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Verkehr

Bewohnerparkzone - Besucherkarten für Gäste

Viele Städte haben Bewohnerparkzonen geschaffen, um die angespannte Parksituation in den Griff zu bekommen. Gut für die Anwohner, doch was ist, wenn Gäste kommen? Dann können sich Besucherkarten lohnen.
In vielen Wohnvierteln sind die Parkplätze den Anwohnern vorbehalten. Wer als Gast dort parken möchte, braucht eine Gästekarte.

In vielen Wohnvierteln sind die Parkplätze den Anwohnern vorbehalten. Wer als Gast dort parken möchte, braucht eine Gästekarte.

© Jens Kalaene

Berlin. Wer in einer Bewohnerparkzone wohnt, kennt das Problem: Freunden und Verwandten muss man erklären, wo die nächsten freien Parkplätze sind. Oder sie ziehen ein Ticket am Parkautomaten. Das kann aber schnell teuer werden, gerade bei längeren Besuchen.

Die Lösung kann Besucherkarten sein: "Die können sich relativ schnell rentieren", sagt Daniel Tolksdorf vom ADAC Berlin-Brandenburg. Ob es sich lohnt, zeigt eine einfache Kalkulation, wie Tolksdorf erläutert: Wiegen die Kosten für die Besucherkarte die anfallenden Parkgebühren auf? Und wie weit entfernt liegen die nächsten freien Parkplätze? Soll das Auto in der Besuchszeit genutzt werden, oder kann es stehen bleiben? Falls es längere Zeit einfach parkt, ist es unter Umständen ratsam, einmal den weiteren Weg von den freien Parkzonen zur Wohnung in Kauf zu nehmen.

Die Besucherkarten können bei der zuständigen amtlichen Behörde beantragt werden. Das geht meist per Mail, Post oder Fax. Oft reicht dafür ein Beleg, dass man in der Bewohnerparkzone gemeldet ist, etwa eine Kopie des Personalausweises oder der Meldebescheinigung.

Die Behörden veranschlagen mitunter eine Wartezeit von zwei Wochen. "Man sollte die Karte so früh wie nur möglich beantragen", empfiehlt Tolksdorf. Denn manchmal seien Behörden sehr schnell, unter Umständen kann es aber auch mal länger dauern.

Viele Städte bieten Besuchervignetten, aber nicht alle: Köln, Stuttgart und München sind Beispiele, wo es keine solchen Karten gibt. In

Berlin dagegen können verschiedene Vignetten gekauft werden: Die kosten zwischen 10,20 Euro (für drei Tage) und 25 Euro (für einen Monat). Hier ist es aber Voraussetzung, dass der Antragsteller über einen Bewohnerparkausweis verfügt. In anderen Städten ist dies nicht nötig, beispielsweise in

Karlsruhe und Bremen.

Bremen verkauft Zehnerkarten für zehn Euro - ein Tag kostet also einen Euro - oder Wochenkarten für vier Euro. Karlsruhe verkauft seine Gästekarten in Viererblöcken für elf Euro. Jede dieser Karten ist 36 Stunden gültig. In

Hamburg können Besucherkarten in Bezirksämtern oder zuständigen Polizeidienststellen bestellt werden. Die gelten für Autos mit Hamburger Kennzeichen zwei Tage, für andere zwei Wochen.

In

Bielefeld wiederum gibt es fünf Tageskarten für 10,20 Euro. Wer einen Bewohnerparkausweis hat, bekommt jedes Jahr zwei Blöcke gratis. Die Behörde in der ostwestfälischen Stadt weist aber darauf hin, dass die Karten jeweils mit Kugelschreiber ausgefüllt werden müssen. Wer sie mit Bleistiften beschriftet, wird als Falschparker verwarnt.

dpa


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