Navigation:
Ticket-Shop Anzeigen- und Abo-Service

Ernährung

Farbenfroh und deftig - Jetzt kommt die Eintopf-Vielfalt

Im Herbst steigt bei vielen Menschen der Appetit auf deftige Kost. Eintöpfe gehören daher jetzt auf Speiseplan. Kürbis, Kohl und Knollengemüse liefern reichlich Material dafür.
Leuchtend gelb-orange: Ein Süßkartoffel-Kürbis-Topf mit roten Zwiebeln und Currypaste bringt Herbstfarben auf den Tisch.

Leuchtend gelb-orange: Ein Süßkartoffel-Kürbis-Topf mit roten Zwiebeln und Currypaste bringt Herbstfarben auf den Tisch.

© Dr. Oetker Verlag

Berlin. Wenn es draußen ungemütlich wird, haben wärmende Eintöpfe Hauptsaison. An Hobbyköche stellen sie nur geringe Anforderungen: Eine große Auswahl an saisonalem Gemüse wartet darauf, nach Lust und Laune kombiniert zu werden. Möhren und Mais, Zwiebeln, Kartoffeln gibt es, Sellerie, Lauch und Kürbis kommen hinzu. Auch die milderen Kohlsorten, Spitzkohl und Wirsing, sowie Kohlrabi sind nun zu haben, sagt Laura Gross von der Verbraucher Initiative in Berlin. Hülsenfrüchte und Pilze vervollständigen das Spektrum.

Wenn es kühler wird, darf die Küche ruhig ebenfalls etwas deftiger sein. "Das liegt auch am Biorhythmus: Man will sich mit Nahrhaftem für den Winter wappnen", erklärt Irmela Erckenbrecht vom Vegetarierbund Deutschland (Vebu). Jetzt sind kohlenhydratreiche Gemüse wie Pastinaken oder Steckrüben und vor allem Hülsenfrüchte wie Erbsen, Bohnen und Linsen gefragt.

In der klassischen Hausmannsküche sorgt vor allem Fleisch für kräftige Aromen. "Früher war fetter Speck dafür der Garant", sagt Carola Reich vom Dr. Oetker-Verlag, der mehrere Eintopf-Kochbücher im Programm hat. "Heute wird das viel pfiffiger gemacht. Da wird auch mal eine Chorizo oder Kabanossi verwendet, gerne magerer Speck oder auch Kassler." Zur Deftigkeit tragen auch Räucheraromen bei. "Dafür werden das Fleisch, aber auch Zwiebeln, Gemüse oder Kartoffeln gerne angebraten und dann abgelöscht", erklärt Gross.

Mit der Zutatenkombination alleine ist es jedoch nicht getan. Die Basis jedes Eintopfs ist eine gute Brühe. Eine Gemüsebrühe wird am besten selbst aus Suppengrün hergestellt. "Das macht zwar etwas Arbeit, doch Brühe kann man auch auf Vorrat kochen und dann in Portionen einfrieren", sagt Erckenbrecht.

Eine Fleischbrühe wird am besten aus stückigem Fleisch gekocht. "Statt gar zu magerem Fleisch wird besser ein durchwachsenes Stück wie eine Rinderbrust oder ein Kassler Nackenstück verwendet", rät Reich. Sie verweist darauf, dass Fett ein wichtiger Geschmacksträger ist. "Es kann dann nach dem Abkühlen abgeschöpft werden."

Auch Kräuter und Gewürze leisten ihren Beitrag zur kräftigen Richtung der Eintöpfe. "Wichtige Gewürze sind Kreuzkümmel und Koriander, Curry und Paprika", zählt Reich auf. Gut mache sich auch der etwas in Vergessenheit geratene Piment. Ein typisches Herbst- und Wintergewürz ist darüber hinaus Ingwer. "Das wärmt enorm", begründet Erckenbrecht.

Sollen die einzelnen Zutatenstücke des Eintopfs später auf dem Teller besonders zur Geltung kommen, dann macht es sich gut, die Brühe durch ein Sieb zu geben, bevor die eigentlichen Zutaten hinein kommen. Eine sämige Konsistenz dagegen lässt sich erzielen, indem einige zerdrückte Kartoffeln untergerührt werden. Ist die Brühe fertig, kommen die klein geschnittenen oder gewürfelten Zutaten hinein - die härtesten zuerst, die zartesten in letzter Minute.

Eintöpfe jeder Art lassen sich gut und auch in größeren Mengen vorbereiten. Reste können entweder wenige Tage im Kühlschrank aufbewahrt oder eingefroren werden. "Dann sollte man den Eintopf-Teil, der später verzehrt werden soll, nicht bis zu Ende garen, sonst werden die Bestandteile beim Erwärmen zu weich."

Bleiben mal unvorhergesehen Reste im Topf, dann können auch diese eingefroren werden. Nach dem Erwärmen auf kleinerer bis mittlerer Hitze bietet es sich dann an, den Eintopf zu pürieren und so in eine cremige Suppe zu verwandeln.

 

Literatur:

 

- Suppen und Eintöpfe von A–Z, Dr. Oetker, 9,99 Euro, ISBN-13: 978-3-7670-1341-4

- Heute mal Eintopf! Dr. Oetker, 14,99 Euro, ISBN-13: 978-3-7670-0671-3

- Marie Langenau: Meine bunte Herbstküche, Christian, 19,99 Euro, ISBN-13: 978-3-86244-530-1

- Cornelia Klaeger/Claudia Bruckmann: Das Teubner Handbuch Suppen & Eintöpfe, GU, 12,99 Euro, ISBN-13: 978-3-8338-1832-5

dpa


Nächster Artikel
Nächster Artikel
Vorheriger Artikel
Voriger Artikel

Anzeige




Jubiläum




Wünsche




Terra-Tech




Sport-Tabellen




Spielerkader




zur Galerie

Fußballfotos vom Wochenende

Sonderveröffentlichungen




Spielplatz-Serie




LWL-Shop




Mit der OP durch das Gartenjahr




Blende 2016




Heimatprämie sichern!




Instagram

Meistgelesene Artikel

Schüler lesen die OP




Kommentare




OP kostenlos lesen




Der Online-Shop der OP




Städtewetter
Ihre Stadt/Ihr Ort
Tagestemperatur
°
Tiefsttemperatur
°
Regenprognose
%
Windstärke
km/h
Pollenflug
Ihre Wettervorschau
zur Galerie

Willkommen im Leben:

Die Transfers im Landkreis




Die OP-Serien

Eine Vergleichsstudie zwischen Marburg und Osnabrück hat die Wirksamkeit von Karies-Präventionsprogrammen in Marburger Schulen bewiesen. Foto: dpa Kariesprophylaxe

Marburger Schüler haben die besseren Zähne

Marburg nimmt beim Kampf gegen Karies eine Vorreiterposition ein. Dies beweist eine Studie von Professor Klaus Pieper, Leiter der Abteilung Kinderzahnheilkunde der Marburger Zahnklinik. mehrKostenpflichtiger Inhalt



90 regionale Rezepte: Das Besser-Esser-Buch


Das Besser Esser Buch mit 70 regionalen Rezepten.

Die Grill-App der Oberhessischen Presse


Rostkost: Rezepte und Grilltechnik




  • Sie befinden sich hier: Ernährung – Farbenfroh und deftig - Jetzt kommt die Eintopf-Vielfalt – op-marburg.de