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Namens-Wirrwarr und keine klare Linie - Der Fiat Punto

Der Fiat Punto ist zwar ein zuverlässiges Fahrzeug für die Straße, doch bei den strengen Kontrollen des TÜVs schneidet der Kleinwagen weniger gut ab. Bei den Gebrauchten könnten zudem verschiedene Beinamen für Verwirrung sorgen.
Kaum noch pannenanfällig, dafür aber einige Marotten auf dem Prüfstand bei der Hauptuntersuchung: der Fiat Punto.

Kaum noch pannenanfällig, dafür aber einige Marotten auf dem Prüfstand bei der Hauptuntersuchung: der Fiat Punto.

© Fiat

Berlin. Beim Fiat Punto gibt es eine gute und eine schlechte Botschaft - die gute zuerst: Der Kleinwagen der italienischen Automarke ist mit der aktuellen Generation sehr viel zuverlässiger geworden. Das Modell zeige "gute bis sehr gute Pannenquoten", berichtet der ADAC. Die schlechte Nachricht: Der Punto hat ein Problem bei der Kfz-Hauptuntersuchung (HU). Und das betrifft ungewöhnlicherweise die aktuelle Generation, wenngleich nicht die neuesten Modelle, die ihren ersten HU-Termin noch vor sich haben.

"Verkehrte Welt" bilanziert der "TÜV Report 2014" zum Fiat Punto. Denn der jüngere Grande Punto schneide auf dem Prüfstand schlechter ab als die Vorgängergeneration. Vor allem bei der Beleuchtung liege die Mängelquote beim neueren Modell höher, auffälliger seien auch Feststell- und Fußbremse. Beide Auflagen haben ein Rostproblem am Endschalldämpfer. Immerhin wehre der Grande Punto Korrosion an tragenden Teilen meistens ab.

Pannenhelfer des ADAC mussten bei Fahrzeugen bis zum Baujahr 2007 öfter wegen Fehlern im Motormanagement ausrücken. Auch häufiger defekte Stabzündspulen sorgten für Pannen - meist beim Baujahr 2009. Auch von einigen Rückrufen war der Punto betroffen. So wurden Reifen der falschen Geschwindigkeitskategorie T anstatt H aufgezogen - betroffen waren Exemplare aus dem Bauzeitraum Januar 2009 bis Januar 2010. Zwischen März und Mai 2009 gefertigte Fahrzeuge mit der Motorisierung 1.3 JTD wurden wegen mangelhafter Schweißnähte am Kraftstoffsystem in die Werkstatt beordert, denn es bestand Brandgefahr.

Grande, Evo oder einfach nur Punto: Der italienische Kleinwagen hat in den vergangenen Jahren einige Namensänderungen mitgemacht. Als das Auto zum Generationenwechsel 2005 um 19 Zentimeter auf 4,03 Meter wuchs, hieß er fortan Grande Punto. Punto Evo hieß das geliftete Modell ab 2009. Von den Beinamen kam die italienische Marke 2012 im Zuge einer weiteren Modellpflege wieder ab. Den Startschuss für die Modellreihe überhaupt gab Fiat im Jahr 1999 als der Punto den Uno als großen Bruder des Panda ablöste.

Für einen Kleinwagen ist die Motorenpalette recht groß - sowohl was die Art des Antriebs als auch das Leistungsspektrum betrifft: So entwickeln die Benziner ab der Generation von 2005 bis zu 132 kW/180 PS, der schwächste Ottomotor ist ein Vierzylinder mit 48 kW/65 PS. Im Jahr 2011 hielt der Zweizylindermotor Twinair in mehreren Leistungsstufen im Punto Einzug. Bei den Dieselmaschinen reicht die Spanne von 55 kW/75 PS bis 96 kW/130 PS. Auch einen Erdgasmotor gibt es: Das Natural-Power-Aggregat kommt auf 57 kW/77 PS.

Auf dem Gebrauchtwagenmarkt kostet ein Grande Punto 1.4 8V mit 57 kW/77 PS von 2010 nach dem Durchschnittswert der Schwacke-Liste rund 5000 Euro. Zu diesem Preis hat er um die 52 000 Kilometer hinter sich. Wer ein Exemplar mit Zweizylindermotor bevorzugt, muss im Falle des Punto Evo Twinair Easy Start&Stop mit 62 kW/85 PS von 2011 rund 7650 Euro einplanen (40 000 Kilometer). Als Diesel listet Schwacke etwa den Punto Evo 1.3 16V Multijet Dynamic Start&Stop mit 55 kW/75 PS vom Baujahr 2009 mit 5800 Euro (61 600 Kilometer). Noch 8600 Euro werden für einen Punto 1.4 8V Natural Power Pop mit 57 kW/77 PS von 2012 fällig (28 000 Kilometer).

dpa


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