Navigation:
Ticket-Shop Anzeigen- und Abo-Service

Ernährung

Vollwert-Ernährung: Clean Eating ist in Mode

Naturbelassene Lebensmittel frisch zubereitet genießen - das ist die Kernidee von Clean Eating. Der Ernährungstrend findet wohl auch deshalb zunehmend Anhänger, weil er vergleichsweise unkompliziert ist und man fast nichts falsch machen kann.
Frisch gepflückt auf den Teller: Die Anhänger der Clean Eating-Philosophie achten darauf, dass Lebensmittel vor dem Verzehr möglichst wenig verarbeitet sind. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert

Frisch gepflückt auf den Teller: Die Anhänger der Clean Eating-Philosophie achten darauf, dass Lebensmittel vor dem Verzehr möglichst wenig verarbeitet sind. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert

Wettenberg. Frisch und gesund essen, Fertiggerichte und industriell verarbeitete Lebensmittel meiden. Selber kochen - mit viel Obst, Salat, Gemüse und Vollkornprodukten. Das ist die Kernidee vom Clean Eating. Auch Fisch, Fleisch und Milchprodukte sind erlaubt.

Das ist eigentlich nicht neu. Das aus Amerika kommende Ernährungskonzept erobert aber auch deutsche Küchen. "In erster Linie geht es beim cleanen Ernährungsstil darum, den Körper dauerhaft mit wertvollen Vitalstoffen und nicht mit leeren Kalorien zu versorgen", erläutert

Christina Wiedemann, Autorin eines Clean-Eating-Kochbuchs. Dafür sollten die Nahrungsmittel vollwertig und wenig verarbeitet sein. Rohkost, aber auch die schonende Zubereitung mit hochwertigen Fetten spiele dabei eine Rolle.

Im Prinzip sei Clean Eating "Vollwert-Ernährung im modernen Gewand", sagt Ernährungswissenschaftlerin Kathi Dittrich vom Verband für Unabhängige Gesundheitsberatung (UGB). Die Inhalte seien nicht neu, aber die Aufmachung: Auch Fitness und gutes Aussehen spielen eine Rolle. Konkrete gesundheitliche Auswirkungen wie etwa die Reduzierung von Kopfschmerzen oder die Verbesserung des Hautbildes durch Clean Eating seien aber nicht wissenschaftlich belegt.

Auch Prof. Daniel König von der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg sagt, dass das Konzept im Großen und Ganzen den zehn Regeln für eine vollwertige Ernährung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) entspreche. Somit sei es durchaus möglich, sich mit Clean Eating "gesund, ausgewogen und ohne Defizite zu ernähren".

Dittrich weist allerdings darauf hin, dass es keine klare Definition des Begriffs Clean Eating gibt und der Ernährungsstil unterschiedlich ausgelegt wird. Wenn beispielsweise eine sehr proteinreiche und kohlenhydratreduzierte Ernährung propagiert werde, sei das mit Vorsicht zu betrachten.

Dass es möglich ist, mit Clean Eating abzunehmen, ohne Kalorien zu zählen, bestätigt Ernährungsmediziner König. Die ballaststoffreiche Ernährung mit viel frischem Gemüse und Vollkornprodukten macht mit vergleichsweise wenig Kalorien schnell satt, wie er sagt. Wenn außerdem der zugesetzte Zucker und die Fette aus Fertigprodukten wegfallen, nehme man automatisch weniger Kalorien zu sich.

Wer seinen Lebensstil auf Clean Eating umstellen möchte, sollte zunächst aufräumen, rät Wiedemann. "Befreien Sie Ihren Vorratsschrank von stark verarbeiteten Lebensmitteln." Dittrich empfiehlt, mit dem Weglassen anzufangen: Zunächst Zucker und Weißmehl aus der Ernährung streichen und dann schrittweise mehr Obst, Gemüse und Vollkornprodukte in den Speiseplan einbauen.

Wichtig ist es laut Wiedemann, den Tag mit einem cleanen Frühstück zu beginnen und insgesamt bis zu fünf kleine Mahlzeiten täglich zu sich zu nehmen. Als Frühstück schlägt Wiedemann Overnight Oats - das sind über Nacht in Milch oder Pflanzenmilch eingeweichte Getreideflocken - vor. Wer es deftiger mag, kann beispielsweise einen Räucherlachs-Avocado-Dill-Aufstrich wählen, der gut zu selbst gebackenem Dinkel-Roggen-Brot passt.

Wiedemann schätzt an der cleanen Ernährung, dass sie "völlig unkompliziert" sei und sich leicht in den Alltag integrieren lasse. Und vielleicht ist es gerade diese entspannte Herangehensweise, die gut in den heutigen Lifestyle passt. Sie betont: Jeder entscheidet selbst, wie streng er sich an die Regeln hält.

Literatur:

Christina Wiedemann: Clean Eating - Das Kochbuch, Naumann & Göbel; 128 Seiten, 7,99 Euro, ISBN-13: 978-3-625-17492-9

dpa


Nächster Artikel
Nächster Artikel
Vorheriger Artikel
Voriger Artikel

Anzeige




Jubiläum




Wünsche




Terra-Tech




Lokschuppen-Sanierung

Lokschuppen-Sanierung: Sollten Marburger über die Umsetzung eingereichter Projektangebote abstimmen dürfen?

Sport-Tabellen




Spielerkader




zur Galerie

Fußballfotos vom Wochenende

Sonderveröffentlichungen




Spielplatz-Serie




LWL-Shop




Mit der OP durch das Gartenjahr




Blende 2016




Heimatprämie sichern!




Instagram

Meistgelesene Artikel

Schüler lesen die OP




Kommentare




OP kostenlos lesen




Der Online-Shop der OP




Städtewetter
Ihre Stadt/Ihr Ort
Tagestemperatur
°
Tiefsttemperatur
°
Regenprognose
%
Windstärke
km/h
Pollenflug
Ihre Wettervorschau
zur Galerie

Willkommen im Leben:

Die Transfers im Landkreis




Die OP-Serien

Mmmm, wie das duftet! Das Rezept für diesen saftigen Stollen finden Sie unten im Text. Foto: Hartmut Berge Besser Esser

Christstollen: Ein Gebäck fürs ganze Jahr

Als die OP Mike Schmidt in der Backstube besucht, riecht es nach Rosinen und Mandeln. Der 39-Jährige macht das, was seine Vorfahren schon vor rund 180 Jahren in der Vorweihnachtszeit praktizierten: Er backt Stollen. mehrKostenpflichtiger Inhalt

In 12 Schritten zum perfekten ChriststollenGalerie   



90 regionale Rezepte: Das Besser-Esser-Buch


Das Besser Esser Buch mit 70 regionalen Rezepten.

Die Grill-App der Oberhessischen Presse


Rostkost: Rezepte und Grilltechnik




  • Sie befinden sich hier: Ernährung – Vollwert-Ernährung: Clean Eating ist in Mode – op-marburg.de