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Kreide, Thymian und Zitrone: Was Ameisen vertreibt

Bonn (dpa/tmn) - Sie tun eigentlich nichts. Aber viele stören sich an Ameisen, die an warmen Sommertagen ihre Straßen nicht nur auf Terrasse und Balkon verlegen, sondern auch ins Haus wandern.
Dringen Ameisen in Häuser ein, können Betroffene sie mit natürlichen Mitteln von dort wieder vertreiben. Mögliche Helfer sind etwa Duftöle oder Zuckerwasser.

Dringen Ameisen in Häuser ein, können Betroffene sie mit natürlichen Mitteln von dort wieder vertreiben. Mögliche Helfer sind etwa Duftöle oder Zuckerwasser.

© Ulrich Perrey

Sechs Tipps:

 

Kreide oder Gips: Kreide oder Gips lenkt den Ameisenverkehr um. Die Tiere übertreten Streifen aus beiden Stoffen nicht, erklärt der Verband Wohneigentum. Gips macht allerdings nur Sinn an trockenen Stellen. Denn vermischt er sich etwa mit Regentropfen, wird Gips fest und damit zur Stolperfalle.

 

 

Duftöl: Ätherische Düfte stören den Orientierungssinn der Tiere. So helfen laut dem Verband Wohneigentum Öl oder Zweige von Thymian und Wacholder sowie Zimtpulver oder Essig und Zitronenöl. Das Pestizid Aktions-Netzwerk (PAN) rät, Farnkraut, Wachholderblätter, Tausendgüldenkraut, Kerbel, Zitronensaft, Lavendelöl oder Lavendelblüten wiederholt auf die Ameisenstraßen zu legen. Zitronenschalen kommen vor die Zugänge zur Terrassentür.

 

 

Licht aus: Strömen die Tiere ins Hausinnere, hilft das Ausschalten der Lichter. Denn Ameisen sind tagaktiv und wenden sich laut dem Verband Wohneigentum der nächsten Lichtquelle zu - was dann Tür oder Fenster wäre.

 

 

Zuckerwasser: Sollen Ameisen in der Wohnung schnell entfernt werden, hilft dieser Tipp von PAN: Die Ameisen mit Zuckerwasser anlocken und wegsaugen. Dann den Beutel aus dem Staubsauger in einer fest verschlossenen Plastiktüte aus der Wohnung bringen.

 

 

Backpulver: Dieser Tipp tötet die Tiere. Versetzt mit Zucker, lockt Backpulver laut dem Verband Wohneigentum die Tiere an. Das gilt auch für Hirschhornsalz. Eine weitere Alternative ist Diatomeenerde. Es verletzt den Chitinpanzer der Insekten, und die Tiere trocknen in kurzer Zeit aus, erklärt PAN. Aber der Einsatz ist nur sinnvoll, wenn das Pulver gezielt in die Schlupfwinkel oder an den Wanderwegen der Ameisen platziert wird.

 

 

Umsiedeln: Ein Ameisenhaufen etwa auf dem Rasen kann einfach umgesiedelt werden. Einen Blumentopf mit Erde oder Holzwolle gefüllt umgekehrt auf das Nest stellen, rät

PAN. Einen Spaten darunter schieben und das Nest versetzen.

dpa


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