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Ernährung

Bauern erwarten niedrigere Lebensmittelpreise 2015

Nach robusten Jahren macht den deutschen Landwirten ein Preisrutsch im globalen Agrarhandel zu schaffen. Viele Höfe dürfte das 2015 hart treffen. Für Supermarktkunden hat die Situation eine positive Seite.
Was für die deutschen Bauern schlechte Nachrichten sind, dürfte Verbraucher freuen: Im kommenden Jahr könnten die Preise für Lebensmittel sinken.

Was für die deutschen Bauern schlechte Nachrichten sind, dürfte Verbraucher freuen: Im kommenden Jahr könnten die Preise für Lebensmittel sinken.

© Patrick Seeger

Berlin. Die Verbraucher in Deutschland können aus Sicht der Bauern im neuen Jahr mit günstigeren Lebensmitteln rechnen. Die Preise dürften das Niveau halten, es könne sogar "eher ein Minus" geben, sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied in Berlin. Hintergrund ist ein drastischer Einbruch der Weltmarktpreise, der die Geschäftsaussichten der deutschen Landwirte nach drei starken Jahren absacken lässt. Für das laufende Wirtschaftsjahr 2014/15 rechnet der Bauernverband mit Ergebnisrückgängen im zweistelligen Prozentbereich in allen Sparten. Zuletzt waren die Gewinne aber erneut gestiegen.

Im vergangenen Wirtschaftsjahr 2013/14, das bis Ende Juni lief, legte das Unternehmensergebnis pro Betrieb um sechs Prozent auf durchschnittlich 67 300 Euro zu. Davon sind noch Investitionen zu finanzieren. Während Milchbauern ein Gewinnplus von 38 Prozent verbuchen konnten, verzeichneten Ackerbauer ein Minus von 23 Prozent. Bei Schweine- und Geflügelhaltern schlug ein Zuwachs von 7 Prozent zu Buche, ebenso bei Bio-Höfen.

Negativ auf die Preise für die Erzeuger ausgewirkt hat sich auch der russische Importstopp für europäische Agrarprodukte als Reaktion auf EU-Sanktionen wegen der Ukraine-Krise. Dadurch ist nun zum Beispiel deutlich mehr Obst auf den EU-Märkten. Rukwied betonte, die aktuelle Marktschwäche sei nicht strukturell. Große Trends wie die wachsende Weltbevölkerung sprächen für eine weiter wachsende Nachfrage.

In Deutschland gibt es noch 285 000 landwirtschaftliche Betriebe, davon sind laut Verband rund 70 Prozent in der Tierhaltung tätig.

dpa


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