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Wohnungspolitik

Wohlfahrtsverbände gegen Verkauf der Nassauischen Heimstätte

Die hessischen Wohlfahrtsverbände haben das Land vor einem Verkauf der Wohnungsbaugesellschaft Nassauische Heimstätte gewarnt. Bezahlbarer Wohnraum sei eine wichtige sozialpolitische Aufgabe gerade im Rhein-Main-Gebiet, erklärte die Liga der Freien Wohlfahrtspflege am Mittwoch in Wiesbaden.

Wiesbaden. Ein Verkauf könne zu höheren Mieten führen. Die CDU/FDP-Landesregierung wolle mit dem Verkauf der Heimstätte lediglich die gesetzlich vorgeschriebene Schuldenbremse finanzieren, vermuten die in der Liga zusammengeschlossenen sechs Wohlfahrtsverbände.

Der DGB Hessen-Thüringen und der Landesverband des Deutschen Mieterbunds haben am Mittwoch im Internet eine Unterschriftenaktion gegen den Verkauf gestartet. Die Wohnungsbaugesellschaft besitzt 63 000 Mietwohnungen in Hessen.

Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) warf DGB und Mieterbund "unverantwortliche Stimmungsmache auf dem Rücken der Mieter" vor. Die Landesregierung habe über den Verkauf ihrer Anteile an der Wohnungsbaugesellschaft noch gar nicht entschieden. Es sei jedoch legitim, "staatliche Unternehmensbeteiligungen auf den Prüfstand zu stellen", erklärte Schäfer am Mittwoch.

dpa


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