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Neue Vielfalt beim Fußabstreifer

Es gibt Wichtigeres als Fußmatten. Aber wer mit offenen Augen durch das Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses läuft, wird merken: Da tut sich was. Menschen machen sich plötzlich Gedanken, worauf sie ihre Schuhe abstreifen. Bunt soll es sein, ein Mops kann darauf sein.
Saisonales Motiv in gedeckten Tönen: Im Herbst wählen manche Hausbesitzer dezentere Fußmatten als im Sommer. Foto: traummatten.de

Saisonales Motiv in gedeckten Tönen: Im Herbst wählen manche Hausbesitzer dezentere Fußmatten als im Sommer. Foto: traummatten.de

Berlin. Ja, es gibt ihn - den Wechselwähler der Fußmatten. Der Mensch, der regelmäßig die Fußmatte vor der Haustür austauscht. Nicht etwa weil sie abgeschabt, zu dreckig oder kaputt ist. Er wechselt die Matte passend zur Saison.

Neue Drucktechniken haben in den vergangenen Jahren für mehr Farbe vor den Haus- und Wohnungstüren gesorgt. Zwar ist die neutrale braune, man kann auch sagen langweilige Fußmatte noch nicht abgelöst. Allerdings sind jetzt immer mehr Fußabstreifer bunter, auffälliger und tragen manchmal mehr, manchmal weniger lustige Sprüche. Firmen, die das Bedrucken von Matten nach eigenem Geschmack anbieten, haben den Markt verändert. Familiennamen, Begrüßungen und Bilder können hier individuell ausgesucht werden.

Auch die Motiv-Matten haben aber inzwischen einige Mode-Entwicklungen durchlaufen: Tiere gehen eigentlich als Motiv immer gut, sagen die Firmen. Doch erst waren Pferde sehr beliebt, dann kamen die Katzen, sagt Alexander Josef Pietrowski, Inhaber von 

Traummatten.de. Bei ihm nehmen die Tierbilder gerade etwas ab - zugunsten der bunten, aber doch wieder dezenteren Motive mit Farbklecksen.

Am beliebtesten ist beim Bestellportal Fussmatten-Welt.de derzeit der Hund - insbesondere der Mops. Auch Sprüche und Bilder von Autos seien immer beliebt, sagt Inhaber Andy Knoblauch. Seit einiger Zeit steigt das Interesse an einer Druckvariante aber besonders an: fotorealistische Aufdrucke. Ein Bild der Familie kommt auf den Fußabstreifer. Auch Stefani Amm von

mymat.de berichtet von steigendem Interesse solcher Aufdrucke. "Das kann das Urlaubsfoto sein oder das Gesicht der Bewohner."

"Es gibt sehr viele Trends bei den Matten, letztlich muss man sagen, die heben sich auch gegenseitig wieder auf", stellt Pietrowski klar. Daher ließe sich letztlich nur sagen: Was vor die Tür kommt, ist heute das, was dem Bewohner der Räume dahinter persönlich gefällt.

Und das kann auch gleich mehreres auf einmal sein. "Es gibt Kunden, die wollen im Herbst eher braun-orangene Motive und im Sommer buntere Motive haben", berichtet etwa Alexander Josef Pietrowski, Inhaber von Traummatten.de. Sie bestellen sich gleich mehrere Varianten. Und eine für Weihnachten. Dazu passend verändert sich dann auch die Dekoration an der Tür von Saison zu Saison.

Bekennender Mattenwechsler ist Jürgen Beiner, der mehrere Bastelbücher zum Thema geschrieben hat. Er denkt dabei auch an seine Besucher: "Ich bin ja auch so - wenn ich in einem Mehrfamilienhaus durchs Treppenhaus gehe, schaue ich gerne hin, was da vor der Tür liegt. Wenn es immer wieder was anderes ist, ist das schön." Er vergleicht die Dekoration an der Tür sogar mit der Dekoration eines Tisches zum Geburtstag oder zum Abendessen mit Familie oder Freunden: "Das ist einladend und ein Gruß für die Gäste."

Warum wird aber plötzlich so viel Wert auf die Fußmatte gelegt? Es geht um die Selbstdarstellung, erklärt Stefani Amm von mymat.de. Die Bewohner wollen schon vor der Tür zu ihren Wohnräumen zeigen, wer sie sind. So wird die Matte zur Visitenkarte.

Die Hersteller haben sich aber nicht nur der Optik angenommen. "Die Branche besinnt sich zugleich auch auf die Fähigkeiten der Fußmatte", sagt Unternehmer Pietrowski. "Es gibt noch immer eine große Gruppe, der ist egal, wie die Matte aussieht, sie muss funktionieren - also den Dreck aufnehmen." Manche Firmen werben auch damit, das Klischee der Fußmatte als Stolperfalle überwunden zu haben: So gibt es nun welche, deren Flor am Rand in eine feine Gummimatten ausläuft - sie sind also frei von Kanten, an denen der Fuß hängen bleibt.

Und gerade wo die Menschen nun gerne mehr Geld für diese aufwendig gestalteten Produkte ausgeben, sollten die Fußmatten auch länger halten. Das hat Kokosmatten in Verruf gebracht: "Man kann sie nicht pflegen und nicht waschen, nach zwei Jahren kann man sie daher wegwerfen", sagt etwa Knoblauch.

Aber auch das Material, die Kokosfasern, sind aus Gründen des Umweltschutzes inzwischen umstritten. Solche Matten haben einige Hersteller daher bereits aus dem Sortiment verbannt oder sie verkaufen nur noch Restbestände. Wer aber Wert auf die gute alte Kokosmatte legt - immerhin gilt das Material als wirklich guter Schmutzfänger - dem rät Knoblauch, mit Nachfragen beim Händler in Erfahrung zu bringen, dass das Material aus fairer Produktion und fairem Handel stammt.

Literatur:

Jürgen Beiner: Fußmatten originell gestalten, Christophorus Verlag, 2008, 31 S., ISBN-13: 978-3419568873.

dpa


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