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Kosmetik

Besondere Wirkung? Föhne mit Ionentechnik im Test

Schönere und gesündere Haare, die sich nicht statisch aufladen: Das ist das Werbeversprechen von Haartrocknern mit Ionenfunktion. Ob die Geräte das auch einhalten, hat die Stiftung Warentest jetzt geprüft.
Föhne mit Ionentechnik trocknen die Haare ebenso wie normale Geräte.

Föhne mit Ionentechnik trocknen die Haare ebenso wie normale Geräte.

© Britta Pedersen

Berlin. Die Stiftung Warentest hat elf Föhne mit Ionentechnik untersucht. Der Praxistest zeigte, dass es im Vergleich mit anderen Modellen ohne diese Technologie kaum Unterschiede im Ergebnis gibt.

Die Ionenteilchen, die mit dem Luftstrom auf das Haar kommen, sorgten weder für nachweislich mehr Volumen noch für weniger sprödes Haar, berichtet die Zeitschrift "test" (Ausgabe Januar 2015). Daneben habe es kaum Unterschiede bei der Weichheit gegeben. Sinnvoll sei die Technik aber für Menschen mit fliegendem Haar: Der Ionenstrom einiger Geräte wirke elektrostatisch aufgeladenen Haaren entgegen.

So funktioniert Ionentechnik: Ein Generator erzeugt ein elektrisches Feld mit hoher Spannung, indem negativ geladene Moleküle entstehen. Der Luftstrom reißt diese Teilchen mit und bläst sie auf das Haar. Sie sollen dort die positiv geladenen Teilchen auf dem Kopf neutralisieren, die das Haar fliegen lassen.

Und diese Ionen spalten das Wasser auf dem Haar in kleinste Wassermoleküle auf, die schneller verdunsten, erklärt Jens Dagné von der Friseurvereinigung Intercoiffure Deutschland. Das soll das Haar in kürzerer Zeit trocknen - was ihm gut tut. Denn heiße Föhnluft greift das Haar an und schädigt es auf Dauer. Außerdem sollen die übrig gebliebenen und nicht verdunsteten Wassermoleküle aufgrund ihrer kleinen Größe in den Haarschaft eindringen können. Das hält die Kittmasse im Haar gesund und feucht, was für Glanz und Elastizität sorgt.

In punkto Sicherheit hatten sowohl Geräte mit als auch ohne Ionentechnik Probleme, berichtet "test". Zwar fiel der Test 2014 positiver aus als noch eine Studie 2009, aber die Dauerprüfung bestanden drei Modelle nicht.

Unter den 13 Ionen-Föhne erhielt ein Gerät die Note Eins, sechs die Note Zwei, drei schafften ein "Befriedigend" und ein Gerät nur ein "Ausreichend". Bei den fünf Geräte ohne Ionentechnologie erhielten zwei Geräte die Note "gut", drei ein "Mangelhaft". Zu den Testsiegern zählen Braun Satin Hair 7 HD 710, Philips HP8232, Remington AC5911 und Ok OHD 202-S.

dpa


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