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Eine halbrunde Sache: Der Citroën C3 als Gebrauchter

Der französische VW-Polo-Konkurrent heißt Citroën C3. Und der Kleinwagen überzeugt so manchen Auto-Liebhaber auch sofort durch sein Aussehen. Einige Schwächen bringt der C3 allerdings mit sich.
Französische Weitsicht: Mit seiner halbkugelförmigen Karosserie und der seit 2009 als Extra verfügbaren Panoramascheibe setzen die Franzosen beim Citroën C3 auf den Faktor Design. Foto: Citroën

Französische Weitsicht: Mit seiner halbkugelförmigen Karosserie und der seit 2009 als Extra verfügbaren Panoramascheibe setzen die Franzosen beim Citroën C3 auf den Faktor Design. Foto: Citroën

Berlin. Toyota Yaris, Ford Fiesta, Nissan Micra, Opel Corsa, Renault Clio - der VW Polo hat viele Konkurrenten. Citroën nimmt es mit dem C3 gegen den deutschen Platzhirschen auf und sticht dabei hervor - durch seine Optik.

Mit seiner halbkugelförmigen Karosserie ist er etwas für Liebhaber oder solche, die dem optischen Einheitsbrei entsagen wollen. Doch sie erkaufen sich dies mit einer gewissen Launigkeit des Autos.

"Nicht immer eine runde Sache", überschreibt der "TÜV Report 2016" das Kapitel C3. Demnach zählen zu den dunklen Kapiteln des kleinen Citroëns stark verschleißende Bremsscheiben und früh marode werdende Auspuffanlagen, die bereits bei der ersten Kfz-Hauptuntersuchung (HU) überdurchschnittlich oft zu Beanstandungen führen. Auch Ölverlust ist früh ein Problem. Antriebswellen machen dem Report zufolge schon mal nach fünf Jahren Sorgen. Die Rostvorsorge und die Lenkung gelten dagegen als vorbildlich.

Pannenrelevant sind die Beanstandungen bei der HU offenbar eher selten, denn hier schneidet der C3 nach Erkenntnissen des ADAC gut ab. In der aktuellen Statistik führt ihn der Autoclub als pannensicher. Wobei der Kleinwagen auch typische Aussetzer hatte: Für die Baujahre 2012 und 2013 gibt der ADAC überhitzte Kühler an und bei Autos von 2009 Defekte an Zündspulen und Einspritzventilen. Probleme mit ausgehängten Schaltgestängen und Federbrüchen scheint der Hersteller in den Griff bekommen zu haben. Citroën führte drei Rückrufe durch, die insgesamt aber nur knapp 600 Fahrzeuge betrafen. Der größte ist von 2011 und drehte sich um zu schlappe Handbremsen.

Citroën lancierte den C3 im Jahr 2002 als Nachfolger des Saxo. 2003 folgte die Cabrio-Limousine Pluriel, 2005 das erste Facelift, das neben überarbeiteter Front- und Heckpartie erstmals ein Start-Stopp-System brachte sowie Veränderungen in der Motorpalette, darunter neu eine Version für Erdgasbetrieb. 2009 wurde die zweite Generation auf der IAA in Frankfurt gezeigt, die noch im gleichen Jahr in den Verkauf ging. Seither gibt es auch die Minivan-Variante C3 Picasso. Die letzte Modellpflege stammt von 2013.

Unter der Motorhaube bietet der C3 für einen Kleinwagen eine gewisse Vielfalt. Neben dem 54 kW/73 PS starken und bis 2008 gebauten Erdgasantrieb fährt er seit 2012 in der Version Picasso auch mit einem Motor, der neben Benzin das Autogas LPG verträgt (70 kW/95 PS). Vor allem die Dreizylinder gelten als recht sparsam. Die Benziner bringen es je nach Baujahr und Ausführung auf 44 kW/60 PS bis 88 kW/120 PS. Die Selbstzünder, noch immer keine Selbstverständlichkeit im Segment, leisten zwischen 50 kW/68 PS und 84 kW/114 PS.

Wer einen Exoten wie den C3 Picasso mit Gasantrieb sucht, sollte bei Preisen ab knapp 8900 Euro laut Schwacke-Liste fündig werden. Dieser Durchschnittspreis ist für das Modell C3 Picasso VTI 95 Flüssiggas Tendance von 2012 vermerkt (durchschnittliche Laufleistung von 48 000 Kilometern). Für den Fünftürer mit Schrägheck C3 HDi 70 FAP Advance mit 50 kW/68 PS von 2010 mit rund 103 200 Kilometern gilt demnach ein Richtwert von 5600 Euro. Wen die Cabrio-Limousine interessiert, der sollte im Falle des Pluriel 1.4 Charleston mit 54 kW/73 PS von 2009 noch um die 5850 Euro einplanen (84 000 Kilometer).

dpa


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