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Wohnen

Studie: Hier stiegen die Mietpreise besonders stark

Nicht gerade bekannt für ihre Mietmärkte waren bislang Städte wie Wolfsburg und Ingolstadt. Doch dort stiegen die Preise je Quadratmeter einer Studie zufolge besonders stark.
Die Zeiten preiswerter Mietwohnungen sind in Berlin so gut wie vorbei. In der Hauptstadt zogen die Preise sehr stark an.

Die Zeiten preiswerter Mietwohnungen sind in Berlin so gut wie vorbei. In der Hauptstadt zogen die Preise sehr stark an.

© Wolfgang Kumm

Berlin. Von solchen Preisen aber träumen Mieter andernorts.

Wohnen zur Miete ist einer Studie zufolge in den vergangenen fünf Jahren vor allem in Wolfsburg und Berlin deutlich teurer geworden. Demnach stiegen beispielsweise die durchschnittlichen Kaltmieten bei Neuvermietungen in Wolfsburg um 40,7 Prozent. Das ergab eine Studie des Internetportals "Immobilienscout24", die der "Bild am Sonntag" ("BamS") vorab vorlag. In Berlin stiegen die Preise durchschnittlich um 30,8 Prozent, in Ingolstadt waren es 28,9 und in Kassel 28,8 Prozent.

Dies sind aber alles Städte, in denen das Wohnen auf Miete bislang vergleichsweise recht günstig war. So kostete der Quadratmeter laut "BamS" in Wolfsburg durchschnittlich kalt 8,20 Euro und in Berlin 7,70 Euro. Preise, von denen Münchner nur träumen können. Dort war der Anstieg mit 16,3 Prozent zwar nicht besonders stark, der Quadratmeterpreis aber mit gut 13 Euro am höchsten. Zweistellig war der Quadratmeterpreis auch in Frankfurt/Main.

"Die Mieten steigen vor allem in attraktiven oder wirtschaftsstarken Städten, wo die Preise über Jahre noch moderat waren", sagte der Chefanalyst der Online-Plattform, Michael Kiefer, der "BamS". Das treffe etwa auf Automobilstandorte wie Wolfsburg und Ingolstadt zu.

Der Präsident des Deutschen Mieterbundes, Franz-Georg Rips, pochte angesichts der Steigerungen laut "BamS" auf eine möglichst schnelle Einführung der Mietpreisbremse. Ab 2015 soll die Miete in angespannten Märkten nur noch maximal zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen dürfen. Beträgt die Vergleichsmiete also sechs Euro, dürfen nur noch höchstens 6,60 Euro je Quadratmeter verlangt werden.

"Immobilienscout24" wertete für die Studie mehr als zwei Millionen Datensätze aus. Demnach stiegen die Durchschnitts-Mieten am geringsten in Nordrhein-Westfalen - beispielsweise in Wuppertal sei das Wohnen nur 4 Prozent teurer geworden, in Hagen seien es 4,3 Prozent gewesen.

Bereits vor mehreren Monaten hatte auch das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung Zahlen zum deutschen Wohnungs- und Mietmarkt herausgegeben. Demnach stiegen die Quadratmeterpreise bundesweit 2013 um 3,5 Prozent auf gut 6,80 Euro. In Berlin stiegen die Mieten demnach von 2008 bis 2013 um 36,5 Prozent.

dpa


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