das: Es darf ruhig praktisch sein.

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"This is Jane Wayne" hat unter anderem Quadratlatschen als Trend ausgemacht. "Trekking-Sandalen im Allgemeinen sind nach der Birkenstock-Omnipräsenz der vergangenen Jahre nämlich längst auf dem aufsteigenden Ast", schreibt die Autorin. Die würden jetzt immer häufiger "nicht in Kombination mit abstoßender Touri-Kluft, sondern als i-Tüpfelchen zum Seidenkleid" gesichtet.

 

Überhaupt mögen es Trendsetter untenrum bequem: Auch sogenannte Pool Slides - Badelatschen in schön für den Alltag - sind Modebloggern zufolge en vogue. In Berliner Trendbezirken wagen sich derzeit zudem immer mehr Männer mit klassischen Ledersandalen unters Volk - wenn sie nicht wie viele Frauen auch in Stoffschlappen unterwegs sind.

"Es gibt eine Androgynisierung der Mode", weiß der DMI-Experte. Will sagen: Die Kleidung von Männer und Frauen gleicht sich diesen Sommer immer mehr an. Will man das? Bei 30 Grad im Schatten irgendwie schon.

Weite Beinkleider - fast schon im Stil der weiblichen Marlene-Hosen - sind Fachleuten zufolge derzeit bei Männern angesagt. "Nach all den Röhrenhosen will man das Bein wieder umspielt wissen." Kein Wunder: Wenn der Stoff nicht an der verschwitzten Wade klebt, ist der Sommer ja auch irgendwie angenehmer.

Umgekehrt greifen trendbewusste Frauen bei Sahara-Temperaturen gerne zur Culotte - einer Hose, die von weitem aussieht wie ein Rock und die Beine leicht umspielt.

"Nur nichts zu Enges tragen", sagt auch Fachmann Johann Stockhammer, der an der Pforzheimer Hochschule Modedesign lehrt. Lange, weite Hippieröcke wirkten wie ein Ventilator und sorgten schon beim Gehen für wohltuenden Luftzug bei hohen Temperaturen.

Ähnlich wie die Trekking-Sandalen ist indes ein weiteres ehemaliges "Spießerutensil" bei Dauersonnenschein das Mittel der Wahl, wie die Modeexperten vom Blog

"Les Mads" beobachtet haben. Die Rede ist von Tüchern. "Mittlerweile trägt man die hübschen Begleiter nicht nur klassisch um den Hals, sondern knotet sie lässig ins Haar, bindet sie ums Handgelenk oder verwendet sie als Gürtelersatz", heißt es da.

 

Auch Experte Müller-Thomkins beobachtet in der Sommermode besonders viele "Hybride" - also Utensilien auf der Grenze zwischen praktisch und schick. Auch auf dem Kopf gibt es dafür Beispiele: "Schlapphüte, Strohhüte, Kappen und Mützen" zählt er auf. "Das kommt auch wieder aus dem Outdoor-Umfeld." Eine Aufforderung, sich bei der Hitze modisch völlig gehen zu lassen, sei der Hang zum Praktischen aber keineswegs. "Hier ist viel zugelassen", sagt der Fachmann. "Das heißt aber nicht, dass alles geht und alles erlaubt ist."

dpa


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