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Mode, Tote, Ebola: London Fashion Week sucht Inspiration

Die Modekarawane ist an der Themse angekommen. Die Fashion Week in London hat nicht die Bedeutung von New York oder Paris - ist aber für ihre kreativen Varianten bekannt.
Die Modewelt blickt nach London: hier die Schau von Bora Aksu.

Die Modewelt blickt nach London: hier die Schau von Bora Aksu.

© Andy Rain

London. Schwarz war die Trendfarbe vieler Designer bei der gerade zu Ende gegangenen Fashion Week in New York. Welche Vorlieben sich im Rahmen der nächsten mehrtägigen Werkschau der Branche in London nun auf den Laufstegen im Somerset House oder dem Victoria and Albert Museum durchsetzen werden, ist noch offen.

Nur einen Tag nach dem Ende der Modewoche in der Metropole an der US-Ostküste hat die

Fashion Week in London (20. bis 24. Februar) begonnen. 5000 Journalisten und Einkäufer aus der ganzen Welt tummeln sich an der Themse, wo 78 Modeschöpfer bis zum 24. Februar ihre neuen Herbst/Winter-Kollektionen vorstellen werden.

 

Der Auftakt war ungewöhnlich: Rapper Kanye West, Designerin Victoria Beckham und weitere Stars der Mode- und Showbranche versammelten sich vor dem Gang zum Catwalk zunächst in der St. Pauls Cathedral. Mit einem Gottesdienst wurde dort an die im vergangenen Jahr gestorbene britische Modedesign-Professorin Louise Wilson erinnert.

Wilson hatte die britische Modeszene am Central Saints Martins College über zwei Jahrzehnte geprägt. Zu ihren Schützlingen gehörten Jonathan Saunders, Sophia Kokosalaki und Christopher Kane sowie der schon 2010 gestorbene Mode-Superstar Alexander McQueen.

Als dessen möglicher Nachfolger gilt in Fachkreisen der Brite Gareth Pugh, dessen Auftritt in der Hauptstadt mit großer Spannung erwartet wird. Der Londoner bringt seine Werke nach sieben Jahren in Paris und einem Gastspiel in New York erstmals wieder in der Heimat auf den Laufsteg.

Im Rahmen ihrer Fashion Week setzen die Londoner stark auf Talente von der Insel. Viele internationale Designer gehen dagegen nicht mit ihrer ersten Kollektion, dafür aber mit kreativeren Varianten an den Start. Die "Vogue" bezeichnete die Schau in London daher als die kreativste unter den großen Vier mit New York, Paris und Mailand.

Unter anderem werden Anya Hindmarch, der Trench-Coat-Schneider Burberry, Gummistiefel- Hersteller Hunter Original, Paul Smith, Pringle of Scotland, Topshop Unique und Vivienne Westwood ihre Produkte zeigen. Die Veranstalter ließen wissen, die Modebranche trage mittlerweile 26 Milliarden Pfund (35,2 Milliarden Euro) zum britischen Bruttoinlandsprodukt bei. Das sind 5 Milliarden Pfund mehr als noch 2009.

Zur Einstimmung auf die Fahion Week hatte das britische Supermodel Naomi Campbell die 61. Auflage mit einer großen Charity-Show eingeläutet. Am Abend vor der offiziellen Eröffnung versammelte die 44 Jahre alte Schönheit zahlreiche Prominente der Modebranche, um Geld für ihre Stiftung "Fashion for Relief" einzuholen. Die Erlöse sollen dem Kampf gegen Ebola zugute kommen.

dpa


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