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Kleine Evolutionen am Herd: Neues beim Thema Kochgeschirr

Fast jeder nutzt sie jeden Tag, und doch beschäftigt man sich nur selten mit ihnen: Töpfe und Pfannen gehören zu den wichtigsten Gebrauchsgegenstände im Haushalt. Auf der Konsumgütermesse Ambiente in Frankfurt zeigte die Branche nun ihre Neuheiten.
In der Pfanne Olivilla von ILLA braten Lebensmittel ohne weiteren Fettzusatz. Das gelingt dank der Antihaftbeschichtung auf Olivenöl-Basis.

In der Pfanne Olivilla von ILLA braten Lebensmittel ohne weiteren Fettzusatz. Das gelingt dank der Antihaftbeschichtung auf Olivenöl-Basis.

© Holger Priedemuth

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Die letzte ganz große Revolution beim Kochgeschirr ist schon ein paar Jahre her: Seit den 90ern gibt es serienmäßig Induktionsherde auf dem Markt. Das hat auch die Kochtöpfe und Pfannen nach und nach verändert, denn diese müssen bei Induktionsherden magnetisch sein.

Noch immer ist dies eine Entwicklung, die die Branche antreibt. Das das zeigte sich auch bei der Konsumgütermesse Ambiente in Frankfurt am Main (12. bis 16. Februar). Während die Neuheiten in den Sortimenten in aller Regel längst auf allen Herdarten - also auch Induktion - einsetzbar sind, rüsten viele Hersteller nun nach und nach auch ihre Klassiker auf einen induktionstauglichen Aufbau um.

Der Anbieter Berndes kündigte an, die 40 Jahre alte Serie Bonanza sukzessive um solche Pfannen und Töpfe zu erweitern. Und die Hersteller feilen noch immer an der Technologie: Die Berndes-Serie Vario Click Induction erhält eine neuartige dreilagige Versiegelung speziell für Induktion. Ferromagnetische Edelstahlpartikel unterstützen die magnetische Wirkung der Pfanne.

Die zweite Revolution der vergangenen Jahre war die Farbe. Seit einigen Saisons bringen die Hersteller buntes Kochgeschirr auf den Markt. Nach vielen Jahren mit nur schwarzen Pfannen und silbernen Töpfen war das eine gewichtige Veränderung. Und sie bleibt: "Farbe beim Kochgeschirr, das war und ist noch immer ein Thema, das ist auffallend", bestätigt Jens-Heinrich Beckmann, Geschäftsführer des Industrieverbandes Schneid- und Haushaltswaren (IVSH).

Beckmann schränkt zwar ein: "Edelstahl ist nach wie vor absolut dominant." Doch die Farbtupfer ergänzen inzwischen durchgängig und breitgefächert die Palette von Töpfen und Pfannen. Und jedes Jahr ergänzen die Hersteller ihre Farbauswahl weiter: Le Creuset taucht diverse Kochutensilien nun in ein zartes Rosa namens Chiffon Pink. Silit ergänzt die Topfkollektion Passion um Orange und Grün und die Serie Nature um Blau.

Eines habe sich trotz aller Versuche der Anbieter aber gezeigt: "Dekor geht hierzulande nicht", erklärt Katrin Kröger, Produktmanagerin bei Fissler. Stattdessen bemerkte der Hersteller zuletzt auffallende Absatzzuwächse bei Kochgeschirr, dessen Beschichtung leicht glitzert. "Der Trend ist in den letzten zwölf Monaten zu uns herübergeschwappt, vor allem aus Italien."

Daneben finden Verbraucher Neues vor allem bei Kleinigkeiten rund um die Produkte für Herd und Ofen: Elo zum Beispiel bietet einen abgerundeten Pfannenrand bei der Serie Pure Rubin, womit sich Flüssigkeiten leichter abgießen lassen. Und der Hohlgriff liegt gut in der Hand, so dass Hobbyköche auch kreisförmige Schüttelbewegungen gut ausführen können. Viele Hersteller versuchen auch durch eine noch bessere Beschichtung ihre Pfannen und Töpfe einen Tick zu verbessern.

"Die kleinen Evolutionen" nennt WMF-Marketingleiter Stephen Schuster das. Bei einer neuen Pfanne des Unternehmens namens Speed Profi meint er damit eine schnelle Reaktion auf die Temperaturregulierung durch den Koch dank einer besonderen Technologie im Pfannenboden: "Sie heizt sich sehr schnell auf und wird auch sehr schnell wieder kalt." Das ist wichtig, wenn man punktgenau Steaks oder Eier braten will.

Fissler hat sich mit seiner diesjährigen Neuentwicklung auf eine andere Gruppe von Essern konzentriert: die Fisch- und Gemüse-Liebhaber. Die Pfanne Protect Alux Comfort sei speziell für schonendes Braten gedacht, erklärt Produktmanagerin Kröger. Ballarini entwickelte gleich drei neue Pfannenserien namens Viterbo, Treviso und Tropea (letztere ohne Induktion) speziell für Vegetarier, Veganer und Flexitarier. Sie haben eine keramische Antihaftbeschichtung, die für die Zubereitung von Gemüse und auch Fisch optimal sei.

"Die Hersteller schauen natürlich, ob sie mit solchen Produkten bestimmte Zielgruppen innerhalb der grauen Masse genauer treffen und ansprechen können", beobachtet Branchenexperte Beckmann.

Viele Unternehmen werben auch mit dem Thema gesunde Ernährung, und das geht zum Teil über die Produkte hinaus. Zusammen mit Kochschulen bieten sie nun Kurse an und verbreiten eigene Rezepte. Denn: "Wir wissen natürlich, dass Pfannen nicht gesundheitsbewusst sind, sondern das, was drin liegt", betont Beckmann. Und doch geht damit einher eine schonendere und gesündere Zubereitung. Auch hier sind die Ideen vielfältig. Zum Beispiel hat das Unternehmen ILLA mit Olivilla eine Pfanne entwickelt, die ohne weiteren Fettzusatz brät. Das gelingt vielmehr dank der Antihaftbeschichtung auf Basis von Olivenöl.

Info-Kasten: Kochgeschirr für Induktionsherd muss magnetisch sein

Wer einen neuen Induktionsherd bekommt, braucht unter Umständen auch neue Töpfe. Denn solche Herde erwärmen durch Magnetfelder nur den Topfboden, nicht die Kochplatte. Die Hitze entsteht direkt über dem Topfboden, das Metall erhitzt sich und überträgt die Wärme direkt auf den Inhalt. Damit das Kochfeld das erkennt, muss der Topfboden magnetisch sein, erklärt die HEA - Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung. Doch wie findet man heraus, ob altes Kochgeschirr noch für die neue Technik taugt? Ganz einfach: mit einem Magneten.

dpa


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