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Ernährung

Das große ABC der Currywurst

Das große ABC der Currywurst
Keine leichte Kost: Eine Currywurst hat rund 400 Kalorien - fast so viel wie eine 100-Gramm-Tafel Vollmilchschokolade.

Keine leichte Kost: Eine Currywurst hat rund 400 Kalorien - fast so viel wie eine 100-Gramm-Tafel Vollmilchschokolade.

© Daniel Bockwoldt

Berlin. Sie gilt als der beliebteste Imbiss vieler Deutscher, sie hat Autoren und Filmemacher inspiriert und sogar ihr eigenes Museum: die Currywurst. Wer sie erfand und was der Autobauer Volkswagen mit ihr zu tun hat, gibt's hier von A bis Z:

 

A wie Automat:Saarbrücker Studenten haben eine Currywurst-Maschine erfunden. Der "Currymax" bereitet den Snack in etwa sieben Minuten zu. Die Wurst wird automatisch per Heißluftföhn gegrillt, in einem Schneidewerk zerteilt und dann mit Currysoße übergossen.

 

 

B wie Briefmarke: Unter dem Titel "In Deutschland zu Hause: Einfallsreichtum - Deutsche Erfindungen" schaffte es die Currywurst 2011 zusammen mit Thermoskanne und Teebeutel auf eine 45-Cent-Briefmarke der Deutschen Post.

 

 

C wie Curry-Krieg: Seit Jahren streiten sich Hamburg und Berlin um den Titel "Heimatstadt der Currywurst". Wo sie erfunden wurde, wird vermutlich niemals abschließend geklärt werden.

 

 

D wie Darm: Mit oder ohne? - Das ist die Frage, wenn es in Berlin um die Currywurst geht. Den kulinarischen Renner gibt es in der Hauptstadt wahlweise mit oder ohne Naturdarm.

 

 

E wie Entdeckung der Currywurst: So heißt eine 1993 erschienene Novelle von Uwe Timm, die Hamburg zur Heimatstadt der Currywurst erklärt. 2008 wurde die Geschichte verfilmt.

 

 

F wie Festvial: Zum achten Mal hat das rheinland-pfälzische Neuwied Anfang Februar das "Festival der Currywurst" mit schätzungsweise 60 000 Besuchern gefeiert. Dutzende Stände lockten mit Wurstkreationen.

 

 

G wie Grönemeyer:"Gehse inne Stadt, wat macht dich da satt? Ne Currywurst. Kommse vonne Schicht, wat schönret gibt et nich als wie Currywurst", sang Herbert Grönemeyer schon 1982 über die Kalorienbombe. Der Text stammt von Schauspieler Diether Krebs.

 

 

H wie Herta Heuwer: Die Kioskbesitzerin gilt zumindest in Berlin als die Mutter der Currywurst. Sie soll die Soße erstmalig 1949 in Charlottenburg aus Langeweile zusammengerührt haben.

 

 

Imbiss: Eine Gedenktafel aus Edelstahl in der Kantstraße 101 in Berlin erinnert an Heuwers damalige Imbissbude, womöglich die Geburtsstätte der Currywurst.

 

 

J wie Jedermann: Die Currywurst gilt als volksnahes Gericht. Sie ist trotzdem schon lange salonfähig in hohen Kreisen: Gerhard Schröder aß sie zu Kanzlerzeiten beispielsweise gerne bei offiziellen Terminen, zum Beispiel 2002 beim Berlin-Besuch des damaligen US-Präsidenten George W. Bush. Der bevorzugte allerdings Apfelstrudel.

 

 

K wie Kalorien: Allein die Wurst hat schon rund 400 Kalorien - fast so viel wie eine 100-Gramm-Tafel Vollmilchschokolade. Soße und Pommes dazugerechnet, kommt der Liebhaber schon auf über 1000 Kalorien - etwa die Hälfte des Kalorien-Tagesbedarfs für einen Erwachsenen, der am Schreibtisch arbeitet und kaum Sport treibt.

 

 

L wie Leibspeise: Nach einer vor kurzem in Düsseldorf vorgelegten Auswertung des Menüanbieters Apetito ist die "Currywurst mit Westernpommes" bereits seit mehr als einem Jahrzehnt unangefochten das Lieblingsessen der Deutschen in der Kantine am Arbeitsplatz.

