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VCD-Studie: Umwelt-Fortschritte bei Autos zu gering

Die Neuwagen in Deutschland sind nach einer Studie wieder etwas sauberer geworden. Die Fortschritte in der Umwelttechnik würden aber kleiner, bemängelte der Verkehrsclub Deutschland (VCD).
Der Weg zu saubereren Autos ist noch land. Die Fortschritte sind laut dem Verkehrsclub Deutschland kleiner geworden.

Der Weg zu saubereren Autos ist noch land. Die Fortschritte sind laut dem Verkehrsclub Deutschland kleiner geworden.

© Marijan Murat

Berlin. Er stellte in Berlin seine jährliche Auto-Umweltliste vor.

Auf die ersten drei Plätze kamen Fahrzeuge mit unterschiedlichen Antriebsarten: ein Hybrid mit Verbrennungs- und Elektromotor, ein Diesel und Erdgaswagen. Testsieger wurde wie im Vorjahr der Lexus CT 200h, gefolgt vom überarbeiteten Peugeot 208 Active BlueHDi 100 und den technisch gleichen Erdgasautos VW eco up, Seat Mii Ecofuel und Skoda Citigo CNG Green tec.

Die besten Zehn der Rangliste haben laut VCD im Durchschnitt Spritverbrauch, CO2-Ausstoß und Lärm etwas verringert. Eine dominierende Technik gebe es derzeit nicht, sagte VCD-Autoexperte Gerd Lottsiepen. Die systematische Verbesserung sei zu begrüßen, aber revolutionäre Konzepte fehlten. Deshalb seien neue politische Vorgaben notwendig, um die Autoindustrie zu größeren Anstrengungen zu bewegen.

Wie andere Umweltverbände fordert der VCD für das Jahr 2025 einen Flottengrenzwert der Hersteller von 65 bis 68 Gramm Kohlendioxid (CO2) pro Kilometer. CO2 gilt als klimaschädliches Treibhausgas. Die VCD-Liste zeige, dass bereits heute 71 Fahrzeuge den ab 2020 in der EU geltenden Grenzwert von 95 Gramm unterschritten.

"Wir halten die Konzentration der deutschen Autoindustrie auf das Premiumsegment für wirklich gefährlich. Sie verdient damit zurzeit gutes Geld. Aber in 20 Jahren wird das sicherlich nicht mehr so sein", sage Lottsiepen. An die Autokäufer appellierte er, sich die Frage zu stellen, "ob es nicht auch eine Nummer kleiner tut".

Für den Verband der Automobilindustrie (VDA) bestätigt die VCD-Liste die Strategie der Branche, nicht nur auf eine Technik zu setzen. Es gehe darum, die konventionellen Verbrennungsmotoren zu optimieren und zugleich alternative Antriebe weiterzuentwickeln, sagte VDA-Sprecher Eckehart Rotter.

Die VCD-Liste bewertet mehr als 400 aktuelle Pkw-Modelle. Ausschließlich elektrisch betriebene Autos werden in einer gesonderten Liste geführt. Ein Vergleich mit den anderen Autos sei schwierig, unter anderem weil dabei auch die Stromerzeugung ökologisch bewertet werden müsse, sagte Lottsiepen.

dpa


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