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Zu groß, zu dunkel: Sieben typische Fehler beim Helmkauf

Nur jeder zehnte Radfahrer trägt immer einen Helm, fast jeder Zweite setzt nie einen auf. Eine repräsentative YouGov-Umfrage zeigt, dass viele Radler sich nicht sehr um ihre Sicherheit sorgen.
Nicht jeder Fahrradhelm passt auf jeden Kopf. Eine Anprobe vor dem Kauf ist daher Pflicht. Der Helm sollte fest sitzen, aber nicht drücken.

Nicht jeder Fahrradhelm passt auf jeden Kopf. Eine Anprobe vor dem Kauf ist daher Pflicht. Der Helm sollte fest sitzen, aber nicht drücken.

© Silvia Marks

Berlin. Wer sich für den Fall von Stürzen oder Unfällen schützen und einen Helm kaufen will, hat den ersten Schritt getan. Doch beim Kauf können Radler einiges falsch machen. Die wichtigsten Fehler im Überblick:

 

Im Internet bestellen: Das Online-Angebot ist groß, doch die erste Wahl ist es nicht. "Man muss einkalkulieren, dass man den Helm eventuell zurückschicken muss, wenn er nicht passt", sagt Roland Huhn vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC). Besser ist es, einen Helm im Fachhandel zu kaufen und sich über verschiedene Modelle beraten zu lassen. "Nicht jeder Helm passt auf jeden Kopf", so Huhn.

 

 

Keine DIN-Norm: Im Helm fehlt der Aufkleber DIN EN 1078? Dann sollten Radfahrer die Finger davon lassen. Geprüfte Radhelme haben mehrere Crashtests mit Geschwindigkeiten von 16,5 km/h und 19,5 km/h überstanden. Das CE-Siegel sowie das GS-Zeichen für "Geprüfte Sicherheit" sollten ebenfalls vorhanden sein.

 

 

Zu groß: "Der eingestellte Helm sollte sich nicht leicht drehen oder auf dem Kopf verschieben lassen", sagt Roland Huhn. Zu große Helme dämpfen den Kopf bei einem Unfall schlecht ab. Kleine Modelle sind ebenfalls ein Risiko: Sie sitzen zu hoch und umschließen den Kopf nicht richtig. Ein passender Helm sitzt fest, ohne zu drücken. Der vordere Rand sollte etwa drei Zentimeter oberhalb der Nasenwurzel liegen. Dann ist nicht nur der Hinterkopf, sondern auch die Stirn geschützt.

 

 

Gebraucht: Modelle aus zweiter Hand hält der ADFC für ein Sicherheitsrisiko. "Gebrauchte Helme können einen Unfall oder Stöße hinter sich haben und schwer zu entdeckende Risse aufweisen", so Huhn. Unklar ist auch, ob solche Helme bei großer Hitze bereits im Auto gelegen haben und sich Klebestellen abgelöst haben. Das Herstellungsdatum ist im Helm eingeprägt. Nach vier bis fünf Jahren sollte der Helm ausgetauscht werden.

 

 

Grau in Grau: Schwarze oder graue Helme sind für Autofahrer schlecht erkennbar. Der ADFC rät, knallige Farben zu wählen. Schwarze Helme seien grundsätzlich eine schlechte Wahl, weil sie bei Sonne schnell aufheizen.

 

 

Keine Luftlöcher: In geschlossenen Fahrradhelmen kann sich im Sommer die Hitze stauen. Mögliche Folgen sind schlimmstenfalls ein Hitzschlag oder Sonnenstich. Genügend Schlitze im Helm sorgen für ausreichend Abkühlung bei Radtouren im Sommer.

 

 

Hässliches Design: Schön müssen Fahrradhelme nicht sein. Aber ein Kind, das Gefallen an einem Helm findet, wird ihn gerne tragen. Deshalb sollten Eltern ihren Nachwuchs gut in die Kaufentscheidung einbeziehen - der Sicherheit zuliebe.

dpa


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