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Verkehr

Ford entwickelt Rollroboter fürs Auto

Ein kleiner Roboter für die Reserveradmulde soll Autofahrern dabei helfen, unterwegs schwere Lasten zu tragen. Ein Ford-Ingenieur hat den Roboter jetzt entwickelt. Aber wird der Carr-E in Serie gehen?
Laufroboter für die Reserveradmulde: Der Carr-E eines Ford-Ingenieurs kann zum Beispiel schwere Lasten transportieren. Ford prüft derzeit, ob das Gerät in Serie gehen könnte. Foto: Thomas Geiger

Laufroboter für die Reserveradmulde: Der Carr-E eines Ford-Ingenieurs kann zum Beispiel schwere Lasten transportieren. Ford prüft derzeit, ob das Gerät in Serie gehen könnte. Foto: Thomas Geiger

Köln. Laufen oder laufen lassen? Für Kilian Vas ist das eine ernst gemeinte Frage. Der Ford-Ingenieur hat in einem Ideenwettbewerb den Rollroboter Carr-E entwickelt, der Autofahrern helfen soll, schwere Lasten zu schleppen.

Das Gerät ist nach Angaben des Erfinders etwa so groß wie eine Felge, es passt in die Reserveradmulde des Autos und wiegt etwa zehn Kilogramm. Angetrieben von zwei Elektromotoren, kann es nach etwa 30 Minuten Ladezeit rund 15 Kilometer weit mit bis zu 20 km/h über den Bordstein, durch Fußgängerzonen und Stadtparks sowie durch Büroflure und Messehallen rollen. Dabei könne der Carr-E bis zu 130 Kilogramm schultern.

Wenn man Carr-E als Laufroboter nutzt und sich selbst darauf stellt, gibt man Tempo und Richtung wie bei einem Hoverboard oder Stehroller per Gewichtsverlagerung vor. Nutzt man das Gerät als Lastenträger, kann man es laut Vas über eine App fernsteuern oder im Automatik-Modus betreiben. Dann wird das Smartphone zum Peilsender, und Carr-E folgt dem Besitzer im vorbestimmten Abstand. Um Unfälle zu vermeiden, scannt das mit einer LED-Beleuchtung ausgestattete Gerät seine Umgebung mit Parksensoren, wie man sie aus Autos kennt. Und damit sich niemand unbefugt an der Ladung zu schaffen macht, hat Vas mit Hilfe der Gewichtssensoren auch eine Alarmanlage programmiert.

Noch ist Carr-E ein Prototyp. Dem Erfinder zufolge wird aber bei Ford derzeit geprüft, ob und wie man so ein Gerät in Serie bringen könnte.

dpa


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