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Verkehr

Wer mit Helm radelt und warum: Von Sicherheit bis Lifestyle

Wer beim Radeln einen Helm trägt, ist vor Kopfverletzungen besser geschützt. Besonders beliebt ist der Schutz dennoch nicht, noch immer finden ihn viele uncool.
Bei der Wahl eines Fahrradhelms kommt es vielen hauptsächlich auf die Sicherheit an. Andere wollen auch modisch mit dem Accessoire richtig liegen.

Bei der Wahl eines Fahrradhelms kommt es vielen hauptsächlich auf die Sicherheit an. Andere wollen auch modisch mit dem Accessoire richtig liegen.

© Andreas Gebert

Berlin. Um mehr Kinder und Jugendliche für den Fahrradhelm zu begeistern, warb das Bundesverkehrsministerium von Alexander Dobrindt (CSU) kürzlich mit besonderen Plakaten: Als Werbefigur trat der Bösewicht Darth Vader aus der Filmreihe "Krieg der Sterne" auf - selbst ein Helmträger. Der Slogan lautete: "Die Saga geht weiter: Dank Helm."

Eine allgemeine Helmpflicht für Radfahrer befürworten laut einer Umfrage 41 Prozent der Bundesbürger. Gegen eine solche Pflicht spricht sich knapp jeder Dritte aus. 17 Prozent sind für eine Helmpflicht nur für "bestimmte Personengruppen". Von diesen Befragten begrüßen wiederum 88 Prozent eine Helmpflicht für Kinder.

Das ergab eine repräsentative, online durchgeführte Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur unter 2057 Bundesbürgern. In Deutschland gibt es keine gesetzliche Helmpflicht für Radfahrer.

Etwa jeder Zweite derjenigen, die für einen Kopfschutz für bestimmte Personen sind, will den Schutz für Jugendliche bis 18 Jahren (48 Prozent) beziehungsweise für über 60-Jährige (51 Prozent). Hier waren Mehrfachnennung möglich.

Solange es keine gesetzliche Helmpflicht gibt, muss jedoch jeder selbst wissen, ob man mit oder ohne fährt. Wer entscheidet sich dafür und wer dagegen? Eine Beschreibung von Radfahrertypen:

 

Der Unbehütete: Wer prinzipiell unbehütet durch die Welt radelt, begründet dies oft modisch und mit der Frisur. Ein Helm auf dem Kopf sehe nicht besonders schön aus, sei unbequem und die Haare drücke er auch noch platt. Eine Rolle spielt beim Oben-Ohne-Typ oft auch der Fahrtwind und damit verbunden das Gefühl von Freiheit und Frischluft. Für diese Fahrer stört der Helm den Radel-Genuss.

 

 

Der Gelegentliche: Besitzt zwar einen Helm, aber trägt ihn längst nicht immer. Nur eben Brötchen holen oder eine Zeitung kaufen, schnell aufs Rad und los - eine kurze Strecke wird von diesem Typ gern ohne Kopfschutz erledigt. Bei längeren Wegen oder auf vielbefahrenen Straßen wird dann mit Helm gefahren. Das gilt manchmal auch im Urlaub: Rad gemietet, Leihhelm gibt's dazu. Für diese Fahrer kommt es auf die Situation an.

 

 

Der Vielfahrer: Jemand, der fast alles - auch bei schlechtem Wetter - mit dem Rad macht, trägt oft auch einen Helm. Dieser Typ hat häufig das Gefühl, gerade im wuseligen Stadtverkehr könne ein zusätzlicher Schutz nicht schaden. Am besten noch mit Licht und Reflektoren ausgestattet. Vielradler, die Kinder haben, wollen oft auch Vorbild für ihren Nachwuchs sein. "Helmträger sind vor allem Vielfahrer. Wenn ich zum Beispiel pendele und das Rad für mich ein Verkehrsmittel ist", sagt Truppel. Für diese Fahrer gehört der Helm dazu.

 

 

Der Sportliche: Rennrad- und Mountainbikefahrer sieht man kaum noch ohne. Wer sich mit dem Mountainbike Hänge hinabstürzt, trägt oft einen geschlossenen Schutz, der an Motocross-Helme erinnert. Wer die Berge rauf und runter fährt und Touren macht, schwitzt mehr und nimmt eine offenere Variante. Auf eine gute Belüftung kommt es auch vielen Rennradfahrern an, sie wählen häufig leichte und windschnittige Modelle. Für diese Fahrer spielen Schutz und Sicherheit die wichtigste Rolle.

 

 

Der Modische: Ins Büro zu radeln, liegt im Trend. Schwarze Anzughose, weißes Hemd, dazu ein schwarzer Halbschalenhelm - fertig ist der Look. Mancher Kopfschutz sieht überhaupt nicht mehr aus wie ein Helm, sondern beispielsweise wie eine Mütze aus Tweed - verschiedene Überzüge machen es möglich. Für diese Fahrer geht es um Lifestyle.

dpa


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