 

 

M wie Mantaplatte: So heißt eine Kombination aus Currywurst mit Pommes frites, Ketchup und Mayonnaise, die vor allem im Ruhrgebiet beliebt ist. Das Menü wird auch süffisant "Schimanski-Teller" genannt, nach dem legendären Tatort-Kommissar. Weitere Kosenamen für die Currywurst sind "Asi-Teller", "Bratwurst-Carpaccio" oder "Kanzler-Teller".

 

 

N wie Nummer 721319: So lautet die Nummer, unter der die Berlinerin Heuwer sich ihre Currywurst-Soße im Jahre 1959 patentieren ließ. Ihr extravaganter Name dafür: "Chillup".

 

 

O wie Opium des Volkes: 800 Millionen Currywürste verdrücken die Deutschen laut dem Deutschen Currywurst-Museum jedes Jahr. 70 Millionen davon allein in der Bundeshauptstadt.

 

 

P wie Plakat: "Currywurst ist SPD" - mit diesem Slogan zogen Nordrhein-Westfalens Sozialdemokraten 2012 in den Landtagswahlkampf. Das Plakat ging als Sieger aus einem Wettbewerb hervor und bekam Tausende "Gefällt mir"-Klicks auf Facebook.

 

 

Q wie Qualen: Curry hat stets eine gewisse Würze, doch manche Imbissbudenbesitzer tröpfeln geradezu höllisch scharfe Soßen auf die Wurst. Statt Geschmack gibt es dann Atemnot, Magenkrämpfe und Schweißausbrüche.

 

 

R wie Ruhrgebiet: Neben Berlin und Hamburg gilt das Ruhrgebiet als die dritte Hochburg der Currywurst. Im Gegensatz zur Hauptstadt ist die Currywurst dort häufig keine Brüh- sondern eine würzige Bratwurst und wird meist mit einer Schneidemaschine statt von Hand zerkleinert.

 

 

S wie Scoville: Scoville bezeichnet das Maß für Schärfe. Benannt ist die Skala nach dem US-Pharmazeuten Wilbur Scoville. Die Skala reicht von Null bis 16 Millionen.

 

 

T wie Touristenattraktion: Für Berlin-Besucher ist die Wurst eine Attraktion für sich. Sie zieht es meist zu bekannten Imbissen wie Konnopke oder Curry 36 sowie in das 2009 eröffnete Currywurst-Museum.

 

 

U wie ungenießbar: Die Nationalelf musste auf Currywurst bis zum Weltmeistertitel verzichten. Mannschaftskoch Holger Stromberg achtete in Brasilien stets auf eine ausgewogene Ernährung für die Spieler.

 

 

V wie Volkswagen:1973 kam beim Autobauer in Wolfsburg die erste werkseigene Currywurst auf den Teller. 2012 produzierte die VW-Fleischerei in geheimer Rezeptur mehr als sechs Millionen Würste. Aneinandergereiht ergeben sie eine Strecke von Flensburg bis zum Gardasee.

 

 

W wie Wettbewerb: Ess-Meisterschaften rund um die Wurst werden in Deutschland immer beliebter. Dabei geht es in der Regel nicht um die Anzahl der verspeisten Würste, sondern um immer schärfere Soßen.

 

 

X wie XXL: Die längste Currywurst der Welt: Werbewirksam schaffte es ein Großkücheneinrichter in Wolfenbüttel mit seiner 175,5 Kilogramm schweren und 320 Meter langen Currywurst ins Guinness Buch der Rekorde 2012.

 

 

Y wie Youtube: Wurst im Web: Auf 48 500 Treffer bringt es das Suchwort Currywurst auf dem Videoportal - mit Clips über Rezepte, Fernsehbeiträge und Schärfe-Wettessen. Die Currywurst-Community auf Facebook zählt mehr als 22 400 "Gefällt mir"-Klicks.

 

 

Z wie Zutaten:Die klassische Currywurst besteht aus Schweinefleisch. Eine selbst gemachte Berliner Curry-Tunke enthält meist passierte Tomaten oder Tomatenmark, Currypulver, Chilipulver, Paprika edelsüß und rosenscharf, Worcestershiresoße, Zucker, Salz und Wasser.

dpa


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