Navigation:
Ticket-Shop Anzeigen- und Abo-Service

Immobilien

Sonderkündigung - Mieter kann sich auf Härtegründe berufen

Kündigt ein Vermieter seinem Mieter, muss er einen Grund angeben - Eigenbedarf etwa. Wohnt der Mieter jedoch in demselben Zweifamilienhaus, sieht das anders aus. Trotzdem funktioniert eine Kündigung nicht ganz so einfach.
Eigenbedarf ist ein typischer Kündigungsgrund. Berufen sich Vermieter auf ihr Sonderkündigungsrecht, müssen sie gar keinen gesetzlich anerkannten Grund angeben.

Eigenbedarf ist ein typischer Kündigungsgrund. Berufen sich Vermieter auf ihr Sonderkündigungsrecht, müssen sie gar keinen gesetzlich anerkannten Grund angeben.

© Jens Schierenbeck

Berlin. Vermieter haben ein Sonderkündigungsrecht. Das gilt aber nur, wenn sie mit dem Mieter unter einem Dach wohnen, etwa in einem Einfamilienhaus mit einer Einliegerwohnung oder in einem Zweifamilienhaus.

Der Vermieter kann dann seinem Mieter praktisch grundlos kündigen. Er muss also keinen gesetzlich anerkannten Grund, wie etwa Eigenbedarf, angeben. Darauf macht der Deutsche Mieterbund (DMB) aufmerksam.

Mieter können sich dagegen mit Hilfe der sogenannten Sozialklausel wehren. Dafür müssen sie sich auf Härtegründe, wie Krankheit, hohes Alter, fehlender Ersatzwohnraum berufen. Sollten sich Mieter und Vermieter nicht einigen, muss das Gericht zwischen den Interessen abwägen.

Hintergrund dieses Sonderkündigungsrechts ist die besondere Wohnsituation von Mietern und Vermietern, die wegen der typischen Bauweise eines Ein- oder Zweifamilienhauses in enger Tuchfühlung zusammenleben. Es gilt auch in größeren Gebäuden, wenn neben den beiden Wohnungen für Mieter und Vermieter noch Gewerberäume im Haus existieren.

Beruft sich der Vermieter auf sein Sonderkündigungsrecht, muss der Vermieter bei seiner Kündigung eine Frist von drei Monaten einhalten. Diese verlängert sich bei einer Mietdauer von bis zu fünf Jahren um sechs Monate.

Kein Sonderkündigungsrecht besteht, wenn der Mieter eine Wohnung in einem Haus mit drei Wohneinheiten angemietet hat - selbst wenn er dort zwei Wohnungen zu einer zusammengelegt hat oder eine Wohnung als Gewerbe- oder Büroraum nutzt.

Ansonsten gilt: Wenn sich der Mieter nichts zuschulden kommen lässt und seine Miete immer pünktlich zahlt, kann er nur in Ausnahmefällen gekündigt werden - beispielsweise wenn der Vermieter Eigenbedarf anmeldet, weil er selbst oder ein nahes Familienmitglied in die Wohnung einziehen wollen.

dpa


Nächster Artikel
Nächster Artikel
Vorheriger Artikel
Voriger Artikel

Anzeige




Jubiläum




Wünsche




Terra-Tech




Lokschuppen-Sanierung

Lokschuppen-Sanierung: Sollten Marburger über die Umsetzung eingereichter Projektangebote abstimmen dürfen?

Sport-Tabellen




Spielerkader




zur Galerie

Fußballfotos vom Wochenende

Sonderveröffentlichungen




Spielplatz-Serie




LWL-Shop




Mit der OP durch das Gartenjahr




Blende 2016




Heimatprämie sichern!




Instagram

Meistgelesene Artikel

Schüler lesen die OP




Kommentare




OP kostenlos lesen




Der Online-Shop der OP




Städtewetter
Ihre Stadt/Ihr Ort
Tagestemperatur
°
Tiefsttemperatur
°
Regenprognose
%
Windstärke
km/h
Pollenflug
Ihre Wettervorschau
zur Galerie

Willkommen im Leben:

Die Transfers im Landkreis




Die OP-Serien

Mmmm, wie das duftet! Das Rezept für diesen saftigen Stollen finden Sie unten im Text. Foto: Hartmut Berge Besser Esser

Christstollen: Ein Gebäck fürs ganze Jahr

Als die OP Mike Schmidt in der Backstube besucht, riecht es nach Rosinen und Mandeln. Der 39-Jährige macht das, was seine Vorfahren schon vor rund 180 Jahren in der Vorweihnachtszeit praktizierten: Er backt Stollen. mehrKostenpflichtiger Inhalt

In 12 Schritten zum perfekten ChriststollenGalerie   



90 regionale Rezepte: Das Besser-Esser-Buch


Das Besser Esser Buch mit 70 regionalen Rezepten.

Die Grill-App der Oberhessischen Presse


Rostkost: Rezepte und Grilltechnik




  • Sie befinden sich hier: Immobilien – Sonderkündigung - Mieter kann sich auf Härtegründe berufen – op-marburg.de