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Tröpfchenweise mehr Saft: Batterien für E-Autos immer besser

Bislang kommen Elektroautos mit einer Batterieladung noch nicht wirklich weit. Sollen die Stromer langfristig auf der Erfolgsspur fahren, müssen die Speicherzellen besser werden.
Akkus für Elektroautos werden schrittweise besser. Damit steigt zum Beispiel die Reichweite, und Fahrer müssen ihren Stromer seltener an die Steckdose hängen.

Akkus für Elektroautos werden schrittweise besser. Damit steigt zum Beispiel die Reichweite, und Fahrer müssen ihren Stromer seltener an die Steckdose hängen.

© Tobias Hase

Berlin. Experten sind da gar nicht so pessimistisch.

Seit Monaten hat man von der japanischen Firma Sekisiu Chemical in Sachen Akkutechnologie für Elektroautos nichts mehr gehört. Ende vergangenen Jahres verkündete das japanische Unternehmen, eine Batterie entwickelt zu haben, die Stromern eine dreimal so hohe Reichweite beschere wie aktuelle Modelle und dazu billiger und crashsicher sei. Es wäre ein Durchbruch in der Entwicklung von Akkumulatoren - allerdings einer, an den Experten nicht so ganz glauben wollen.

"Die Wunderbatterie erwarte ich in nächster Zeit nicht", sagt Andreas Würsig, der am Fraunhofer Institut für Siliziumtechnologie (ISiT) in der Abteilung "Integrierte Energiesysteme" forscht. "Wir beobachten nur evolutionäre statt revolutionärer Fortschritte." Die Energiedichte von Lithium-Ionen-Akkus - nahezu alle Hersteller setzen auf sie - ist zuletzt immer mehr gestiegen.

Obwohl neueste Batterietechnik in den Stromern zum Einsatz kommt, nimmt der Absatz von Elektroautos in Deutschland nicht so recht Fahrt auf. Zwar gab es 2013 doppelt so viele Neuzulassungen wie im Vorjahr - die Zahl stieg von knapp 3000 auf gut 6000, so die Statistik des Kraftfahrt-Bundesamt (KBA). Doch mit etwas über 12 000 Fahrzeugen machen die Stromer gerade einmal 0,03 Prozent aller knapp 44 Millionen zugelassenen Personenwagen in Deutschland aus.

Während Personenwagen mit Diesel- oder Benzinantrieb oft mehr als tausend Kilometer mit einer Tankfüllung kommen, müssen sich Fahrer von Stromern mit weit weniger begnügen. VW gibt zum Beispiel für den E-Golf bis zu 190 Kilometer an - ist der Wagen beladen oder ist es draußen kalt, sinkt die Reichweite. Immerhin proklamiert Elektropionier Tesla aus Kalifornien für sein Model S in der Topversion rund 500 Kilometer pro Ladung.

"Man kann optimistisch sein, dass die Reichweiten deutlich verlängert werden, nur wird das nicht von heute auf morgen gehen", sagt Andreas Würsig. Es wurde schon viel erreicht: "Ein Lithium-Ionen-Akku kann das Drei- bis Vierfache an Energie speichern im Vergleich zu einem gleich großen Nickel-Cadmium-Akku", sagt Ralph Gilles von der Technischen Universität (TU) München. Ein solcher Batterietypus, der wegen des giftigen Cadmiums mittlerweile EU-weit verboten ist, kam zum Beispiel im Citroën AX Electrique von 1993 zum Einsatz - mit einer Reichweite von 40 km.

Dass binnen fünf Jahren Stromer mit konkurrenzfähigen Reichweiten von 700 Kilometern und mehr auf den Markt kommen könnten, will der Forscher nicht ausschließen. Dass emsig geforscht wird, belegt eine Studie der TU München. Demnach ist die Zahl der Patentanmeldungen für elektrochemische Speicher in den vergangenen Jahren weltweit stark angestiegen - die meisten davon im Bereich Lithium-Ionen.

Derzeit plant Tesla gemeinsam mit Panasonic im US-Staat Nevada den Bau einer sogenannten Gigafactory. Dort sollen Lithium-Ionen-Stromspeicher für ein kommendes Massenmarkt-Modell gefertigt werden. Tesla kündigte an, die neuen Batterien könnten im Preis pro Kilowattstunde deutlich gesenkt werden. Experte Andreas Würsig sieht auf lange Sicht eine andere Technologie als nächsten Energiespeicher für Elektroautos: den Lithium-Schwefel-Akkumulator. "Es gibt bereits vielversprechende Prototypen, die in fünf bis zehn Jahren zur Marktreife gebracht werden können", sagt er.

Mit ihnen sei eine deutliche Erhöhung der Energiedichte auf über 350 Wh/kg möglich, was in Prototypen schon realisiert wurde. Der Spitzenwert bei E-Autos auf dem Markt markiert laut Würsig derzeit der Kia Soul EV mit um die 200 Wh/kg, der E-Golf kommt auf 130 Wh/kg. In der Praxis liegen die Werte aber deutlich darunter, da zum Beispiel für die Kühlung der Batterie eine Menge Energie benötigt wird.

dpa


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