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Fliegen, Mücken, Wespen: Plagen an heißen Tagen loswerden

Obstfliegen sind eine Sommerplage. Sie vermehren sind an warmen Tagen explosionsartig. Wespen bedrohen die Kaffeetafel im Freien, und Mücken stechen sowieso einfach zu.
Sie stehen auf Süßes und lassen einen auf der Terrasse kaum in Ruhe: Wespen sind an warmen Sommertagen eine Plage.

Sie stehen auf Süßes und lassen einen auf der Terrasse kaum in Ruhe: Wespen sind an warmen Sommertagen eine Plage.

© Paul Zinken

Greven. Ein paar einfache Mittel gegen die Nervensägen:

 

Obstfliegen: Ihre Vermehrung unterbindet man am besten, indem man ihnen den Ablageort für die Brut nimmt. Das ist vor allem überreifes Obst. Fruchtabfälle kommen idealerweise nicht auf den Kompost, sondern in die verschließbare Biotonne. Die Abfälle werden gut in Zeitungspapier eingewickelt, rät der Deutsche Schädlingsbekämpfer Verband (DSV). In der Wohnung wird Obst im Kühlschrank aufbewahrt. Vermeiden könne man den Befall aber nicht komplett, betonen die Experten. Um Obstfliegen immerhin vom Haus abzuhalten, eignen sich neben den üblichen Fliegengittern Büschel von getrockneten Fliederblüten sowie mit Nelken gespickte Zitronen. Dazu rät die Verbraucherzentrale Hamburg.

 

 

Stechmücken: Der Duft von Zitrone schreckt Stechmücken ab. Sie lassen sich daher aus dem Garten, von Balkon und Terrasse durch Kerzen mit Zitronella vertreiben. Darauf weist die Gütegemeinschaft Kerzen in Stuttgart hin. Das ätherische Öl verdampft beim Abbrennen der Kerze und wird in die Luft freigesetzt.

 

Manche Mücken lieben Dunkelblau und Schwarz - aber nicht alle. "Man sollte hellere, hautbedeckende Kleidung tragen", rät Prof. Thomas Löscher vom Berufsverband Deutscher Internisten. Am besten wählt man keine eng anliegende Kleidung: Zum einen, weil die Mücken dann durch den Stoff stechen, und zum anderen, weil Mücken bei weiter Kleidung nicht so sehr von den Duftstoffen angelockt werden. Wer zu Abwehrmitteln greift, sollte Produkte wählen, die etwa 30 Prozent des Wirkstoffs DEET enthalten. Sie halten vier bis fünf Stunden, danach sollte man sie erneuern. Laut Löscher können sie 90 bis 95 Prozent der Mückenstiche verhindern.

 

Wespen: Lebensmittel und zuckerhaltige Getränke werden mit einer Abdeckhaube geschützt und Honig- und Marmeladengläser verschlossen, rät der DSV. Es gibt aber auch eine Möglichkeit, die Tiere auszutricksen, worauf der Nabu hinweist: Experimente haben gezeigt, dass zur Ablenkung aufgestelltes überreifes Obst in einer Entfernung von fünf bis zehn Metern die Tiere von dem gedeckten Tisch weglockt. Wespen stehen übrigens auch auf bunte Kleidung, Parfüms und Cremes.

 

 

Für alle: Das Einfachste ist, die drei Plagegeister mit einem Insektenschutzgitter nicht in das Haus zu lassen. Preiswert und einfach anzubringen sind Netze aus Kunststoff, die man selbst auf die Größe der Fenster und Türen zuschneidet. Selbstklebende Bänder halten sie am Rahmen. Doch diese Variante hat eine geringe Haltbarkeit, und die Fenster lassen sich damit schwieriger reinigen, erklärt der Verband Fenster + Fassade. Besser in der Handhabung, aber etwas teurer sind Spannrahmen mit Fiberglasgewebe und mitgelieferter Halterung. Für Balkon- oder Terrassentüren gibt es etwa Drehrahmen, die sich wie die Tür selbst öffnen und schließen lassen. Für Fenster eignen sich Insektenschutz-Rollos, die flexibel heruntergelassen werden.

 

Die Netze und Gitter am Fenster können aber den Raum verdunkeln, Alternativen sind Systeme mit Transparentgewebe. Sogenannte Funktionsgewebe halten auch Pollen ab. Wer eine Katze oder einen Hund hat, sollte auf Modelle zurückgreifen, die stärkere Beanspruchungen aushalten.

dpa


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