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Mode

Gut gerüstet: Outdoor-Mode muss vieles können

Einst trugen sie nur Abenteurer Outdoor-Bekleidung. Mittlerweile ist die Outdoor-Szene im Alltag angekommen. Outdoor der Messe Friedrichshafen (15. bis 18. Juli).
Mathias Basedow arbeitet für die European Outdoor Group.

Mathias Basedow arbeitet für die European Outdoor Group.

© ISPO/Jan Frommel

Friedrichshafen. inger, Bereichsleiter

Outdoor der Messe Friedrichshafen (15. bis 18. Juli).

 

"Es ist unheimlich trendig geworden." So sind die bekannten Logos der Outdoor-Marken für den Einsatz unter erschwerten Bedingungen mittlerweile zu einem vertrauten Anblick in den Städten geworden. "Es wird ein relativ kleiner Teil des High End auch am Berg eingesetzt", sagt Reisinger.

Das hängt auch damit zusammen, dass die Menschen ihre Freizeit nun zum Teil anders gestalten: Man bereitet sich nicht nur auf die Besteigung des Mont Blanc vor, die dann den Sommerurlaub ganz in Anspruch nehmen wird. Stattdessen fahren viele Menschen nur für ein Wochenende weg und wollen dann möglichst viele verschiedene Dinge machen - Kanufahren, Wandern, danach gemütlich im Biergarten sitzen.

Neue Outdoor-Trends spielen in diese Entwicklung rein: das Bouldern - Klettern ohne Seil - zum Beispiel. Das haben auch viele Jüngere in den Städten für sich entdeckt. Daraus ergibt sich ein anderes Verständnis von Outdoor, sagt Mathias Basedow von der European Outdoor Group. Fürs Bouldern braucht man keine großen Schulungen. Man geht für einen halben Tag hin, danach zieht man mit den Freunden weiter. Bei der Bekleidung macht sich diese Entwicklung in Crossover-Produkten bemerkbar. Etwa in Hosen, die flexibel genug fürs Bouldern sind, aber auch für den Kneipenbesuch geeignet sind.

Bei den Jacken findet sich das Crossover-Thema ebenfalls. Für die vielen Aktivitäten am Wochenende möchte man eine Jacke mitnehmen, nicht fünf verschiedene, erklärt Trendexperte Ralf Stefan Beppler. Dafür werden die Materialien leichter.

Bei den Entwicklungen im Material hat Trendexperte Beppler noch eine andere Neuheit ausgemacht - die Atmungsaktivität werde weiter verbessert. Statt Air Permeability heißt das neue Konzept Breathability: Eine neue Generation der Membran mit anderer Struktur ist noch atmungsaktiver, weil sie noch luftdurchlässiger ist.

Doch nicht nur eine Verbesserung der Leistung und die Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten steht bei den neuesten Entwicklungen im Vordergrund, sondern auch Nachhaltigkeit: "Allgemein geht der Trend dazu, dass nachhaltige Materialien verwendet werden", sagt Basedow. Bei der Herstellung, dem Gebrauch und später dem Recycling versuche man, auf geringe Umweltbelastung zu achten. "Alle großen Hersteller sind jetzt in der Richtung unterwegs", sagt halten, sagt Reisinger.

Jenseits der Bekleidungsschiene macht vor allem eine Entwicklung im Outdoor von sich reden: Glamping. "Wir haben eine ganz klare Zunahme von Camping in Deutschland", sagt Beppler. Und das wird teils komfortabler: Die Matten sind dicker, statt eines fummeligen Expeditionskochers gibt es den größeren Gasgrill, und Zelte haben Stehhöhe, mehrere Kabinen und einen großzügigen Gemeinschaftsraum.

Die Zeltmaße des Glampings passen zur Entwicklung, dass die Outdoor-Branche sich vermehrt an den Ansprüchen von Familien orientiert. "Es ist auch eine Familienaktivität geworden", sagt Basedow. Aber nicht nur: Glamping boomt unter anderem, weil die älteren Generationen mehr campen, sagt Beppler.

dpa


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