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Wenn Surfbrett und Rennrad mit müssen: Autos für Sportler

Auch Sportler brauchen oft ein Auto - nicht um sich fit zu halten, aber um dorthin zu kommen, wo sie ihrer Leidenschaft nachgehen wollen. Je nach Sportart ist ein geeignetes Fahrzeug erforderlich, das Equipment und Sportgeräte sicher ans Ziel bringt.
Der Sonne entgegen: Die schönsten Strecken finden Radsportler nicht vor der Haustür - für den Radtransport eignen sich aber nicht jedes Auto und Trägersystem gleich gut.

Der Sonne entgegen: Die schönsten Strecken finden Radsportler nicht vor der Haustür - für den Radtransport eignen sich aber nicht jedes Auto und Trägersystem gleich gut.

© Patrick Pleul

Berlin. Erholung beginnt für viele Menschen nicht direkt vor der Haustür. Die schönsten Straßen für die Ausfahrt auf dem Rennrad, Flüsse und Seen für die Kanu-Wanderung oder Berge für die Klettertour liegen oft weit ab vom Schuss. Gerade beim Rad-, Wasser- und Bergsport ist oft das Auto am praktischsten, um das gesamte Equipment zu transportieren.

 

Mit dem Radl da:

 

Für Radsportler stellt sich zunächst die Frage, ob sie ihr Sportgerät auf dem Dach, auf einem Heckträger oder gar im Auto transportieren wollen. Für Alexander Ahrens vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) sind Heckträger die praktischste Lösung. "Die sind rückenschonend, weil man das Fahrrad nicht hochhieven muss." Allerdings benötige man meist eine Anhängerkupplung für die Befestigung der Träger. "Es gibt auch Systeme als Zubehör, die ohne Anhängerkupplung auskommen, doch die werden nur von sehr wenigen Herstellern angeboten", so Ahrens.

Wer auch schwerere Räder wie Pedelecs mit elektrischem Zusatzantrieb transportieren will, sollte auf die zulässige Stützlast in den Zulassungspapieren achten. Wer eine Anhängerkupplung nachrüsten lässt, müsse Kosten von bis zu 800 Euro kalkulieren. "Die Preise für Trägersysteme starten bei 90 Euro."

Wer sich für den Dachtransport entscheidet, sollte gleich auf ein Auto mit Dachreling zurückgreifen. Kombis bieten die oft serienmäßig oder mindestens als Zubehör. Hier ist die maximal zulässige Dachlast zu berücksichtigen. Von Nachrüstsystemen aus dem Zubehörhandel rät der VCD-Experte ab: "Bei Tests hat sich gezeigt, dass die Befestigungen bei starken Belastungen oft nicht halten."

Optimal ist der Rad-Transport im Auto. "Dafür kommen eigentlich nur Kombis und Kleinbusse infrage", sagt Ahrens. Sie können mit speziellen Befestigungssystemen ausgerüstet werden. Vorteile dieser Lösung sieht er darin, dass die Räder vor Diebstahl und Schmutz geschützt seien. "Allerdings passen dann nur zwei Personen ins Auto."

 

Ans Wasser, marsch!:

 

Für Surfer oder Kanuten ist der Transport im Auto keine Option. Trotzdem hält Max Hiller vom Wirtschaftsverband Wassersport Kombis oder Vans für vorteilhaft. "Es ist ja immer die Frage, wie viel Equipment ich unterbringen kann", sagt er. "Kajak oder Kanu und Surfbrett gehören aber aufs Dach." Deshalb sollte das Auto wie beim Fahrradtransport über eine Dachreling zur Befestigung eines Trägersystems verfügen.

Insbesondere Surfer müssen beim Transport der Ausrüstung auch die Länge des Autos berücksichtigen. "Als Surfer muss man auch Masten transportieren. Sofern es sich nicht um Steckmasten handelt, können die deutlich über das Fahrzeug hinausragen", gibt Hiller zu bedenken. Mehr als 1,50 Meter dürfe es aber nach hinten nicht sein, und ab einem Meter Überhang muss die Ladung mit einer roten Fahne gekennzeichnet werden. Nach vorne sei kein Überhang erlaubt.

 

Auf in die Berge:

 

Thomas Bucher vom Deutschen Alpenverein (DAV) plädiert grundsätzlich dafür, nach alternativen Möglichkeiten für den Weg ins Gebirge oder ins Klettergebiet zu suchen - doch manchmal seien Kletterer, Bergsteiger oder Wanderer auf das Auto angewiesen. "Es sollte aber nur so groß wie nötig sein", sagt er. In vielen Klettergebieten seien die Zufahrten eng und der Parkraum knapp.

Geländegängig muss das Fahrzeug nur bedingt sein. "Wer viel in südlichen Ländern unterwegs ist, wird öfter Forstwege befahren, die das Auto ganz schön herausfordern", sagt Bucher. In Deutschland jedoch seien derartige Wege meist ohnehin nicht legal befahrbar. Allradantrieb hält er auch im Süden für entbehrlich. "Ein Fahrzeug mit etwas höherer Bodenfreiheit kann aber sinnvoll sein."

Was die Innenausstattung betrifft, sei Luxus eher hinderlich: "Die Ausrüstung bei schlechtem Wetter im Auto zu verstauen, ist oft eine ganz schöne Sauerei", sagt Bucher. Schnödes Plastik sei da einem Teppich, der sich mit Wasser vollsaugen kann, definitiv vorzuziehen.

dpa


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