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Schneebesen mit Mehrwert - Firmen entwickeln Produkte weiter

Der ganze Küchenschrank ist voller Kochutensilien. Warum sollte man also noch etwas kaufen? Viele Anbieter haben das als Problem erkannt - und versuchen nun, ihren Produkten einen besonderen Clou zu geben.
Die Espressokanne Pulcina von Alessi unterbricht selbstständig den Kaffeefluss, damit keine verbrannten und bitteren Geschmacksstoffe entstehen.

Die Espressokanne Pulcina von Alessi unterbricht selbstständig den Kaffeefluss, damit keine verbrannten und bitteren Geschmacksstoffe entstehen.

© Holger Priedemuth, Flo Maak

Frankfurt/Main. Den Schneebesen kann man zwar nicht neu erfinden - aber man kann ihn verbessern. Auf der Konsumgütermesse Ambiente in Frankfurt am Main (12. bis 16. Februar) sind auch in diesem Jahr entsprechende Bemühungen von Designern und Herstellern zu sehen.

Verschiedenste Haushaltsprodukte werden um einen Tick aufgewertet, um damit künftigen Käufern einen Mehrwert zu bieten. Im Fall des Schneebesens hat sich das Unternehmen Mastrad Gedanken gemacht: Mit einem Drehknauf an dem Produkt namens Express Whisk lässt sich die Breite und Länge des Unterteils verstellen. Somit passt der Schneebesen optimal in breite wie auch in enge Gefäße.

Oder da ist die Espressokanne Pulcina von Alessi: Sie ist in der Lage, selbstständig den Kaffeefluss im richtigen Moment zu unterbrechen, damit keine verbrannten und bitteren Geschmacksstoffe entstehen.

Beide Produkte sind in der Messe-Ausstellung Solutions zu sehen, die - wie der englische Name schon sagt - Produkte mit der ganz besonderen Lösung für ein Problem vorstellt. Solutions wird jedes Jahr kuratiert vom Produktdesigner Sebastian Bergne.

2016 haben besonders viele Hersteller mit neuen Materialien gespielt, berichtet Bergne in einem Messe-Interview. "Und sie benutzten bekannte Materialien in einer neuen Weise." Die Nousaka Corporation zum Beispiel hat für die Schale Kago-Oval-L ein Gitter aus reinem Zinn entworfen. Es ist so flexibel, dass es sich per Hand immer wieder in jede gewünschte Form bringen lässt.

Aber auch abseits von Solutions fallen solche weiterentwickelten Produkte auf. Eva Solo etwa hat sich Flaschen für Wasser vorgenommen, das mit Zitronen, Beeren oder Gurken in der Flasche geschmacklich aufgepeppt werden soll. Das Problem, dass die Entwickler ausmachten: Das Obst schwimmt umher und verstopft schnell den Ausguss. Oder es lösen sich Kerne, die dann mit ins Trinkglas plumpsen. Ihre Lösung in der Flasche namens My Flavour Carafe sieht so aus: Am Deckel steht ein langer Spieß, der in die Flasche hineinragt, darauf wird das Obst und Gemüse gesteckt. Und ein Sieb im Deckel hält die Kerne zurück.

WMF setzt der Flasche den Turbo Cooler auf, eine Art Trichter für Eiswürfel, der zum Beispiel Tee innerhalb weniger Sekunden auf etwa sechs Grad abkühlt. Eine Lösung für zwei ungeschickte Hände beim Einpacken von Geschenken hat Donkey Products entwickelt: Der "Einpackdaumen" ist dabei eine Plastikklammer, die den Knoten des Geschenkpapiers festhält. Und wer hat nicht schon mal verzweifelt versucht, den festsitzenden Perlator am Wasserhahn zum Entkalken abzunehmen? Das muss man aber gar nicht mehr, wenn es nach der Firma Fackelmann geht. Deren Adapter wird mit Entkalkerflüssigkeit gefüllt und einfach über den Perlator am Hahn gestülpt.

Sebastian Bergne fällt es jedes Jahr schwerer, Produkte für seine Ausstellung auszuwählen - weil die Hersteller einfach zu viele gute Innovationen einreichten. "Vielleicht liegt es daran, dass der Markt sehr umkämpft ist. Sie müssen sich anstrengen", sagt der Designer. Von Stillstand keine Spur: "Es freut mich, dass die Menschen wirklich versuchen, Produkte, die sie herstellen, voranzubringen, und nicht versucht sind, nur eine andere Version des gleichen zu fertigen."

Hermann Hutter vom Bundesverband für den gedeckten Tisch, Hausrat und Wohnkultur (GPK) sieht dafür auch eine Notwendigkeit: Jeder hat schließlich nicht nur einen, sondern bereits mehrere Kochlöffel zu Hause. Da muss der "Kochlöffel im Handel einen Mehrwert bieten", um für Kunden interessant zu sein. Erlebnisorientiert nennt Hutter das.

Stephen Schuster, Marketingleiter von WMF, merkt, dass die Verbraucher auch nach dem besonderen Clou bewusst suchen: Weil Kochen und Backens als Hobby so beliebt sind, kommen die Menschen auch mal einfach nur zum Stöbern in die Geschäfte, beobachtet er. Und dort kauften sie nur dann ein bereits bekanntes Küchenutensil, wenn dieses eben einen wichtigen Mehrwert bietet. Sein Unternehmen brachte daher auch die Serie Hello FUNctionals heraus, mit Produkten, die es so schon gibt, aber die einen Tick mehr bieten. So hat zum Beispiel der Nudellöffel einen integrierten Portionierer und Abschmecklöffel.

Hermann Hutter vom GPK, selbst Besitzer eines Haushaltswarengeschäftes, bestätigt den Eindruck: "Wie Männer einfach nur zum Schauen in den Baumarkt gehen, kommen die ambitionierten Hobbyköche inzwischen zu uns, um einfach nach Neuem zu stöbern."

dpa


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