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Mode

Schräg oder schön: Trends und Prominenz der Couture-Schauen

Handschuhe auf dem Laufsteg sehen nach Hausputz aus, Vanessa rockt und Conchita Wurst tritt bei Gaultier auf. Die Pariser Couture-Schauen bleiben ein sehenswertes Spektakel.
Raf Simons setzt für Christian Dior auf florale Muster auf unschuldigem Weiß. Foto: Ian Langsdon

Raf Simons setzt für Christian Dior auf florale Muster auf unschuldigem Weiß. Foto: Ian Langsdon

Paris. Die Pariser können aufatmen: Die Haute-Couture-Schauen in Paris sind am Donnerstag (10. Juli) zu Ende gegangen. 26 Modehäuser zeigten ihre Entwürfe der "Hohen Schneiderkunst" für Herbst/Winter 2014/15. Für die Stadtbewohner heißt das: keine Staus mehr wegen auf der Straße fotografierender Blogger, keine Limousinenschlangen, aus denen im Zeitlupentempo gestylte Moderedakteurinnen steigen und keine hysterischen Schreie angesichts ankommender Promis. Das Wichtigste vom Laufsteg und dem Drumherum:

 

Laufsteg-Trends:

 

- Affenfell-Look: Ob als schwarze Stola oder grüner Ärmel wie bei Schiaparelli oder als schwarz-weißes Jackenoberteil wie bei Giambattista Valli: Langhaar-Pelz in Orang-Utan-Optik gilt künftig als elegant.

- Reifröcke (ohne Reifen): Bei Chanel wölbte sich Neopren in die Form historischer Reifröcke, bei Dior kostbare Jacquard-Seide. Zum Glück kommen die heutigen Modelle ohne Fischbeinreifen aus.

- "Putzhandschuhe": Auch wenn sie nicht aus Gummi sind, sondern aus Samt oder Seide: Lange geraffte Handschuhe sehen irgendwie nach Abwasch aus.

 

Trends im Publikum:

 

- Jeans: als Jacke oder Hose. Als Komplett-Look, auch "Canadian Tuxedo" genannt, waren sie jedoch eher selten zu sehen. Schönste Jeansträgerin: Inès de la Fressange als Gast bei Valli.

- Häschen-Handy: Die Hülle fürs Smartphone in Hasenohrform soll witzig sein, ist aber eher peinlich. Auch sonst geschmackssichere Einkäufer benutzen sie.

- Hut tut gut: Blogger und Redakteure im Publikum trugen auffallend viele Hüte in verschiedenen Formen. Besonders beliebt: leicht verknautschte Filzmodelle.

 

Prominente:

 

- Conchita Wurst: Die Drag-Queen als Laufsteg-Mannequin in Jean Paul Gaultiers Gruftie-Schau. Schräg, aber irgendwie auch schön.

- Jennifer Lawrence: Kam zwar etwas spät zur Dior-Schau, posierte jedoch lachend extra noch einmal für wartende Fotografen.

- Vanessa Paradis: Die Sängerin gab ein Privatkonzert, zu dem Chanel einlud. Mit Karl Lagerfeld im Publikum und Benjamin Biolay als Duettpartner bezauberte sie rockend und tanzend im glitzernden Chanel-Dress.

dpa


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