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Verkehr

Neues aus Japan auf der Motorradmesse

Die Intermot in Köln lockt derzeit mit so ziemlich allem, was ein Motorradfahrerherz höherschlagen lässt. Viele Neuheiten kommen von den Herstellern aus Japan.
Kawasakis Supersportler Ninja H2 R holt wahnwitzige 221 kW/300 PS aus einem Kompressormotor.

Kawasakis Supersportler Ninja H2 R holt wahnwitzige 221 kW/300 PS aus einem Kompressormotor.

© Christoph Walter

Köln. Ein Highlight: Kawasakis Supersportler Ninja H2 R.

Crossrunner in Richtung Reiseenduro

Honda gönnt seinem Mittelklasse-Tourer VFR800X Crossrunner die erste Modellpflege seit der Markteinführung vor rund dreieinhalb Jahren. Dabei profitiert die Reisemaschine von ihrer jüngst renovierten Sporttourer-Schwester VFR800F. Der optimierte V4-Motor mit 782 Kubikzentimetern Hubraum ist mit 78 kW/106 PS ziemlich kräftig, bei mittleren Drehzahlen macht er mehr Druck als bisher, verspricht der japanische Hersteller.

Die Optik des Facelift-Modells geht stärker in Richtung Enduro: Das Design der verschlankten Frontverkleidung mit aufgesetzter Scheibe ist an Hondas hubraumstärkerer V4-Reiseenduro Crosstourer angelehnt. Die Federwege vorne und hinten wurden verlängert. Zur Serienausstattung zählen laut Hersteller LED-Scheinwerfer, Traktionskontrolle, ABS-Bremsen, Heizgriffe und eine zweifach in der Höhe verstellbare Sitzbank. Seinen Einstand gibt der überarbeitete Crossrunner auf der

Intermot (Publikumstage: 2. bis 5. Oktober) in Köln.

 

Kawasaki Ninja soll neue Maßstäbe setzen

Die Rennmaschine Kawasaki Ninja H2 R fährt mit einem 998 Kubikzentimeter großen Vierzylinder - eigentlich nichts Besonderes, wäre da nicht der Kompressor. Ungewöhnlich für die japanische Marke ist auch der Gitterrohr-Rahmen. Durch die Kompressor-Zwangsbeatmung soll der Motor in Sachen Leistung neue Maßstäbe setzen: Entwicklungsziel waren einem Kawasaki-Sprecher zufolge 300 Pferdestärken. Eine genaue Angabe, was daraus am Ende wurde, bleibt der Hersteller aber noch schuldig.

Fest steht: Als Ninja H2 ohne R im Namen, aber ebenfalls mit Kompressormotor bestückt, wird Kawasaki noch eine für den Straßenverkehr freigegebene Variante nachreichen. Diese werde trotz Leistungsreduzierung eines der kräftigsten, beschleunigungsstärksten und schnellsten Motorräder am Markt, hieß es. Die Ninja H2 soll als Hochleistungsmodell parallel zum bisherigen Spitzensportler Ninja ZX-10R angeboten werden. Der ist mit satten 147 kW/200 PS auch schon alles andere als untermotorisiert.

Ableger für Abenteurer

Wo asphaltierte Wege aufhören, soll Suzuki-Fahrer die V-Strom 650 XT künftig weiterbringen. Sie ist ein auf Weltenbummler zugeschnittener Ableger des Tourers V-Strom 650 mit 49 kW/67 PS starkem V2-Aggregat. Dank Alu-Speichenrädern und einstellbarem Fahrwerk soll das XT-Modell auch auf Schotterpisten eine gute Figur machen. Die Sitzhöhe ist wie bei der konventionellen V-Strom mit 83,5 Zentimetern moderat.

Andere für Fernreisen nützliche Ausstattungsdetails lässt sich Suzuki extra bezahlen: Im Zubehörprogramm finden sich zum Beispiel Motorschutz, Touring-Scheibe, LED-Nebelscheinwerfer und robust wirkende Koffer.

Kawasaki hübscht Versys-Modelle auf

Kwasaki gönnt seinen beiden Versys-Modellen ein Facelift. Der Grund: Die extravaganten Gesichter der Allrounder mit 649- und 1043-Kubik-Motor waren nicht gerade jedermanns Sache, vor allem die übereinander angeordneten Scheinwerfer polarisierten. Zur nächsten Zweiradsaison werden das Mittelklassemodell und dessen größere Schwester gefälliger - dank aktueller Kawasaki-Designsprache und nebeneinander platzierter Leuchten.

dpa


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