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Ernährung

Zum Heulen scharf: Meerrettich als Bakterienkiller

Die Schärfe von Meerrettich treibt einem schnell mal die Tränen in die Augen. Trotzdem bereichert die weiße Wurzel die Speisekarte - nicht nur wegen ihres markanten Geschmacks, sondern auch weil sie viele gesunde Stoffe enthält.
Für manche ist die Schärfe von geriebenem Merrettich zu intensiv, aber sie hat Vorteile für den Körper.

Für manche ist die Schärfe von geriebenem Merrettich zu intensiv, aber sie hat Vorteile für den Körper.

© Wolfgang Kumm

Bonn. Pur ist er vielen Menschen zu scharf. Meerrettich wird deshalb oft mit Essig oder Sahne zu Soßen gemischt. Schuld an dem scharfen Geschmack und Geruch von Meerrettich - auch Kren oder Pfefferwurzel genannt - ist die große Menge an sogenannten Thiocyanaten. Die Schärfe hat für den Körper aber Vorteile: Meerrettich enthält viele Stoffe, die gegen Bakterien, Pilze und Viren helfen. Trotz seines farblosen Äußeren ist die Wurzel sogar der Zitrone überlegen. Meerrettich enthält doppelt so viel Vitamin C wie die Zitrusfrucht, außerdem Kalium und Kalzium.

Um die Wurzel zu verwenden, muss sie gesäubert und geschält werden. Dann wird das Weiße geraspelt. Geriebener Meerrettich lässt sich gut einfrieren, kann aber auch in Essig aufbewahrt werden. Mit saurer Sahne und Zitronensaft mischt man eine scharfe Soße zu Fleisch. Zu kaltem Fleisch oder Fisch passt Meerrettichsahne. Wer nichts von der Schärfe verlieren will, gibt das Gewürz beim Kochen besser erst am Ende zum Essen. Sonst verliert es durch die Hitze seine typisch beißende Eigenschaft.

dpa


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