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Sportlich bis rostig: Der Mazda 6 als Gebrauchter

Er ist ein Mittelklasse-Wagen: Der Mazda 6. Der japanische Autohersteller hatte 2002 das erste Modell auf den Markt gebraucht. Was man von einem gebrauchten Modell erwarten darf:
Durchschnittlich in der Pannenstatistik: Der ADAC notiert für den Mazda 6 oftmals Probleme mit der Batterie und mit der Wegfahrsperre. Foto: Mazda

Durchschnittlich in der Pannenstatistik: Der ADAC notiert für den Mazda 6 oftmals Probleme mit der Batterie und mit der Wegfahrsperre. Foto: Mazda

Berlin. Mazda wird als eine sehr designorientierte japanische Marke wahrgenommen. Nicht erst seit den aktuellen Modellen, die von vielen Beobachtern als besonders gelungen gezeichnet empfunden werden, ist das so.

Zum Beispiel schon der ab 2002 gebauten Generation des Mazda 6 wurde ein Italo-Design unterstellt. Der Nachfolger (Typ GH) legte im Äußeren noch mal eine Schippe Sportlichkeit drauf. Dass Design nicht gleich hundertprozentige Qualität bedeutet - auch dafür ist das Modell ein gutes Beispiel.

Der ab 2008 gefertigte Typ GH ist hinsichtlich der Kfz-Hauptuntersuchung (HU) ein gutes Auto, in allen Prüfbereichen schneide er besser ab als der Durchschnitt, so die Bilanz des "TÜV Report 2016". Mängelfrei ist das Modell deswegen aber nicht immer. Das kommt vor allem ab der dritten HU zum Tragen. Dann häufen sich die Mängel der Fußbremse. Auch die vordere Beleuchtung fällt im Alter negativ auf. Ob dem GH wie dem Vorgänger Ärger mit häufig auftretendem Rost an Kanten, Endschalldämpfern und sogar tragenden Teilen droht, muss noch abgewartet werden.

Durchschnittlich zeigt sich der Mazda 6 in der Pannenstatistik des ADAC. Wie viele Autos plagt ihn die Batterie. Häufig treten Schwächen hier an bis 2012 gefertigten Autos auf. Fehlerhafte Wegfahrsperren verzeichnet der Autoclub für die Baujahre 2008 bis 2010. Und einen Rückruf gab es: 2013 orderte Mazda 1600 Fahrzeuge zurück in die Werkstätten, weil beim Mazda 6 von 2012 das Risiko eines Fahrzeugbrandes bestand. Der verantwortliche, fehlerhafte Gleichstrom-Spannungswandler wurde erneuert.

Mazdas Mittelklassemodell geht auf das Jahr 1979 zurück als der Vorgänger 626 erstmals auf den Markt kam. Seit 2002 heißt das Fahrzeug in dieser Klasse Mazda 6. Seit der ersten Generation wird das Auto als Stufenheck- und Schräghecklimousine sowie als Kombi angeboten. Der Typ GH wurde zwischen 2008 und 2012 gebaut. Zum Modelljahr 2009 erneuerte Mazda die Motorenpalette, ein Jahr später gab es auch eine optische Modellpflege mit den üblichen Modifikationen an Beleuchtung, Stoßfängern und Kühlergrill. Auch einen neuen Zweiliter-Benziner nach Euro-5-Norm gab es.

Die Motoren des Typ GH, vor allem die Benziner, erfüllen nicht ganz den sportlichen Anspruch, den der Mazda 6 äußerlich vielleicht erheben mag. Die Ottomotoren enden bei einer Leistung von 125 kW/170 PS. Der schwächste Benziner kommt auf eine Leistung von 88 kW/120 PS. Bei den Dieselaggregaten reicht die Leistungsspanne von 92 kW/125 PS bis 136 kW/185 PS. Verbaut sind ausschließlich Vierzylindermotoren.

Auf dem Gebrauchtwagenmarkt ist ein Mazda 6 2.0 Dynamic mit Fließheck und 108 kW/147 PS von 2009 ab etwa 10 350 Euro zu haben. Diesen Richtwert gibt die Schwacke-Liste bei einer durchschnittlichen Laufleistung von 91 200 Kilometern an. Noch mit 12 450 Euro ist das Stufenheck 1.8 MZR Center-Line von 2012 mit 88 kW/120 PS gelistet (55 200 Kilometer). Im Fall des kräftigen Diesels Mazda 6 Sport Kombi 2.2 CD DPF Sports Line mit 132 kW/180 PS von 2012 müssen laut Schwacke noch etwa 14 850 Euro (um die 85 200 Kilometer) eingeplant werden.

dpa


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