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Früher war nicht alles besser - Der Kia Sportage gebraucht

Kia, was hast du dich verändert! Wer das bis 2010 gebaute SUV Sportage dem gerade noch aktuellen Modell gegenüberstellt, kommt nicht umhin, die Entwicklung der Marke zu bewundern. Optisch, aber auch technisch ist das Fahrzeug inzwischen wesentlich ausgereifter.
Auffällig unauffällig: Erst mit der Nachfolge-Generation wurde der Sportage zum Design-SUV.

Auffällig unauffällig: Erst mit der Nachfolge-Generation wurde der Sportage zum Design-SUV.

© Kia

Berlin. Das bis 2010 gebaute Kia-Modell (Typ JE) stammt nicht nur vom Design her aus einer anderen Zeit - was man gut oder schlecht finden kann - es war auch technisch noch nicht ganz auf der Höhe. Wer sich für einen gebrauchten Sportage interessiert, sollte daher etwas genauer hinsehen.

Das düsterste Kapitel bei der Kfz-Hauptuntersuchung (HU) ist die Beleuchtung. Vorne wie hinten brennen die Lampen oft durch, außerdem sind die Scheinwerfer oft falsch eingestellt. Schlecht steht es auch um die Lenkung (hat oft Spiel), die Federn (brechen oft) und die Achsgelenke (sind oft ausgeschlagen). Ansonsten fällt der Kia Sportage den Prüfern gelegentlich durch verschlissene Bremsscheiben negativ auf.

Was die Pannensicherheit betrifft, steht es recht gut um den Kia Sportage. Allzu oft bleibt er nicht liegen, der ADAC macht aber dennoch einige Pannenschwerpunkte aus. So gab es bei Modellen des Baujahres 2005 öfter defekte Generatoren, das Baujahr 2006 fällt durch kaputte Wegfahrsperren und Probleme mit der Abgasrückführung auf. Im Jahr 2008 sorgten auch defekte Anlasser für Pannen.

Der bis 2010 gebaute Sportage mag noch aussehen, wie ein echter Geländewagen, doch für grobes Geläuf eignet er sich nicht wirklich. Er ist schon ein echtes SUV und wird auch ohne Allradantrieb angeboten. Wenn Allradantrieb an Bord ist, wirkt der permanent und wird über eine Lamellenkupplung an Vorder- und Hinterachse verteilt. Mit 4,35 Metern Länge war er noch neun Zentimeter kürzer als der progressiv gestaltete Nachfolger.

Das Motorenangebot ist überschaubar, umfasst aber zwei Varianten mit LPG-Antrieb. Neben einem 2,0-Liter-Vierzylinder mit 104 kW/141 PS gibt es auch den 2,7-Liter-V6 (129 kW/175 PS) in einer Autogas-Version. Beide sind auch als herkömmliche Benziner zu haben. Das Diesel-Angebot reicht von 83 kW/113 PS bis 110 kW/150 PS. Der Hubraum ist bei allen Selbstzündern mit 2,0 Litern gleich.

Die Preise für den Sportage des ersten Baujahres beginnen bei etwa 3800 Euro. Dafür bekommt man laut Schwacke den 2.0 2WD LX mit etwa 141 200 Kilometern Laufleistung. Ein Sportage 2.0 4WD Champ von 2008 wird mit rund 7500 Euro gelistet (93 200 Kilometer), der große 2.7 V6 EX aus dem gleichen Baujahr und mit der gleichen Laufleistung mit 8050 Euro. Etwas teurer ist der 2.0 4WD LPG EX von 2009 mit rund 9550 Euro (81 200 Kilometer).

Die Preise für frühe Modelle mit Diesel-Antrieb starten bei rund 4200 Euro, so Schwacke. So viel zahlt man etwa für einen 2.0 CRDi LX von 2004 mit 189 800 Kilometern. Der stärkere 2.0 CRDi EX von 2008 ist für rund 8100 Euro zu bekommen (127 400 Kilometer). Rund 10 600 Euro müssen Interessenten noch für einen 2.0 CRDi 4WD EX einplanen, wenn er aus dem letzten Baujahr 2010 stammt und 96 200 Kilometer auf dem Tacho hat.

dpa


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