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Kosmetik

Forever young: Was die Haut verjüngt

Auch mit 40, 50 oder 60 jung aussehen - wer will das nicht? Der Haut kommt für diesen Wunsch eine besondere Rolle zu. Moderne Methoden und Produkte sollen helfen, sie zu verjüngen. Welche das sind, erklären Experten.
Frisch und jung: Strahlt die Haut, macht der Blick in den Spiegel gleich mehr Spaß.

Frisch und jung: Strahlt die Haut, macht der Blick in den Spiegel gleich mehr Spaß.

© Magdalena Rodziewicz

Bremen. Von der ewigen Jugend träumen die Menschen schon lange. Bis heute kann man das Alter leier nicht aufhalten. Gegen die Zeichen der Zeit kann man aber einiges unternehmen.

Das wichtigste Kennzeichen jugendlichen Aussehens ist dabei die Haut. "Ob es uns gut geht oder nicht, kann man buchstäblich an der Oberfläche unseres Körpers sehen. Daher sprechen wir auch von schöner Haut, wenn wir eine jugendliche Haut meinen", erklärt die Dermatologin Uta Schlossberger. Feuchtigkeit ist eines der besten Mittel, um Anzeichen der Alterung zu mindern. Denn sie sorgt dafür, dass die Haut von innen sanft aufgepolstert wird - kleine Fältchen verschwinden, der Teint wirkt glatter und straffer.

Aber im Laufe der Jahre verliert das menschliche Gewebe seine Fähigkeit zur Feuchtigkeitsspeicherung. Hier kann die sogenannte Tiefenhydration helfen: "Dabei wird die Haut von innen mit wertvoller Feuchtigkeit versorgt. Während der Behandlung werden Mikroreservoirs von stabilisiertem Hyaluron in die Haut injiziert", erklärt Hautarzt Stefan Duve. "Diese weiche, gelartige Substanz absorbiert Wasser und versorgt die Haut auch in den tieferen Schichten."

Allergien sind bei der Injektion von Hyaluronsäure nicht bekannt. Mittlerweile ist die Beauty-Forschung soweit, dass die Säure, die heute aus Mikroorganismen wie Weizen gewonnen wird, auch von außen aufgenommen werden kann, durch Cremes und Seren.

Ein weiterer Baustein der jungen Haut ist das Kollagen. Dieses Protein ist mit rund 60 Prozent der Hauptbestandteil des Bindegewebes und sorgt für dessen Elastizität, sprich die Straffheit der Haut. Die Kollagenproduktion lässt im Laufe der Zeit nach. Dagegen kennt die Kosmetik heute zwei Möglichkeiten: zum einen Cremes, die die körpereigene Produktion anregen. Das tun etwa Peptide, die quasi eine Verletzung der Kollagen bildenden Zellen simulieren und somit ihre Reparaturmechanismen anregen.

Zum anderen gibt es minimal invasive Methoden. Eine Möglichkeit ist zum Beispiel das sogenannte Medical-Needling. "Dabei werden die Selbsterneuerungs-Mechanismen der Haut auf natürlichem Weg aktiviert und die Neuproduktion von Kollagen- und Elastinfasern angeregt", erläutert Roman Zirwen, Arzt für Ästhetische Medizin und Anti-Aging in Bremen. Beim Medical-Needling macht sich die Kosmetik das Prinzip der Narbenbildung zu eigen: Eine Narbe besteht aus Kollagen, allerdings bildet sich das Gewebe unregelmäßig. Anders ist es bei sogenannten Mikro-Verletzungen. Diese sind so winzig, dass danach keine Narbe entsteht. Dennoch wird durch diese Verletzung die Bildung von neuem Kollagen angeregt, das sich gleichmäßig verteilt.

Wichtig ist beim Medical-Needling eine sorgfältige Hygiene: Auch bei mikroskopisch kleinen Verletzungen kann es sonst zu Infektionen kommen. Das Risiko dafür wird aber als sehr gering eingestuft.

Neben den kosmetischen Maßnahmen wird ein weiterer Bereich innerhalb des Anti-Agings immer wichtiger: "Gesunde Ernährung zusammen mit ausreichend Schlaf und Verzicht auf Nikotin sind immer noch die wirksamsten Faktoren gegen frühzeitiges Altern", bringt Uta Schlossberger es auf den Punkt.

dpa


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