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Mode

Maus- bis Aschgrau: Accessoires in gedeckten Tönen im Trend

Long-Beanie und Glockenhut bleiben, Sherlock-Holmes-Cappy und Mantella kommen: Für die Accessoire-Trends des kommenden Winters sind noch nicht einmal Minusgrade nötig.
Bei Bommeln und Puscheln an der Mütze gilt: je größer, desto besser.

Bei Bommeln und Puscheln an der Mütze gilt: je größer, desto besser.

© Federico Gambarini

Düsseldorf. Auch "indoor" sind sie erlaubt.

Noch vor wenigen Jahren galten sie eher als peinlich, drohten Frisur und Outfit zu ruinieren. Mittlerweile sind Kopfbedeckungen mehr als nur ein Schutz gegen Wind und Regen, sie gelten als Accessoire. Im Winter 2015/16 sind vor allem Bommelmützen, Schlapphüte mit breiter Krempe, Cappies aus Tweed - die an Sherlock Holmes erinnern - und sogenannte Mantellas angesagt. Letztere sind eine Mischung aus Poncho und Mantel. Bei den Bommeln und Puscheln an der Strickmütze gilt: je größer, desto besser.

Zum Tag des Hutes am Dienstag (25. November) haben Modeexperten in Düsseldorf die Neuheiten für den kommenden Winter vorgestellt. Auf der Branchenmesse

"Date - Düsseldorf Accessoires Total Emotions" (30. Januar bis 2. Februar) sollen die Trends dann offiziell gezeigt werden. Mehr als 50 Marken sind nach Messe-Angaben bei der sechsten Auflage der europäischen Neuheitenschau dabei.

 

"Von den Farben her, aber auch insgesamt präsentieren sich die Accessoires in der kommenden Wintersaison ruhiger und ernsthafter", sagte der Geschäftsführer des Deutschen Mode-Instituts, Gerd Müller-Thomkins. "Die Struktur ist wichtiger als das Dekor." Konkret heißt das: Von hellem Maus- bis dunklem Aschgrau liegt alles im Trend, Hingucker ist eher das Material. Tweed und Filz sollen eine große Rolle spielen. Wenn Muster vorhanden sind, dann in subtilen Schattierungen.

Einiges aus der aktuellen Saison wie Hüte in Glocken- und Zylinderform sowie der Long-Beanie - eine Mütze, die am Hinterkopf überschlappt - bleiben aber aktuell. "Es ist auch weiterhin erlaubt, die Accessoires 'indoor' als modisches Spielelement zu tragen", sagte Maria Bausch, Geschäftsführerin der Gemeinschaft Deutscher Hutfachgeschäfte (GDH). Die Temperatur sei längst nicht mehr entscheidend.

Der ästhetische Aspekt werde zunehmend wichtiger. In den vergangenen Jahren sei der Markt für Accessoires stark gewachsen, sagte Bausch. Mit Hüten, Taschen, Tüchern, Schals und Modeschmuck hat die Branche 2013 nach Angaben des Bundesverbands des Deutschen Textileinzelhandels ersten Berechnungen zufolge im Inland rund 85 Millionen Euro umgesetzt. Der Erlös der Bekleidungsindustrie insgesamt wird auf rund 55 Milliarden Euro geschätzt.

dpa


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