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Ernährung

Alkoholfreies Bier enthält meist noch einen Rest Alkohol

Bei der Herstellung von alkoholfreiem Bier behält das Getränk immer ein geringfügigen Rest an Alkohol. Das sorgt laut dem Deutschen Brauer-Bund für den nötigen Biergeschmack.
Nicht ganz ohne - «Alkoholfreies» Bier darf in Anlehnung an die Weinverordnung bis zu 0,5 Prozent Alkohol enthalten.

Nicht ganz ohne - «Alkoholfreies» Bier darf in Anlehnung an die Weinverordnung bis zu 0,5 Prozent Alkohol enthalten.

© Peter Kneffel

München. Für trockene Alkoholiker ist auch alkoholfreies Bier ungeeignet. Das liegt aber weniger daran, dass meist noch ein geringer Rest Alkohol in der alkoholfreien Variante enthalten ist: "Der Geschmack ist zu ähnlich", warnt Heidrun Schubert, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Bayern. Allein dadurch bestehe das Risiko eines Rückfalls, denn das Bier mache "Lust auf mehr". Um alkoholfreies Bier herzustellen, sind zwei Verfahren sehr verbreitet: Entweder wird der Gärprozess abgebrochen oder der Alkohol wird im Anschluss herausgefiltert, erklärt Marc-Oliver Huhnholz vom

Deutschen Brauer-Bund.

 

Bei der ersten Methode wird der Gärprozess mittels Kälteschock abgebrochen. Dadurch vergärt die Hefe nur so wenig Zucker, dass nicht viel Alkohol entsteht. Weil durch den Abbruch noch Zucker enthalten bleibt, könne alkoholfreies Bier mitunter etwas süßlicher schmecken als normales Bier, sagt Huhnholz.

Bei der zweiten Methode läuft der Brauprozess zuerst ganz normal ab. Im Nachhinein wird dann der Alkohol extrahiert. Das geschieht zum Beispiel durch die sogenannte Vakuumverdampfung. Das Bier wird dafür in einen beheizten Zylinder gefüllt, in dem Unterdruck herrscht. Dadurch liegt der Siedepunkt des Alkohols niedriger, bei etwa 35 bis 45 Grad. "Dann dampft der Alkohol praktisch weg", sagt Huhnholz. Das Bier fließt in einen anderen Behälter ab.

Bier, das als alkoholfrei betitelt ist, darf in Anlehnung an die Weinverordnung bis zu 0,5 Prozent Alkohol enthalten. Ein Rest bleibt meist auch für den Geschmack erhalten: "Alkohol ist ein Geschmacksträger wie Butter oder Fett", erklärt Huhnholz. Studien hätten belegt, dass ein so kleiner Anteil an Alkohol physiologisch unbedenklich sei. Auch andere Lebensmittel wie Saft können Alkohol in geringem Ausmaß aufweisen.

dpa


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