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Mode

O'zogn is - Traditionelle Dirndl sind wieder in Mode

In ist, was schon lange da ist: Das ist das Motto bei der Trachtenmode für das Oktoberfest 2014. Traditionelle Muster und Farben, einfache Materialien und zünftige Motive sind wieder angesagt.
Ungewönliche Blusenform: Lola Paltinger hat diese hochgeschlossene Spitzenbluse entworfen.

Ungewönliche Blusenform: Lola Paltinger hat diese hochgeschlossene Spitzenbluse entworfen.

© Lola Paltinger

München. Klassisch, dezent, reduziert: Die Trachtenmode dieser Saison ist traditionell. Während die Dirndl der vergangenen Jahre häufig pompös glitzerten und glänzten, ist nun Zurückhaltung geboten. "Unaufdringlich und trotzdem schön lautet die Devise", erklärt die Modedesignerin Lola Paltinger den Trend zum

Oktoberfest (20. September bis 5. Oktober). "Die Dirndl haben einen nostalgischen Charakter." Hier sind die Trends im Überblick:

 

 

Stoffe: "Leinen, Baumwolle und Seide bleiben weiterhin die wichtigsten Materialen in der Tracht", erläutert Gabriele Hammerschick von Lodenfrey. Die Stoffe werden aufwendig bedruckt, etwa von Hand.

 

 

Farben: Pastell- und Nudefarben dominieren zum Beispiel die diesjährige Kollektion von Angermaier Trachten. "Aber auch mit den klassischen Trachtenfarben wie Rot, Brombeere, Blau oder Grün ist man perfekt angezogen", findet Nina Munz von Angermaier Trachten. Edel sind Brokatstoffe mit Blumenmustern.

 

 

Bluse: Für Munz sind Dirndl mit Schneewittchen-Kragen ein Hingucker. "Dieser tolle Stehkragen zaubert ein wunderschönes Dekolleté", erklärt die Expertin. Designerin Lola Paltinger favorisiert hochgeschlossene Spitzenblusen, die vorne einen kleinen Schlitz haben und das Dekolleté dezent betonen. Die Zeit der schulterfreien Carmenblusen ist hingegen vorbei. "Die sind out", sagt Hammerschick.

 

 

Schürze: Auch bei der Schürze ist weniger mehr. "Allerdings darf es hier schon ein bisschen schillern", empfiehlt Paltinger. Nur zu aufdringlich sollte die Schürze nicht sein. Wer sein Dirndl mit Stil tragen möchte, muss bei der Schürze einiges beachten: "Sie sollte zwischen drei und fünf Zentimeter kürzer als das Dirndl sein", erklärt Munz. Bloß nicht zu lang - das sehe nicht schön aus.

 

 

Kleiderlänge: Der Unterrock darf ebenfalls nicht zu lang sein - er soll nur in der Bewegung etwas hervorblitzen. Das Dirndl hingegen darf nicht zu kurz ausfallen. "Mini-Dirndl gehen gar nicht", erläutert Paltinger. Hübsch und sexy soll es zwar sein, aber nicht übertrieben. Bei Angermaier Trachten sind Dirndl mit einer Rocklänge von 65 Zentimetern eingeplant. Das sei laut Munz nicht zu kurz, aber mal etwas anderes als die klassischen 70 Zentimeter.

 

 

Accessoires: Zum Dirndl gehören traditionelle Accessoires, aber auch modische Beistücke sind möglich. Munz schlägt neben passendem Schmuck eine Tasche aus Loden mit Trachtenmotiven vor. Für Paltinger gehören die traditionellen weißen Trachtenstrümpfe dazu - diese gehäkelten, knielangen Modelle passen zu den klassischen Trachten der Saison. Außerdem rät sie zu hübschen, schlichten Flechtfrisuren, garniert mit Blumen. "Es müssen nicht immer große Hüte sein."

 

 

Schuhe: Bei den Schuhen sind weiterhin Pumps und Ballerinas angesagt. Hammerschick betont allerdings, dass der etwas grobe Haferlschuh und Cowboystiefel absolute No-Gos seien. Doch Vorsicht: Ein Absatzschuh auf der Wies'n ist nicht nur unbequem, sondern birgt auch Gefahren. "Es soll keiner beim Tanzen von der Bierbank stürzen", warnt Paltinger. Sie bevorzugt daher flache Ballerinas oder kurze, geschnürte Stiefel. "Wenn man den ganzen Tag unterwegs ist, muss der Schuh auch strapazierfähig sein."

dpa


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