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Suzuki Swift: Das größte Problem sind die Achsen

Ansprechendes Design, straffes Fahrwerk, Wendigkeit und dennoch kein Kauftipp: TÜV und ADAC schätzen den Suzuki Swift tendenziell als anfällig ein. Überdurchschnittlich oft ausgeschlagene Achsen beeinflussen ihr Urteil negativ.
Vor dem Kauf auf typische Schwachstellen achten: Der Suzuki Swift der dritten Modellgeneration fällt vor allem durch ausgeschlagene Achsen negativ auf.

Vor dem Kauf auf typische Schwachstellen achten: Der Suzuki Swift der dritten Modellgeneration fällt vor allem durch ausgeschlagene Achsen negativ auf.

© Suzuki

Berlin. Bereits seit 30 Jahren bietet Suzuki den Swift an - 1984 kam der Kleinwagen in den Verkauf. Während erste Exemplare auf dem Gebrauchtwagenmarkt fast nicht mehr auffindbar sind, sind Modelle im besten Second-Hand-Alter von bis zu acht, neun Jahren keine Seltenheit. Vor allem seit der ab 2005 gebauten dritten Generation (Typ MZ) gilt der Stadtflitzer aus Japan auch nicht mehr als langweilig im Design, zu seinen Vorzügen gehört das straffe Fahrwerk und die Wendigkeit. Ein Kauftipp ist der Swift aber nicht unbedingt.

"Knackig, aber anfällig" - so fasst der "TÜV Report 2014" die Haupteigenschaften des Swift vom bis 2010 gefertigten Typ MZ zusammen. Vor allem überdurchschnittlich oft ausgeschlagene Achsen führen zu dem doch eher getrübten Urteil. Häufig beanstanden die Prüfer bei der Kfz-Hauptuntersuchung (HU) auch Mängel an den Schweinwerfern. Die Fuß- und Feststellbremse sind ebenfalls anfällig. Interessenten sollten Exemplare vor dem Kauf vor allem auf diese typischen Marotten hin abklopfen.

Der ADAC trifft ein etwas milderes Urteil. Demnach weist der japanische Kleinwagen abgesehen von Batterie- und Bremsproblemen keine weiteren gravierenden Schwächen auf. Zu den vom Münchener Autoclub dokumentierten vergleichsweise häufigen Krankheiten zählen defekte Anlasser bei bis 2007 gebauten Exemplaren, defekte Schaltgetriebe und Probleme mit der Kupplung (beides bis 2009). Feuchte Zündkerzen (bis 2010) sind dem ADAC ebenso aufgefallen wie streikende Wegfahrsperren (bis 2008).

Der erste Swift, der 1983 als SA 310 auf der Tokyo Motor Show Premiere feierte, wurde noch gemeinsam mit General Motors entwickelt. Als "Weltauto" kam der kleine Schrägheckwagen in den USA auch als Chevrolet Sprint und Pontiac Firefly auf den Markt. Eine Cabrio-Variante des aktuell als Drei- und Fünftürer gebauten Swift wurde mit der seit 2010 vermarkteten vierten Generation eingestellt.

Antriebsseitig weist der Swift mit einer optional erhältlichen Allradversion eine Besonderheit unter den Kleinwagen auf. Die Ottomotoren decken ab der Generation von 2005 ein Leistungsspektrum von 68 kW/92 PS bis 100 kW/136 PS ab. Der einzig verfügbare Diesel kommt auf 55 kW/75 PS. Bei allen Motoren handelt es sich um Reihenvierzylinder, wenngleich effizientere Dreizylinder gerade bei Kleinwagen längst keine Seltenheit mehr sind.

Wer sich auf dem Gebrauchtwagenmarkt nach einem Swift 1.3 Comfort mit 68 kW/92 PS von 2009 umsieht, sollte laut Schwacke für um die 6350 Euro fündig werden. Der Branchendienst geht bei diesen Exemplaren von einer durchschnittlichen Laufleistung von 63 000 Kilometern aus. Für das gleiche Auto mit Allradantrieb (4x4 Comfort) vom gleichen Baujahr müssen rund 1200 Euro mehr eingeplant werden. Mit 5500 Euro führt Schwacke das Dieselmodell Swift 1.3 DDiS Comfort von 2007 mit durchschnittlich 122 700 Kilometern auf dem Zähler.

dpa


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