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Verkehr

Helfen kann man immer - Richtiges Verhalten bei Unfällen

Die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland geht zurück: Seit 2011 sank sie laut Bundesverkehrsministerium um 16 Prozent. Damit die Zahl noch weiter sinken kann, sollten Verkehrsteilnehmer bei einem Unfall helfen. Falsch machen kann man nur wenig.
Erster Schritt bei der Unfallhilfe: Warndreieck aufstellen. So werden andere Autofahrer vor der Gefahrenstelle gewarnt.

Erster Schritt bei der Unfallhilfe: Warndreieck aufstellen. So werden andere Autofahrer vor der Gefahrenstelle gewarnt.

© Franziska Gabbert

Bonn. Glassplitter verteilen sich auf der Straße, zerbeulte Autos stecken im Straßengraben, verletzte Insassen liegen regungslos im Auto - bei Verkehrsunfällen ist rasche Hilfe wichtig. Drei wichtige Schritte:

Unfallstelle sichern: Absichern ist die erste Maßnahme am Unfallort. Autofahrer stellen ihr Fahrzeug am besten vor die Unfallstelle und schalten die Warnblinker ein, rät Sven Rademacher vom Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR). Dann sollte das Warndreieck aufgestellt werden. Auf Landstraßen empfiehlt sich ein Abstand von 100 Metern zur Unfallstelle, auf Autobahnen mindestens 150 Meter. "Ziehen Sie die Warnweste an, damit Sie auch von anderen Verkehrsteilnehmern gesehen werden."

Notruf absetzen: Bevor sich Helfer um Verletzte kümmern, sollten sie einen Notruf absetzen. "Rufen Sie die 112 an", erklärt Rademacher. "Diese Nummer gilt inzwischen europaweit als Notruf." Am Telefon sollten wichtige Fragen beantwortet werden: Wo ist der Unfall geschehen? Was ist genau passiert? Wie viele Personen sind beteiligt? Welche Verletzungen gibt es?

 Ist das erledigt, sollten sich Helfer um Verletzte kümmern. "Beziehen Sie dabei auch andere direkt mit ein", rät Rademacher. Denn von sich aus werden Menschen nicht immer tätig. Ist ein Unfallopfer bewusstlos, sollte es in die stabile Seitenlage gebracht werden. "In dieser Jahreszeit müssen Sie Verletzte möglicherweise auch warmhalten." Motorradfahrern sollte der Helm abgenommen werden. Und keine Sorge: Ersthelfern droht juristisch in der Regel nichts, wenn sie unabsichtlich einen Fehler begehen. "Schließlich haben Sie versucht, Leben zu retten."

dpa


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