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VW: CO2-Falschangaben betreffen höchstens 36 000 Autos

Mehr als ein Monat trug Volkswagen die Zahl von 800 000 Autos mit falschen Angaben zum Klimakiller Kohlendioxid vor sich her. Am Ende wohl weitgehend grundlos: Die Unregelmäßigkeiten sollen weniger Autos betreffen und auch gar nicht so schlimm sein.
Abweichende CO2-Abgaswerte könnten bei höchstens 36 000 VW-Fahrzeugen auftreten.

Abweichende CO2-Abgaswerte könnten bei höchstens 36 000 VW-Fahrzeugen auftreten.

© Patrick Pleul

Wolfsburg. Von den falschen CO2-Abgaswerten und damit falschen Spritverbrauchsangaben bei VW sind dem Konzern zufolge deutlich weniger Autos betroffen als befürchtet.

Statt rund 800 000 Fahrzeugen könnten nach erneuter Prüfung durch das Kraftfahrt-Bundesamt, das Bundesverkehrsministerium und VW nur noch rund 36 000 betroffen sein. "Abweichungen wurden in den internen Messungen nur bei neun Modellvarianten festgestellt", teilte VW mit. Der Verdacht auf rechtswidrige Veränderung der Verbrauchsangaben habe sich nicht bestätigt.

Die internen Messergebnisse sollen nun bis Weihnachten nochmals unter behördlicher Aufsicht bei einem neutralen Technischen Dienst überprüft werden. Anschließend könnten alle Fahrzeuge, bei denen die Richtigkeit der Angaben bestätigt werde, "uneingeschränkt angeboten und verkauft werden". Für alle anderen müssten die Genehmigungswerte im Rahmen "üblicher Prozesse" zunächst noch angepasst werden. Ähnliche Fälle habe es in der Vergangenheit auch bei VW und anderen Autoherstellern bereits gegeben.

Nach Angaben von Volkswagen stoßen die besagten

neun Modellvariantenentsprechend des gültigen Europäischen Prüfzyklus auf dem Prüfstand "im Mittel nur wenige Gramm CO2" mehr aus als bislang angegeben. Dies entspreche zugleich einer Erhöhung des Verbrauchs im Messzyklus von etwa 0,1 bis 0,2 Liter auf 100 Kilometer. Für den Einsatz auf der Straße bleibe aber alles beim alten: "Die Realverbrauchswerte der Kunden ändern sich nicht, zudem sind keine technischen Maßnahmen an den Fahrzeugen notwendig", hieß es weiter.

"Es gab anfangs Unplausibilitäten", sagte ein VW-Sprecher, "und es gab Mitteilungen von Mitarbeitern, die sich nicht sicher waren, ob bei Messungen alles mit rechten Dingen zugegangen war." Eine Hochrechnung habe dann ergeben, dass 800 000 Autos betroffen sein könnten. Der Verdacht habe sich aber nun nicht bestätigt.

dpa


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