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Verkehr

Umweltliste: Im Ökoauto muss der Fahrer ein Spritsparer sein

Von Haus aus gibt es sparsame und spritdurstige Autos. Doch am Ende entscheidet auch der Fahrstil maßgeblich darüber, wie gut ein Wagen unter ökologischen Gesichtspunkten dasteht.
Damit Autofahrer möglichst selten zur Zapfpistole greifen müssen, reicht ein verbrauchsarmer Wagen allein nicht aus - sie selbst müssen auch aufs Spritsparen getrimmt sein.

Damit Autofahrer möglichst selten zur Zapfpistole greifen müssen, reicht ein verbrauchsarmer Wagen allein nicht aus - sie selbst müssen auch aufs Spritsparen getrimmt sein.

© Silvia Marks

Berlin. Mit einem Bleifuß lässt sich die beste Ökobilanz ruinieren.

Die beste Spritspartechnik nützt wenig in den Händen ungestümer Autofahrer. "Denn Kraftstoffverbrauch und Schadstoffausstoß hängen nicht allein vom Fahrzeugantrieb ab, sondern auch von der Fahrweise", betont Anja Smetanin vom Verkehrsclub Deutschland (VCD). Ein Auto mit besonders niedrigen Verbrauchs- und Emissionswerten im Datenblatt taugt also nur dann als Ökomobil, wenn der Fahrer vernünftig fährt. So lassen sich auch im Fahralltag die Verbrauchsangaben der Hersteller zumindest annähernd erreichen. Umwelt- und Preisbewusstes Autofahren geht laut dem VCD so:

 

Früh schalten: Je niedrigtouriger moderne Autos gefahren werden, desto besser. Eine geringe Motordrehzahl spart bis zu 30 Prozent Sprit und schont den Antrieb. Der Wagen macht dann außerdem weniger Krach. Im Stadtverkehr reichen 2000 Umdrehungen pro Minute aus. Spätestens bei dieser Motordrehzahl sollte in den jeweils nächsthöheren Gang geschaltet werden.

 

 

Vorausschauend fahren:Beim Anfahren und Beschleunigen schlucken Autos viel Sprit. Wer gleichmäßig durch den Verkehr gleitet - am besten auch noch auf Leichtlaufreifen -, nutzt großes Spritsparpotenzial. Wenn Fahrer zum Beispiel ein gutes Stück vor einer roten Ampel den Fuß vom Gas nehmen und den Wagen rollen lassen, kommen sie womöglich bis zur nächsten Grünphase gar nicht ganz zum Stehen und können den Schwung für die Weiterfahrt nutzen.

 

 

Motor abstellen: Ob beim Ampelstopp oder im Stau - bei mehr als zehn Sekunden Wartezeit lohnt es sich, den Motor abzustellen. Fahrzeuge mit Start-Stopp-System schalten sich automatisch aus.

 

 

Kurzstrecken vermeiden: Mit kaltem Motor sind Autos besonders durstig. Erst nach rund vier Kilometern wird die Betriebstemperatur erreicht, und der Spritverbrauch normalisiert sich. Kurze Fahrten gilt es daher zu vermeiden.

 

 

Stromverbraucher ausschalten: Klimaanlage, Heckscheibenheizung, elektrische Fensterheber und andere Stromverbraucher sollte man nur benutzen, wenn man sie wirklich benötigt. Denn je stärker die Lichtmaschine des Autos durch elektrische Verbraucher belastet wird, desto höher ist der Kraftstoffverbrauch. Allein die Klimaanlage kann den Spritverbrauch im Stadtverkehr um annähernd zwei Liter auf 100 Kilometer erhöhen.

 

 

Ballast von Bord werfen: Überflüssiges Gepäck muss aus dem Kofferraum verschwinden. Und eine Dachbox gehört in den Keller, wenn sie nicht gebraucht wird. Jedes Kilo zählt: 100 Kilogramm Mehrgewicht kosten laut dem VCD etwa einen halben Liter Kraftstoff mehr auf 100 Kilometer. Je leichter und windschlüpfiger ein Auto ist, desto besser.

dpa


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