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Experte: Deutsche Autos fahren in fünf Jahren selbst

Selbstfahrende Autos kommen. Spätestens in fünf Jahren werden sie auch bei deutschen Herstellern vom Band laufen. Davon ist einer der Top-Forscher auf dem Gebiet des autonomen Fahrens überzeugt.
Ein Experte für künstliche Intelligenz sagt voraus: Spätestens in fünf Jahren wird es Autos mit Autopiloten in Deutschland geben.

Ein Experte für künstliche Intelligenz sagt voraus: Spätestens in fünf Jahren wird es Autos mit Autopiloten in Deutschland geben.

© Andreas Gebert

Saarbrücken. Hochautomatisierte Autos, deren Fahrer nur noch gelegentlich selbst lenken müssen, wird es nach Ansicht eines führenden Wissenschaftlers spätestens in fünf Jahren in Deutschland geben.

Dies seien Autos mit einem intelligenten Autopiloten, die aber nach wie vor in bestimmten Situationen einen Fahrer benötigten, sagt der Direktor des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Saarbrücken,

Professor Wolfgang Wahlster.

Komplett selbstfahrende Autos, "wo jemand betrunken oder ohne Führerschein einsteigt und wie im Taxi nur noch sagt, wo er hin will", bräuchten noch etwas länger: "Das wird von der Zulassung und der Akzeptanz her mindestens noch zehn Jahre dauern."

Die deutsche Forschung gehöre im Bereich des autonomen Fahrens zur Weltspitze. Die deutschen Zulassungsbehörden seien aber oftmals "viel genauer und kritischer als die amerikanischen". Zudem hätten deutsche Hersteller einen so guten Ruf, "dass sie nicht ganz so schnell unausgereifte Technologien auf den Massenmarkt bringen".

Das DFKI mit knapp 500 Wissenschaftlern erforsche derzeit unter anderem, wann und wie das selbstständig fahrende Auto in kniffeligen Situationen die Kontrolle wieder an einen menschlichen Fahrer abgeben könne. Wer gerade lese oder gar schlafe, könne nicht sofort das Fahrzeug lenken, wenn ihn das Auto plötzlich um Hilfe rufe.

Der Autopilot müsse wissen, in welchem Aufmerksamkeitszustand sich die Insassen befänden - und das bei der Rückübergabe zeitlich berücksichtigen. Zudem müsse das Auto dem Fahrer kompakt und präzise sagen, warum es die Kontrolle an den Menschen übergeben muss. Im Extremfall müsse ein professioneller Fahrer in einem Servicezentrum per Fernsteuerung die Kontrolle übernehmen können.

Ein anderes zentrales Forschungsthema sei das Zusammenwirken der verschiedenen Sensoren am Auto. Videokameras, Laser, Radar und Ultraschall seien in verschiedenen Wetter- und Lichtsituationen unterschiedlich zuverlässig. "Und dann stellt sich die Frage: Welchem Sensorwert trauen wir denn jetzt?" Das geschehe über das Lernen der Softwaresysteme aus den eigenen richtigen und falschen Bewertungen von Situationen: "Also Erlernen der Zuverlässigkeit maschinell gelernter Algorithmen", sagt der Informatikprofessor. "Das ist eine sehr schwierige Aufgabe".

Das DFKI hat sich mit seiner intensiven Grundlagenforschung zu Komponenten des autonomen Fahrens nach eigenen Angaben weltweit einen Namen gemacht. "Wir sind derzeit das größte Zentrum für Künstliche Intelligenz." Das DFKI arbeitet mit dem Volkswagen-Konzern und BMW zusammen und hat auch Google als Gesellschafter mit im Boot. "Google ist ja sehr erfolgreich im Bereich des maschinellen Lernens." In den Blick genommen haben die Wissenschaftler bereits auch Systeme, die einspringen und das Auto übernehmen, wenn der Fahrer plötzlich am Steuer einschläft oder einen Zuckerschock hat. "Dann wird der Wagen sicher an den Straßenrand gelenkt", sagt Wahlster.

Einen weiterer Durchbruch in der Forschung steht laut Wahlster gerade bevor: Das DFKI werde in Kürze als erstes Forschungszentrum in Deutschland einen neuen Supercomputer (DGX-1) als Schenkung bekommen, den der US-Hersteller Nvidia wenigen führenden Forschungsinstituten im Bereich Künstlicher Intelligenz überlasse. Es sei ein extrem leistungsfähiger Computer, der Grafikkarten als Rechner benutze: "Damit wird das maschinelle Lernen mit mehrschichtigen neuronalen Netzen außerordentlich beschleunigt." Damit könne die parallele Auswertung und Zusammenführung aller Sensorinformationen in autonomen Fahrzeugen mit hoher Präzision und in Echtzeit erfolgen.

dpa


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